In einem Gespräch mit der Frankfurter Neuen Presse zeigt sich der seit über 20 Jahren erfolgreiche Rapper Moses Pelham tiefgründig und ist mit seinen Aussagen nah an der Liebes-Botschaft Jesu. Pelham selbst ist gläubiger Christ (wir berichteten).

Auf die Frage in Anspielung auf sein neues Album „Herz“, was für ihn Frieden und Liebe bedeuten, antwortet Pelham u. a.:

„Wir reservieren unsere Liebe manchmal für bestimmte Individuen und enthalten sie anderen vor. Ich verstehe das nicht. Liebe hat halt irgendwo ihre Grenzen. Solange das so ist, ist es natürlich schwierig, dass wir alle miteinander in Frieden und in Liebe leben.“

Weiter sagt er, dass er, auch wenn das für den ein oder anderen naiv klingen mag, glaube,

„dass wir alle von einer umfassenderen Liebe profitierten.“

Die Kunst schöpft aus seiner Sicht ihre Berechtigung nur daraus, „dass sie beim Leben hilft“. Deshalb sei er überzeugt, „dass die Kunst auch auf die Frage ‚Wie wollen wir denn miteinander leben?‘ Formulierungen finden kann“. Er hoffe, „dass Kunst ein gewisses Milieu herstellt, aus dem heraus der eine oder andere aufsteht“.

Ein Wert, der ihm besonders wichtig ist und der ihn inspiriert, ist Wahrheit. Dazu sagt er:

„Ich bin in der Kunst auch oft alles andere als entspannt. Und mir tut es unfassbar gut, wenn etwas, das ich für wahr halte, da festgehalten wird. Da ist so eine Magie drin: Dieser Dreiklang aus Musik, Vortrag und dem geschriebenen Wort hat einfach eine ganz andere Macht. Das ist geballter, da wirken Kräfte gemeinsam, die mehr als die Summe ihrer Einzelteile sind. Da ist Gott im Spiel.“

Auf die Frage, was ihm seine Eltern „wertetechnisch“ mitgegeben haben, sagt er, dass er glaube, dass es „eine gewisse Höflichkeit“ sei und betont, dass es für ihn „völlig absurd“ sei, „jemandem in einem Hausflur zu begegnen, ohne ‚Guten Tag‘ zu sagen“. Denn das erleichtere den Umgang miteinander sehr. Weiter verweist er bezüglich seines Werteempfindens auf seine christliche Erziehung und sagt:

„Ich bin christlich erzogen, das sind tatsächlich Werte, die in meinem Leben heute noch eine große Rolle spielen.“

Das komplette Interview gibt’s unter fnp.de