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Jana Ringwald findet den Gedanken der Resozialisierung „einzigartig im christlichen Glauben“

Jana Ringwald ist Oberstaatsanwältin bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und war an zahlreichen international beachteten Takedowns von Darknet-Marktplätzen beteiligt. Mit ihrem Team ermittelt sie im Falle von Cyberattacken gegen deutsche Unternehmen und stellte illegal erlangte Kryptowährungen in dreistelliger Millionenhöhe sicher. Sie ist Kolumnistin beim „Tagesspiegel Background Cybersecurity“, eine gefragte Keynote Speakerin und vertritt das Bundesministerium der Justiz im European Judicial Cybercrime Network bei Eurojust in Den Haag. Im November 2023 erhielt sie den EMOTION Award in der Kategorie „Frauen in Digitalisierung“.

Überdies ist Jana Ringwald bekennende Christin, die u.a. bei der Mehrkonferenz des Gebetshaus Augsburg als Speakerin oder bei Hope TV als Interviewgast über die Bedeutung des christlichen Glaubens berichtete. Aktuell sprach sie im Interview mit dem christlichen Medienmagazin PRO über Cyberkriminalität. Dabei merkt sie an, dass der Resozialisierungsgedanke ein zutiefst christlicher sei.

In ihrem Buch „Digital. Kriminell. Menschlich.“ betonte Jana Ringwald, dass sie sich in der Justiz und in ihrem Fachbereich für das Menschliche stark machen wolle. Gegenüber PRO erklärt sie dazu nun, dass die Resozialisierung des Täters das Ziel nach einer Verurteilung sei, „weil wir dieses würdevolle Menschenbild haben“. Daher schwinge immer auch die Frage mit: „Wie schaffen wir es, dass er sein Leben ändert, umkehrt und damit aufhört?“.

Ringwald schilderte, dass sich einmal sogar ein Verurteilter bei ihr für den respektvollen Umgang bedankte. Dazu sagte sie:

„Das fand ich auch als Christin interessant. Denn das Strafgesetz ist durchdrungen von diesem Prinzip, das auch ein christliches ist.“

Sie selbst verstehe Jesus so, dass er mit Liebe die Umkehr des Menschen erreichen möchte, umschreibt Ringwald und schlussfolgert mit Blick auf Jesus, dass es darum gehe, sein persönliches Kreuz auf sich zunehmen und umzukehren.

Weiter erklärt Jana Ringwald, dass die Wahrung der Menschenwürde in unserem Gesetz und Rechtsprechung so selbstverständlich praktiziert wird, dass mancher Straftäter „im Gerichtssaal zum ersten Mal einen respektvollen Umgang“ erlebe. Hier gebe es zwischen christlicher und humanistischer Überzeugung „große Überschneidungen“, bestätigt Ringwald. Das Ziel der Resozialisierung führt sie aber direkt auf Christus zurück, was sie im PRO-Interview wie folgt erklärt:

„Dass ich zum Beispiel meinem Feind die Hand reiche und hoffe, dass er umkehrt, also der Resozialisierungsgedanke, den würde ich eindeutig christlich nennen. Denn man könnte ja auch sagen: Wenn du diese Grenze überschritten hast, dann ist es vorbei mit der Geduld.“

So schwinge in unserem Gesetz, selbst bei schlimmsten Taten, „immer die Hoffnung auf Umkehr mit“, weshalb es in unserer Rechtsprechung stets „ein Ziel der Freiheit“ gebe und die Todesstrafe als unvereinbar mit der Menschenwürde gilt. Dazu erklärt Jana Ringwald:

„So schaut Gott durch Jesus auch auf uns Menschen: Hoffentlich kehrt der Mensch um und ich gewinne ihn noch. Das finde ich einzigartig im christlichen Glauben.“

Zur ihrem Gottesbild ließ Jana Ringwald wissen, dass Gott „eine so überschwängliche Liebe hat, dass wir sie uns nicht vorstellen können“. Weiter beschreibt sie Gott als Richter, der darauf hoffe, „jedes Herz zu gewinnen“, und dafür bereit sei, „uns freizukaufen“. Die christliche Botschaft, dass Gott seinen Sohn gegeben habe, „um irgendwelche anderen Menschen zu retten“, bezeichnet die Oberstaatsanwältin als „unvorstellbar“. Weiter bringt Jana Ringwald zum Ausdruck, dass ihr die Heilstat Christi am Kreuz auch in ihrem beruflichen Wirken hilft, was sie wie folgt darlegt:

„Als Staatsanwältin und als Christin ist mir klar: Dem Straftäter bin ich näher als wir beide Jesus.“

Überdies sprach Jana Ringwald im PRO-Interview über Gnade als „ein göttliches Geschenk“ und warb für „eine Kultur der Vergebung“, wozu die Beziehung zu Jesus Christus befähigen kann und infolgedessen dem Schmerz, die Macht genommen wird.

 

Quelle: pro-medienmagazin.de