Türsteherlegende Michael Ruge über seinen Weg zum katholischen Glauben: „Mich hat das alles sehr angefasst“

In den Neunziger Jahren zog Michael Ruge in das pulsierende Berlin der Nachwendezeit. Dort wird er Türsteher in den angesagtesten Clubs in Berlin-Mitte und bekomm es unter anderem mit Bandenbossen zu tun. Erst als das exzessive Treiben in seinem engsten Bekanntenkreis Opfer fordert, zieht Michel Ruge die Reißleine. Er suchte unter anderem den Glauben. 2015 entstand der Wille katholisch zu werden.

Michel Ruge wurde 1969 geboren und wuchs auf St. Pauli auf. Seit seinem dreizehnten Lebensjahr widmet er sich intensiv dem Kampfsport. Nach Stationen als Türsteher und Personenschützer arbeitet er heute als Buchautor und Lehrer für Selbstverteidigung und Körpertraining. Sein neuestes Buch „Große Freiheit Mitte“ ist die Fortsetzung von Michel Ruges Bestseller „Bordsteinkönig„.

Über seinen Weg zum Glauben sprach Michael Ruge aktuell im Interview unter dem Titel „Vom Kiez zur Katholischen Kirche“ mit Heike Sicconi von domradio.de.

5 Jahre lang habe er auf Facebook mit einem katholischen Priester gechattet und sich mit ihm über Glauben und spirituelle Erfahrungen ausgetauscht, was ein „netter Austausch“ gewesen sei. Aber dann:

“ Irgendwann kam ich selber an den Punkt, wo ich dachte, ich brauche eine Struktur in meinem Glauben.“

Er ist dann in einen katholischen Gottesdienst gegangen, der ihn durch seine rituellen Abläufe ansprach. Dazu sagt er:

„Mich hat das alles sehr angefasst. Ich bin dann auch oft in die Kirche, wenn kein Gottesdienst war, habe eine Kerze angemacht und das hatte etwas sehr meditatives.“

Im Lauf der Zeit habe er „tolle Erfahrungen gemacht“, was dann der Grund gewesen sei, zum katholischen Glauben zu konvertieren. Sein Leben zuvor bezeichnet er zu seinem Leben heute als „gegensätzliches Leben“. Seinen Weg beschreibt er wie folgt:

„Ich bin ja auch jetzt noch kein perfekter Katholik. Ich bin vielleicht auf einem guten Wege. Das ist ja auch das Tolle. Ich erlebe immer wieder neue Sachen. Mein Leben ist Veränderung. Jetzt habe ich diesen Weg gefunden.“

Als ihn Heike Sicconi damit konfrontiert, dass er als Kampfsportler sehr vertraut mit fernöstlicher Philosophie sei, aber dennoch „eindeutig entschieden“ seinen Weg im Glauben gehe, betont Ruge:

„Das Problem heute ist, glaube ich, dass viele sich wie im Supermarkt an einzelnen Philosophien und Religionen bedienen.  Aber niemand beschäftigt sich richtig intensiv mit einer Religion.“

Bei schlechten Schlagzeilen über die Kirche würden sich viele Leute relativ unreflektiert bei anderen Religionen einordnen.

„Wenn sich dann irgendwer toll anhört, dann fühlen sie sich da gleich eingeordnet.“

Quelle: domradio.de

Poetry-Slammerin Jana Highholder startet Youtube-Channel: „Mir geht es um ein christuszentriertes Leben“

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Mit dem Youtube-Kanal „Jana“ , der seit Freitag online ist, will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) künftig junge Leute erreichen, die nach dem Sinn des Lebens fragen. Die 19-jährige Poetryslammerin Jana Highholder lässt ihr Publikum dabei an ihrem Alltag als Slammerin, Medizinstudentin und Christin teilnehmen.

Wöchentlich spricht Jana Highholder über die kleinen und großen Ereignisse im Leben junger Menschen, über Liebe und über ihren Glauben. Dazu sagt sie:

„Gerade weil es in einer so schnelllebigen Welt gar nicht so einfach ist, etwas Beständiges zu finden, will ich zeigen, wie mich der Glauben trägt und mir im Leben hilft. Und ich will ständig im Dialog mit denen sein, die mir zuschauen.“

In ihrem Vorstellungsvideo auf ihrem Channel sagt sie:

„Der Glaube ist nicht Teil, sondern das Fundament meines Lebens.“

Der Glaube finde bei ihr jeden Tag statt und am Sonntag in besonderer Weise:

„Glaube findet statt, wenn wir Gottesdienste feiern, wenn wir Lieder singen und gemeinsam beten.“

Jana Highholder, die als Ohrenschmuck ein kleines Kreuz trägt, studiert im vierten Semester Humanmedizin an der Universität in Münster. In ihrer Heimatstadt Koblenz besuchte sie eine Freie evangelische Gemeinde, in Münster geht sie in die Calvary Chapel. Seit 2014 ist sie als Poetryslammerin im Land unterwegs.

Bereits sehr früh erhält sie eine existenzielle Perspektive auf das Laben, als sie bereits im Alter von 6 Jahren an Krebs erkrankt. Offen spricht sie auf ihrem Channel darüber (siehe Video unten). Dabei sagt die heute 19-jährige:

„Ich bin nicht dankbar dafür, dass ich Krebs hatte, sondern dankbar, was daraus geworden ist und was es mit mir gemacht hat.“

Und weiter:

„Ich habe ganz früh auf das Leben eine Perspektive bekommen, wie ich sie allen Menschen wünsche. Ob ich jeden Morgen aufwachen würde, war nie sicher. So war jeder Tag ein echtes Geschenk.“

Michael Müller hält in seinem Kommentar über Jana-Highholder’s Youtube-Channel im christlichen Medienmagazin Pro fest:

‚Sympathisch ist, dass sie nicht behauptet, die Wahrheit gepachtet zu haben, sondern gerne nur ihre persönliche Sicht schildern will. Hier soll niemand altklug belehrt werden. Highholder wünscht sich, dass die Videos wie ein persönliches Gespräch auf die Menschen wirken, die den Kanal besuchen. Sie spricht den Zuschauer direkt an, erzählt Geschichten vor der Kamera, als ob sie sich mit einem Freund oder einer Freundin unterhält.‘

Weiter bewundert er, dass die 19-jährige mit ihrem Auftritt auf Youtube ‚eben nicht insgeheim Kosmetikprodukte oder Kleidung bewerben, sondern offen den Menschen Jesus Christus näher bringen will‘.

Ihr Ziel ist es, Menschen ihren eigenen Glauben so zu erklären, dass er jeden erreichen kann. Dazu betont sie:

„Jesus ist die Wahrheit, der Weg und das Leben. Ich genieße es, in einer Welt, in der alles kurzweilig und schnelllebig ist, jemanden zu haben, der beständig ist.“

In den Videos gibt sie den Menschen auch ganz praktische Gedanken für den Alltag mit auf dem Weg, warum der Glaube an Gott gerade in der heutigen Zeit eine gute Antwort auf die Sinnsuche vieler ist. Ihre Vision dabei:

„Mir geht es um ein christuszentriertes Leben.“

Sie wünsche sich, dass bei der Internet-Gemeinschaft der christliche Glaube ins Gespräch komme.

Quellen: epd.de, pro-medienmagazin.de und idea.de

 

Geigenbauer Martin Schleske: „Geigenbauen ist für mich wie beten“

Martin Schleske ist ein deutscher Geigenbauer von internationalem Ruf und ein geistlicher Schriftsteller. Im Vorfeld des Nachtschicht-Gottesdienstes in Stuttgart, zu dem Schleske als Gast geladen ist,  sprach der 52-jährige im Interview mit der Stuttgarter Zeitung, wo er als ‚eine Art Gott der Geigen und ein Mann Gottes‘ sowie als ‚begnadeter Erzähler über Gott und das Leben‘ bezeichnet wird, über seinen Glauben und die Verbindung zwischen Musik und Gott.

Dazu sagte er, dass Klang zu erschaffen die Urberufung in seinem Leben sei. Inzwischen wisse er, dass es den heilsamen Klang gebe. Und weiter:

„Daher ist der Klang eine Metapher für die Heiligkeit und die Gottesgegenwart. Die Quantenphysik zeigt es: Die Kräfte, die Materie ordnen, sind Schwingungen. Den Klang eines Instruments empfinde ich wie ein Echo auf den Schöpfungsakt. Musik ist ein in Klang gegossenes Gebet – eine Antwort auf die Schöpfung.“

Durch den Geigenbau habe er die wesentlichen Dinge des Lebens und des Glaubens gelernt und sagt dazu weiter:

„Wenn du in der Liebe bist, wird alles zu dir sprechen. Jede Art von Berufung. Und ich liebe den Geigenbau sehr.“

Den Geigenbau betont Schleske als „Schöpfungsakt“, wodurch eine „eine ganz große Gottesnähe“ entstehe. Das sei bei ihm wie bei Michelangelo, der die fertige Skulptur im Marmorblock erkannte und nur vom überflüssigen Stein befreite:

„Ja, beim Bauen höre ich den Klang.“

Weiter vergleicht er das Geigenbauen mit dem Beten und sagt:

„Geigenbauen heißt für mich mit den Händen beten. Dieses Haus war ursprünglich 500 Jahre ein Gebetshaus. Und dort, wo meine Werkbank steht, war der Altar. Dieses Haus gibt mir Kraft. An dieser Werkbank werde ich nie müde.“

Weiter erzählt er im Interview, was eine ‚Schleske‘ von einer ‚Stradivari‘ unterscheidet und wie er im tiefen Zweifel an Gott, in dem er seinen Glauben verloren hatte, durch eine „Inspiration des hörenden Herzens“ zurückfand.

Das komplette Interview gibt’s unter

stuttgarter-zeitung.de

 

Hier ein weiteres Interview von Martin Schlekse mit dem christlichen Medienmagazin Pro

Schriftstellerin Zadie Smith wurde atheistisch erzogen: „Eigentlich will ich nicht nichtexistieren“

In der neuen Ausgabe des Magazins Chrismon sprach die englische Schriftstellerin Zadie Smith, die in einem „radikal atheistischen Haushalt“ aufgewachsen ist, auch über ihre Vorstellung von Gott. Dabei nimmt sie die Haltung von Thomas aus dem gestrigen Sonntagsevangelium ein.

Im Gespräch mit Dirk von Nayhauß in der Interview-Serie „Fragen an das Leben“ antwortete die 42-jährige, die zu den einflussreichsten ­britischen Autoren zählt, auf die Frage nach ihrer Vorstellung von Gott, dass sie in einem „radikal atheistischen Haushalt“ groß wurde, diese Haltung aber in der Beschäftigung mit einem Buch von C. S. Lewis über das Beten immer wieder ins Schwanken gerät, auch wenn sie schlussendlich an ihrer in der Kindheit erlernten Haltung festhält.

Sie denke überdies, „dass sich in Religionen, als Philosophien gesehen, die verschiedenen Aspekte des Guten ausdrücken“. So zum Beispiel, wenn jemand danach strebe,  „das Leid der Menschen um sich herum zu ver­ringern“. Diese Art der Frömmigkeit beschäftige sie. Weiter führt sie aus:

„Ob ich manchmal das Gefühl habe, einen Gott zu spüren? Ja, aber ich habe viele Gefühle, denen ich nicht zutraue, dass sie objektive Fakten darstellen. Sehr oft empfinde ich Dankbarkeit. Ich blicke nach oben und sage: ‚Danke‘, aber für mich ist das auch ein Ausdruck meiner Desillu­sionierung. Allerdings gibt es ein wundervolles Buch über das Beten von C. S. Lewis, ‚Du fragst mich, wie ich bete – Briefe an Malcolm‘. Er predigt nicht. Vielmehr führt er eine sehr intelligente Diskussion, in seinen Texten ist so viel Menschlichkeit. Wann immer ich sein Buch lese, bin ich völlig überzeugt – aber dann lege ich das Buch beiseite und ändere meine Meinung wieder.“

Weiter äußert Zadie Smith im Verlauf des Gesprächs, dass sie vor dem Tod „furchtbare Angst“ habe. Sie sieht im Glauben Vorteile darin, dass man „vermutlich“ weniger Angst vor dem Tod habe. Sie selbst empfinde „nichts Friedvolles“, wenn ein Mensch verstorben ist, was sie mit Blick auf den Umgang mit dem Tod ihres Vaters äußert. Dabei betont sie aber auch:

„Eigentlich will ich nicht nichtexistieren.“

Das komplette Interview, in dem sie auch äußert, warum sie den biblischen Satz ‚Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein reicher Mann in den Himmel‘ zu „den wahrsten Dingen, die je geschrieben wurden“ einordnet, gibt’s unter

chrismon.evangelisch.de

 

Kurzinfo zu Zadie Smith: Bereits ihr erster ­Roman „Zähne zeigen“ aus dem Jahr 2000 war ein großer Erfolg und wurde in über 20 Sprachen übersetzt. Zuletzt ­erschien ihr fünfter Roman „Swing Time“.

Buchautorin Jacqueline Straub: „Ostern ist ein Freudenfest, ein Fest der Freundschaft mit Gott“

Jacqueline Straub ist jung, sieht gut aus und hat den Wunsch, katholische Priesterin zu werden. Dafür studierte sie Theologie und veröffentlichte bereits zwei Bücher zu ihrer Haltung zum Frauenpriestertum in der katholischen Kirche. Aktuell beantwortete sie wichtige Fragen zum Osterfest in der Schweizer Illustrierten. Sie erklärte dabei auf verständliche Weise das Osterfest und gab Antworten auf Fragen wie „Wieso feiern wir einen Tag, an dem ein Mensch gekreuzigt wurde?“ oder „Was hat ein Hase mit dem christlichen Osterfest zu tun?“.

Zum Tod Jesu beschreibt sie, dass durch diese Tat für Christen Tod und Leid nicht das letzte Wort haben:

„Die Kreuzigung war grausam. Es blieb jedoch nicht bei der Hoffnungslosigkeit, der Zerstörung eines Lebens. Gott ist so mächtig, dass er den Tod überwinden kann.“

Auf die Frage, wie sie Kindern das Osterfest erklärt, antwortet Jacqueline Straub:

„Ostern ist ein Freudenfest, ein Fest der Freundschaft mit Gott. Er weiß, wie es ist, wenn wir leiden oder wenn nicht alles rundläuft. Er geht mit uns Menschen durch unseren Schmerz, aber auch unsere Freuden hindurch, ist nah bei uns wie ein lieber bester Freund.“

Weitere Antworten von Jacqueline Straub zu Fragen rund um das Osterfest gibt’s unter schweizer-illustrierte.ch

 

Mit Preachers hat Jacqueline Straub ein Projekt gestartet, mit dem sie gemeinsam mit dem reformierten Pfarrer Andri den christlichen Glauben frisch vermittelt und durch zeitgemäße Predigten, spirituelle Texte, Artikel und Kommentare die Kirche auf moderne Art zu den Menschen bringt.

Mehr dazu unter preachers.news

 

Vor zwei Jahren berichtete Jacqueline Straub im SWR von ihrem Lebenstraum, katholische Priesterin zu werden und ihrer Motivation, die Kirche zu den Menschen zu bringen:

Mehr zu Jacqueline Straub gibt’s auch unter instagram.com/jacqueline_straub und unter facebook.com/jacqueline_straub

Schriftsteller Martin Mosebach: „Zeitgemäß ist das Christentum auch vor 2.000 Jahren nicht gewesen“

Für sein neues Buch „Die 21. Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer“ hat der katholische Schriftsteller Martin Mosebach, den die Wochenzeitung Die Zeit aktuell als „Schreiber des Herrn“ betitelte, die Familien der 21 Männer besucht, die 2015 von IS-Terroristen aufgrund ihres christlichen Glaubens an einem Strand von Libyen ermordet worden waren. In Interviews mit idea und der Zeit sprach Martin Mosebach über den höheren Sinn des Leidens im Christentum, authentisch gelebtes Christentum und warum für einen Christen die Bibel über der Verfassung steht.

Die Art, wie dieses Martyrium durch ein beispielloses Video bekannt wurde, habe ihn dazu bewogen habe, ein Buch über die koptischen Märtyrer zu schreiben, betont Mosebach im Interview mit der Zeit und:

„Was IS-Propaganda sein sollte, wurde zu einem Dokument der Standhaftigkeit der Ermordeten und ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus.“

Um mehr über diese Männer zu erfahren, ist er nach Ägypten in deren Herkunftsdörfern gefahren. Er zeigte sich tief beeindruckt vom starken Bekenntnis der koptischen Christen. Dazu sagte er u. a.:

„Die Vorstellung eines derart unbedingten Bekenntnisses ist uns ein bisschen peinlich, weil wir in einer Welt leben, in der Diskussion, Dialog, Toleranz, Kompromissfähigkeit bis hin zur Indifferenz große soziale Werte sind. Wer bis zum Tod bei einer Sache bleibt, ist kein Vorbild, sondern der wirkt starrsinnig, unbeweglich, fast bedauernswert vernagelt. Aber wir müssen uns klarmachen, dass die große Zahl der Martyrer der Grund für die frühe und schnelle Ausbreitung des christlichen Glaubens war.“

Das komplette Interview mit Martin Mosebach über den höheren Sinn des Leidens im Christentum und warum die koptischen Martyrer auch in der katholischen Kirche verehrt werden sollten, gibt’s unter zeit.de

 

Im Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zu seinem neuen Buch sagte Martin Mosebach, dass in Europa die Kosten der Nachfolge Jesu im Vergleich zu anderen Ländern derzeit geringer, seien.

Ein christlicher Standpunkt könne aber auch hierzulande die soziale Achtung kosten, da sich die Gesellschaft gerade zu einer Zivilreligion entwickle.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir habe unlängst gesagt, dass kein heiliges Buch über dem Grundgesetz stehe. Dazu Mosebach:

„Für Christen ist das inakzeptabel. Selbstverständlich steht die Bibel über der Verfassung.“

Das Grundgesetz sei ein „schönes, sinnvolles und praktikables Papier, gegen das ich nichts einzuwenden habe. Aber es ist für mich kein letzter Wert – das ist auch dezidiert nicht sein Anspruch, sonst befände sich keine Anrufung Gottes in seiner Präambel.“

Weiter zeigte er sich tief beeindruckt, vom Bekenntnis zum christlichen Glauben der Kopten in Ägypten.

Der Glaube an die Auferstehung ist für Mosebach zentral:

„Ohne Auferstehung gibt es keinen Christus-Glauben.“

Christen machten heute allerdings einen großen Fehler:

„Wir glauben, dass wir uns die christliche Botschaft nach unseren Bedürfnissen und Zweifeln zurechtschneiden dürfen.“

Er empfinde das als unredlich:

„Man muss ja kein Christ sein – aber man sollte auf jeden Fall der Versuchung widerstehen, sich ein Christentum zurechtzumachen, das als zeitgemäß empfunden wird. Zeitgemäß ist es nämlich auch vor 2.000 Jahren nicht gewesen.“

Ihm selbst falle das Glauben mal mehr und mal weniger leicht. Aber er sei nicht dazu bereit, sich etwas vorzumachen und es in „ermäßigter Form“ zu akzeptieren. Dazu sagt er weiter:

„Für die Frage, wieweit zeitgenössische Theologie dem Evangelium standhalten kann, sind die Märtyrer ein wunderbarer Maßstab: Man muss sich bei jeder Dekonstruktion des biblischen Textes, bei jeder Entmythologisierung, Symbolisierung und Allegorisierung nur immer fragen: Wäre ein Mensch bereit, dafür zu sterben?“

Quelle: idea.de

Autor Bastian Sick: „Getauft zu sein bedeutet mir etwas, das ist mir wichtig. Und Mitglied der Kirche zu sein“

In seiner Buchreihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ deckt Bastian Sick seit 13 Jahren grammatische Eigenheiten und stilistische Fallen der deutschen Sprache auf. Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro sprach er nun auch über seinen Glauben, warum er wieder in die Kirche eingetreten ist und Gender-Wahn in Kirchenliedern.

Die Bibel hat für seinen Glauben seit Kindertagen ein große Bedeutung. Er lese „häufig sogar“ in ihr. Als Kind habe er die Geschichten des Alten Testaments „sehr geliebt“, insbesondere Jona und der Wal oder Jakob und seine Söhne und die Flucht von Mose aus Ägypten.

„Später habe ich aber gesehen, dass die eigentliche Kraft der Bibel im Neuen Testament liegt, in den Worten Jesu.“

Auf die Frage, warum er in seiner Biografie ein Bild von seiner Taufe aufführt und er dieses Ereignis explizit erwähne, antwortet Bastian Sick:

„Getauft zu sein bedeutet mir etwas, das ist mir wichtig. Und Mitglied der Kirche zu sein – inzwischen wieder, ich war es auch mal eine Zeitlang nicht.“

In seiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit sei ihm die Kirche zu konservativ vorgekommen, weshalb er ausgetreten sei:

„Dort fand ich nicht mehr die Antworten auf die Fragen meines Lebens.“

Er habe seine Sexualität und das Lotterleben eines Studenten entdeckt, wo nicht viel Platz für die Kirche blieb. Und weiter sagt er:

„Als ich älter geworden bin, habe ich festgestellt, dass die Kirche aus Menschen besteht. Viele Menschen, die ich mag, gehen in die Kirche und sprechen darüber. Das hat mich dazu gebracht, mich wieder mehr damit zu beschäftigen.

Als er das Patenamt einer seiner Nichten antreten sollte, habe er sich sehr darüber gefreut. Das sei dann für ihn der Anlass gewesen, wieder in die evangelische Kirche einzutreten.

Schon als Kind sang Bastian Sick im Kirchenchor. Auch heute berühren ihn Kirchenlieder wie „Großer Gott wir loben dich“ oder „O du fröhliche“ ganz besonders. Bezugnehmend auf diese beiden Lieder sagt er u. a.:

„Wenn unsere Chorleiterin, die auch unsere Organistin war, in der letzten Strophe alle Register der Orgel zog und es dann wirklich vibrierte und alle aufstanden, hatte ich Tränen in den Augen. Nicht nur bei diesem Lied, sondern auch bei „O du fröhliche“. Das war unwahrscheinlich schön.“

Was ihn stört, ist die Veränderung von Kirchenlieder sowohl musikalisch als auch textlich. Dass manche Textzeilen umformuliert wurden, indem weibliche Formen aufgenommen wurden, zum Teil zulasten des Reimes oder der Grammatik, findet Bastian Sick „bedenklich“. Gerade wenn man „aus politischen Gründen Sprache manipuliert und auch Kunst dadurch verändert.“ Er sei „hundertprozentig für die Gleichstellung von Frauen“ und plädiert für den gleichen Verdienst bei gleichwertiger Tätigkeit und Position.

„Aber dieses zwanghafte ‚Wir müssen überall die weiblichen Formen einführen’… Wir dürfen nicht mehr von Studenten reden, weil damit die Studentinnen angeblich unterschlagen werden. Das stimmt nicht. Das grammatische Geschlecht ist nicht gleichbedeutend mit dem natürlichen, biologischen Geschlecht. Nehmen Sie das Wort „die Person“. Das ist weiblich. Sind Männer keine Personen? Das ist vollkommener Quatsch. Da ist die Sprache zum Instrument der Politik gemacht worden. Immer, wenn das passiert, werde ich äußerst skeptisch.“

Damit die Kirche auch heute wieder mehr Gehör findet, rät Bastian Sick dazu, sich auf die Traditionen zu besinnen und „nicht jeden modischen Quatsch“ mitzumachen. Natürlich müsse sich die Kirche auch anpassen und verschiedene Strömungen des Zeitgeistes „unter ihr Dach bringen“. Dennoch betont der 52-jährige:

„Aber man sollte das Eigentliche nicht aus den Augen verlieren. Die Kirche sollte sich immer auf das besinnen, wozu sie mal ins Leben gerufen wurde: Menschen zusammenzuführen, um das Wort Gottes zu verkünden, zu predigen, zu singen, und die Kraft des Glaubens zu beschwören als etwas Heilendes, etwas Wohltuendes, damit man getröstet und gestärkt wieder aus der Kirche nach Hause geht.“

Das komplette Interview gibt’s unter pro-medienmagazin.de

Pater Anselm Grün: Ehelosigkeit von Priestern gehört nicht zum Wesen der Kirche

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Er ist der bekannteste Mönch Deutschlands. Millionen Leser vertrauen auf die Lebensweisheit des Benediktinermönchs Anselm Grün. Im Gespräch mit Christine Kloth von der Saarbrücker Zeitung erklärt Grün u. a., warum das Zölibat viele Priester überfordert, warum aus seiner Sicht keine theologischen Gründe gegen die Priesterweihe der Frau sprechen und warum er den Begriff Ehe nicht für homosexuelle Beziehungen verwenden würde.

Die heute leeren Kirchenbänke führt Anselm Grün zum einen darauf zurück, dass die Kirche „früher und zum teil auch heute noch“ zu sehr moralisiert habe und den Menschen ein schlechtes Gewissen vermittelt habe, wohingegen sich viele heute wehren. Zum anderen habe die Kirche

„zu wenig die frohe Botschaft verkündet, also gezeigt, wie der Glaube helfen kann, mit den Ängsten und Problemen des Lebens fertig zu werden“.

Ein weiteren Grund sieht er aber auch darin, „dass sich Menschen heute schwer tun mit Regelmäßigkeit, mit dem sich in die Kirche einbinden lassen“. Wichtig sei es auf die Sehnsüchte der Menschen zu hören und diese anzusprechen.

Auf die Frage, wie er das Thema „Priesterweihe der Frau“ sieht, antwortet Grün u. a.:

„Es gibt keine theologischen Gründe gegen die Priesterweihe der Frau, das ist mehr ein geschichtliches Thema, das nicht von heute auf morgen gelöst werden kann.“

Dies sei ein Schritt, der nicht in den nächsten 10 Jahren passieren werde und den man wachsen lassen müsse. Wenn der Papst dies von heute auf morgen einführen würde, wären Konflikte innerhalb der Kirche die Konsequenz. Deshalb müsse man hier „behutsam umgehen“, damit es keine Machtfrage werde, sondern breite Akzeptanz erfahren kann. Ein erster Schritt wäre die Diakoninnen-Weihe der Frau. Weiter betont Grün:

„Und ich denke, die Kirche muss aufpassen, dass sie nicht den Reichtum der Frauen verliert.“

Seine Meinung zum Zölibat:

„Die Ehelosigkeit ist ein hohes Gut – und für viele Priester auch eine Unterstützung, um gute Priester zu sein. Aber das Priestertum muss nicht an das Zölibat gebunden sein. Es ist schade, dass Priester ihr Amt aufgeben müssen, weil sie in eine Frau verliebt sind und sie heiraten wollen. In einer Gemeinschaft von Mönchen, in der ich lebe, ist es klar, dass man da ehelos lebt, aber für den Weltpriester wären beide Möglichkeiten sinnvoll. Und dann wäre es für die Kirche sicher auch ein Gewinn.“

Es gehe bei dieser Frage auch nicht um Zeitgemäßheit, denn:

„Das Zölibat gab es nicht von Anfang an, es gehört für mich nicht zum Wesen der Kirche.“

Es sei „eine gute Weise“ und könne „eine Herausforderung für Spiritualität sein“, so Grün weiter. Er gibt aber auch zu bedenken, dass sich die sozialen Bedingungen heute gewandelt haben. Früher habe der Pfarrer „in einer Art Gemeinschaft mit anderen in einem Haus gewohnt“. Dagegen würden heute viele Pfarrer ganz alleine wohnen, womit überfordert seien. Weiter sei das Zölibat in Afrika „einfach nicht angemessen, weil es zu wenig gelebt wird“.

Nach seiner Meinung zur „Ehe für alle“ gefragt, antwortet Grün:

„Ich bin dafür, dass Homosexuelle in einer gleichberechtigten Partnerschaft und Freundschaft leben, aber den Begriff Ehe würde ich dafür nicht benutzen.“

Nach dem Warum gefragt, sagt er:

„Weil Ehe von der Tradition her für die Verbindung von Mann und Frau steht und für die Familie. Man kann nicht alles gleichsetzen.“

Auf das Thema „christliche Werte“ angesprochen, auf die zur Zeit in Politik und Medien immer öfter verwiesen wird, betont Anselm Grün:

„Die klassischen Werte der Philosophie sind Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß und Klugheit. Die christlichen Werte sind Glaube, Hoffnung, Liebe. Glaube an den guten Kern im Menschen und Hoffnung, das ist für mich ganz wichtig.“

Und weiter:

„Politik muss Hoffnung vermitteln. Hoffnung auf Versöhnung, Hoffnung auf Gerechtigkeit, auf eine gute Zukunft. Hoffnung heißt nicht Zweckoptimismus, sondern Hoffnung für die Menschen.“

Das komplette Interview gibt’s unter saarbruecker-zeitung.de

Ehemals atheistischer Künstler Michael Triegel malt erneut ein kirchliches Motiv: „Meine Ratio stand meinem Glauben lange im Weg“

Nach einem Porträt von Papst Benedikt XVI. und einem Barmherzigen Jesus malt Michael Triegel erneut ein kirchliches Motiv. Diesmal ist es für den Hochaltar einer fränkischen Kirche bestimmt. Triegels Bild zeigt Maria und Josef mit dem Christuskind im Stall. Mehr dazu unter katholisch.de

Die Beschäftigung mit der Religion bewirkte etwas in Michael Triegel, der sich im Jahr 2012 noch als Atheist bezeichnete. Dazu sagte er u. a.:

„Wenn man sich über 30 Jahre mit dem Wahren, Guten, Schönen und eben auch mit Religion beschäftigt, kann das nicht ohne Folgen bleiben.“

Und weiter:

„Ich ahnte, dass es gut sein muss, nicht alles selbst in der Hand zu haben, nicht alles selber zu bestimmen. Ich wollte, dass etwas über mir ist. Daher fing ich einst an, biblische Motive zu zeichnen.“

Seit 2004 malt Michael Triegel sowohl für die katholische und evangelische Kirche. 2010 porträtierte er Papst Benedikt XVI. Die Lektüre von dessen Bücher bezeichnete der heute 49-jährige als „Knackpunkt“, den Weg des Glaubens weiter zu gehen.

„Meine Ratio stand meinem Glauben lange im Weg. (…) Benedikts Schriften waren wichtig, seine Theorie, dass sich Glaube und Vernunft nicht widersprechen müssen. Für mich war das der Knackpunkt. Ich brauchte Priester, die mir sagen: Die Zweifel, die du hast, die kennen doch wir Katholiken auch.“

In der Osternacht 2014 ließ sich Michael Triegel katholisch taufen. Wenige Jahre vorher hat er sich noch als Atheisten bezeichnet. Noch im September 2012 titelte die SZ über Michael Triegel: ‚Gott, wie lässig! Ein Atheist aus Leipzig ist einer der wichtigsten Kirchenmaler im Land.‘ Triegel sagte in dieser Zeit über sich selbst: „Ich bin nach wie vor das ungetaufte Heidenkind. Ich male meine Zweifel und meine Sehnsüchte. Die Auftraggeber, die mich für diese Altarbilder haben wollten, wollten diese Zweifel und Sehnsüchte gemalt haben. (…) Ich habe eine ungeheure Sehnsucht, ich hätte gern einen Glauben.“

Über seine Entscheidung sich Ostern 2014 taufen zu lassen, sagte er damals:

„Ich habe jahrelang mit mir gerungen – auf der Suche nach dem Glauben. Jetzt fand ich ihn. Ich wartete auch auf ein spektakuläres Erweckungserlebnis. Doch es ist einigermaßen banal (gekommen).“

Der Jesuitenpater der kath. Studentengemeinde in Leipzig habe ihn gefragt, ob er an Exerzitien teilnehmen wolle. Dem stimmte er spontan zu.

„Der Plan sah vor, 30 Tage lang intensiv ausgewählte Texte der Bibel zu studieren und zu meditieren. Das hat mich gepackt. Auch wenn das jetzt pathetisch klingt: Ich habe gemerkt, wie mir der Glaube vom Kopf ins Herz gerutscht ist. Das war auch ein Erweckungserlebnis, nur eben nicht so, wie ich es mir erwartet hatte. Ich habe dann beschlossen, dass ich so weit bin, dass ich getauft werden möchte.“

Quellen: bild.de, zeit.de, welt.de, katholisch.de und christundwelt.de

Bestseller-Autor Manfred Lütz: „Internationalität, Mitleid und Toleranz sind christliche Erfindungen“

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Der Arzt und Theologe Manfred Lütz hat ein Buch mit dem Titel „Der Skandal der Skandale – Die geheime Geschichte des Christentums“ zur Geschichte des Christentums und der Kirche vorgelegt, das den Stand der Wissenschaft widergibt und damit überrascht, weil so manche vermeintliche Gewissheiten (Vorurteile) bei genauerer Betrachtung der historischen Fakten überraschenden Neubewertungen weichen müssen – auch beim Autor selbst. Im Interview mit der Westdeutschen Zeitung sprach er über die neuen Erkenntnisse.

Manfred Lütz ist überzeugt:

„Das Christentum ist die unbekannteste Religion der westlichen Welt.“

Der Psychiater, Theologe und Bestsellerautor begründet den Satz damit, dass die kursierenden Informationen über das Christentum „grotesk falsch“ seien und die Religion dadurch nachhaltig erschüttert und unglaubwürdig gemacht hätten.

„Es ist eigentlich peinlich, dass zwar viele Menschen in Deutschland vom christlichen Menschenbild und vom christlichen Abendland reden, aber kaum einer weiß, was das wirklich ist“,

so Lütz gegenüber der Westdeutschen Zeitung. Die Christen selbst würden sich für ihre eigene Geschichte schämen, ohne sie zu kennen. Dies sei der Grund, warum er nun „mein wichtigstes Buch“ geschrieben habe, indem nun „alle so genannten Skandale der Christentumsgeschichte auf dem heutigen Stand der Wissenschaft vorkommen“. Führende deutsche Historiker hätten nach der Lektüre die Richtigkeit bestätigt. Überrascht war Lütz selbst über den Umstand, dass die Hexenverfolgung von der weltlichen Justiz durchgeführt worden sind und von Kirchenleuten beendet wurden und die Opfer der Inquisition weit geringer waren als er angenommen hatte. Er ging von Millionen Opfer der Inquisition aus, tatsächlich fielen der spanischen Inquisition in 160 Jahren  826 Menschen zum Opfer.

Auf die Frage, welche anderen Wissenslücken bei ihm mit der wissenschaftlichen Beschäftigung der Geschichte des Christentums geschlossen wurden, antwortet Lütz:

„Dass Toleranz eine christliche Erfindung ist, wusste ich auch nicht.“

Im Lateinischen habe das Lasten tragen bedeutet, wohingegen die Christen den Fokus darauf setzten, Menschen anderer Meinung zu ertragen.

„Auch Mitleid ist eine christliche Erfindung“,

so Lütz weiter, denn erst durch das Christentum hätte der Wert des Mitleids Einzug erhalten, während die Heiden damals kein Mitleid gehabt hätten und z.B. einen Behinderten als von den Göttern bestraft angesehen haben. Darüberhinaus sei die Internationalität dem Christentum zuzuschreiben. Dazu sagt der 63-jährige:

„Und besonders aktuell: Die Internationalität ist eine christliche Erfindung. Für die Christen waren alle Menschen und alle Völker vor Gott gleich. Das hat das Reich Karls des Großen so stark gemacht, weil sich die germanischen Völker nach der Christianisierung nicht mehr gegenseitig den Schädel eingeschlagen haben.“

Explizit betont Lütz:

„Es geht nicht darum, die Kirche oder die Christen zu verteidigen, sondern nüchtern festzustellen, was war.“

Manfred Lütz ist der Meinung, dass „eigentlich jeder Christ“ dieses Buch lesen sollte sowie auch Atheisten, „damit sie verstehen, woher sie kommen, was die Grundlagen unserer Gesellschaft sind“. Das Bild des Christentums sei in vielen Köpfen immer noch geprägt von Märchen, die gegen die Christen erfunden wurden. Es gehe ihm um Aufklärung und Allgemeinbildung über die Fundamente unserer Gesellschaft.

Er hofft, dass sein Buch zu lebendigen Debatten führt, denn:

„So gut wie alle Parteien sprechen über ‚christliche Werte‘, jeder beansprucht dabei das Christentum einfach für sich. Aber was das Christentum wirklich ist, das kann man daran sehen, wie es war, wie es wirklich war.“

Das komplette Interview gibt’s unter wz.de

 

Einen weiteren Artikel dazu von Manfred Lütz mit dem Titel „Die Religion, die niemand kennt“ gibt’s unter welt.de

 

Manfred Lütz studierte Medizin, Philosophie und katholische Theologie in Bonn und Rom. 1979 erlangte er seine Approbation als Arzt, 1982 sein Diplom als Theologe. Lütz ist Facharzt für Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie. Seit 1997 ist er Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln-Porz, eines Fachkrankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie.

Krimi-Autor und Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos: „Der Tod übt eine Faszination aus“

Der Umgang mit toten Menschen ist sein Beruf. Auch in seinen Krimis und Thrillern ist der Tod allgegenwärtig. Im Gespräch mit dem Magazin stadtgottes der Steyler Missionare sprach Prof. Michael Tsokos, der das Institut für Rechtsmedizin an der Berliner Charitét leitet, über den Tod und den Umgang damit. Seine Thriller und Sachbücher über spektakuläre Fälle aus seinem Arbeitsalltag sind allesamt Bestseller.

Auf die Frage, warum viele Menschen seine Krimis und Thriller mögen, antwortet Michael Tsokos:

„Obwohl wir den Tod aus unserem eigenen Leben gerne ausklammern, übt er eine besondere Faszination auf uns aus. Wir schauen gerne voyeuristisch bei anderen über den Tellerrand.“

Er selbst fürchtet sich vor „einem gewaltsamen Tod oder einem Siechtum, wie ein langes, schweres Krebsleiden“. An einen allmächtigen Gott glaubt er mit Blick auf sein Gottesbild aus Kindertagen nicht:

„Als Kind habe ich gelernt, dass alles von Gott gelenkt wird. Alles ist sein Wille, alles hat einen göttlichen Sinn. Mit jedem zu Tode gequälten Kind auf meinem Tisch machte Gottes Wille weniger Sinn für mich.“

Auf die anschließende Frage, woran er glaubt, antwortet Tsokos:

„Ich glaube, dass jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist, man sich für Schwächere einsetzen sollte.“

Die Weitergabe der christlichen Werte sei für ihn von Bedeutung, aber er glaube nicht an die Allmacht Gottes, so der 5-fache Familienvater.

Den Tod eines nahestehenden Menschen ist für ihn „ein riesiger Verlust, der mich sehr trifft, da ich das Gefühl habe, wir hatten noch nicht die Zeit zusammen, die wir gebraucht hätten“.

Das komplette Interview gibt’s unter stadtgottes.de

Jüdischer Gelehrter Dr. Mosche Ratt: „Der religiöse Glaube ist vernünftiger als der atheistisch-materialistische“

Gottes Existenz ist logisch, meint der israelische Rabbi Mosche Ratt, der gerade ein Buch mit dem Titel „Einfach leben“ veröffentlicht hat. Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro erklärt er, warum er den Glauben für rational hält und logischer als den Atheismus.

Auf die Frage, warum seiner Meinung nach der Glaube an Gott einfach sei, antwortet der jüdische Gelehrte:

„Einfach glauben, weil der Glaube ein untrennbarer Bestandteil der menschlichen Existenz ist. Jeder glaubt an etwas.“

Deshalb sei die Frage nur, an was man glauben solle und welche Glaubensrichtungen einem sinnvoller erscheine als andere. Mit seinem Buch will er aufzeigen,

„dass der religiöse Glaube vernünftiger, logischer und erfolgreicher ist als der atheistisch-materialistische.“

Da sich Atheisten oft rühmen, besonders rational zu sein, stelle sich die Frage, ob Glaube und Rationalität zusammenpassen, so der Interviewer. Das ist für Mosche Ratt gar keine Frage. Denn dies wäre „auf jeden fall“ so. Rationalität bedeute, „alle Faktoren in Betracht zu ziehen“. Wenn man dies tue, stelle sich heraus, dass der Glaube ein „wesentlicher Bestandteil des menschlichen Bewusstseins“ sei und man ihn schon allein deshalb nicht ignorieren könne. Weiter führt er aus:

„Die Atheisten hingegen sind nicht zwangsläufig rational, sie schließen sich lediglich einem engen Weltbild an, das nur den empirischen Raum enthält, und leugnen alles, was nicht in den Lichtkreis der Wissenschaft fällt.“

Darin liege seiner Ansicht nach nichts besonders Rationales. Im Gegenteil würde die Logik darauf hindeuten, dass die Wirklichkeit viel umfassender ist als „das, was uns im Augenblick bekannt ist“.

Nach seinem persönlichen Glauben gefragt, antwortet Mosche Ratt:

„Als Jude glaube ich an den Ewigen, den Gott Israels, und an die Grundsätze des jüdischen Glaubens: Tora, die vom Himmel kommt, Lohn und Strafe für die Taten der Menschen, die kommende Welt und ähnliches.“

Weiter sagt er:

„Ebenso glaube ich, dass die Wirklichkeit, die wir mit den Sinnen erfassen, nur ein kleiner Teil von dem ist, was wirklich existiert, und dass es noch viele andere Welten, Dimensionen und Existenzebenen gibt.“

Auch wenn manche Atheisten religiöse Menschen oft von oben herab behandeln würden, indem sie mit Totschlagargumenten behaupten, dass diese an einen „Fantasiefreund“ glauben würden oder Gott „mit dem Fliegenden Spaghettimonster“ und ähnlichem vergleichen würden, sehe er im Atheismus vor allem eines:

„Ich denke in der Tat, dass Atheismus eine Art Verschließen gegenüber der Wirklichkeit ist, und eine Unfähigkeit, das Göttliche zu empfinden.“

Thomas Nagel, ein bekannter atheistischer Philosoph, sehe das ähnlich, wenn er sagt, dass ihm der „sensus divinatis“ fehle, der es Gläubigen ermöglicht, die Wirklichkeit Gottes zu empfinden, die in der Welt zum Vorschein kommt. Dazu ergänzt Mosche Ratt:

„Atheisten mögen es zwar nicht, wenn man ihnen solche Dinge sagt, aber es ist die Wahrheit.“

Mit der Aussage des britischen Mathematikers John Lennox konfrontiert,  der vor einigen Jahren sagte, dass der Biologe und streitende Atheist Richard Dawkins seiner Ansicht nach die Atheisten in ihrem Glauben stärken wolle, äußert Mosche Ratt:

„Ich denke, dass das stimmt. Atheismus ist definitiv eine Art Glaube, an dem festzuhalten nicht leicht ist. Deshalb investieren Leute wie Dawkins und seine Kollegen viele Anstrengungen, um Menschen zu überzeugen, an diesem Glauben festzuhalten.“

Auf die Frage, was das seiner Ansicht nach am meisten einleuchtende Argument ist, dass es einen Gott gibt, antwortet der jüdische Theologe:

„Ich denke, dass eine einfache Betrachtung der Wirklichkeit davon zeugt, dass dahinter ein verstandesmäßiger Wille steckt. Die Erscheinung des Universums, des Lebens, des Menschen, des Bewusstseins, die Entwicklung der Menschheit selbst – all das sind Stufen in einem Prozess, in dem die Wirklichkeit immer komplizierter, vollkommener und wunderbarer wird. Das ist genau das, was zu einer theistischen Weltauffassung passt und nicht mit dem materialistischen Bild zusammenpasst, nach dem alles durch Zufall entstanden ist.“

Quelle: pro-medienmagazin.de

Mehr zum Thema „Ist der Glaube an Gott (ir)rational?“ gibt’s auch hier auf PromisGlauben.de

Manfred Lütz zum Thema Sterbehilfe: „Man muss unterscheiden zwischen ‚töten‘ oder ‚Menschen sterben lassen'“

Der Verein „Sterbehilfe Deutschland“ will über die Schweiz aktive Sterbehilfe anbieten. Warum das gefährlich ist und sogar einen Druck zum Sterben auslösen kann, erklärt der Bestseller-Autor und Psychiater Dr. Manfred Lütz im Interview mit domradio.de aus christlicher Perspektive.

Bezüglich der Definition „aktive Sterbehilfe“ gibt Lütz zu bedenken, dass dieser Begriff „so harmlos“ klinge. Aus christlicher Perspektive bzw. aus dem Blickwinkel, dass es Gott gibt, betont er weiter:

„Man muss unterscheiden zwischen ‚töten‘ – da werden Menschen getötet – oder ‚Menschen sterben lassen‘. Wenn jemand nämlich sterbenskrank ist, dann ist es durchaus christlich und im Übrigen auch Papst Franziskus hat das noch mal betont. Aber töten, das ist uns verboten.“

Zur Unterscheidung der Begrifflichkeiten ’selbstbestimmtes Sterben‘ und ‚aktive Sterbehilfe‘ betont Lütz, dass esein „Schlacht um Worte und deren Bedeutung“ gebe. Nach seiner Auffassung sei aktive Sterbehilfe keine Hilfe, sondern schlichtweg Tötung, die mit Worten wie ‚Selbstbestimmung‘ oder ’selbstbestimmten Sterben‘ beschönigt wird.

‚Selbstbestimmung‘ und ’selbstbestimmten Sterben‘ sehe er in Deutschland aber vor allem im Hospiz, wo der Sterbenskranke tatsächlich selber bestimme, wann und wie er stirbt. Wenn etwa ein Patient im Hospiz sage, dass er gern noch drei Monate leben möchte, weil sein Enkel aus Australien kommt – dann werde der Arzt im Hospiz ihm helfen, und auch noch die Lungenentzündung behandeln, sodass er so lange durchhält. Aber wenn ein Patient sage: „Herr Doktor, ich habe mit meinem Leben abgeschlossen, ich habe Krebs, ich möchte jetzt sterben – bitte lassen Sie mich“, dann werde der Arzt das tun, was der Patient sagt und die Lungenentzündung nicht mehr behandeln. Dabei kommt Lütz zu dem Schluss:

„Sterbenlassen ist keine Tötung. Das ist etwas sehr humanes und christliches und hat nichts damit zu tun, dass man mit allen Mitteln gegen den Tod kämpft. Das wäre etwas sehr unchristliches und manipulatives, so wie auch die Selbsttötung manipulativ ist.“

Weiter betont der Autor von Büchern wie „Lebenslust“ oder „Bluff! Die Fälschung der Welt“, dass eine rechtliche Regelung wie in den Niederlanden, aufgrund derer man Menschen töten könne, dazu führe, dass selbstbestimmtes Sterben in Deutschland für Schwerkranke, Demenzkranke und Behinderte nicht mehr möglich sei.

„Die stehen dann nämlich alle unter Druck, ihren Angehörigen und Mitmenschen nicht mehr zur Last zu fallen: Sie könnten sich ja töten lassen, es gibt dann ja eine rechtliche Regelung. Und wenn sie es nicht tun, dann stehen sie unter Druck. Deswegen ist es wichtig, dass wir keine gesetzliche Erlaubnis haben, dass Menschen sich töten lassen.“

Die sei eine große Gefahr für die gesamte Gesellschaft, wenn es eines Tages tatsächlich den ärztlich assistierten Suizid geben würde. Dies hätte dann Auswirkung „auf alle Millionen Arzt-Patienten-Beziehungen in Deutschland“. Er selbst müsse in seinem Beruf als Psychiater immer in den Augen des Patienten sehen, ob „dieser depressive Patient“ ihn bald fragen werde, ob er ihn töte? Auf der anderen reflektiere dann der Patient, ob auch der Arzt ihn töten würde, wenn er ihn frage. Das ändere die Atmosphäre zwischen Arzt und Patient.

Die momentane Regelung verschaffe dem depressiven, suizidalen Patienten, der zu ihm komme, die Gewissheit, dass er ihm zum Leben helfen werde. Nach erfolgreicher Therapie werde dieser sagen: ‚Was habe ich da für einen Quatsch gesagt? Gott sei Dank lebe ich noch.‘

Zum Thema Verdrängung von ‚Sterben und Tod‘ in der Gesellschaft ist Lütz der Meinung, dass dieses Thema nicht so sehr verdrängt werde. Man solle auch „aufpassen, dass man nicht von morgens bis abends an den Tod denkt“ und so das Leben aus den Augen verliert. Das Sterben an sich sei aber etwas sehr wichtiges. Dazu sagt er weiter:

„Wir Christen haben einen Sterbenden bei uns im Wohnzimmer hängen, am Kreuz: den Gottessohn Jesus Christus. Uns muss das sowieso bewusst sein.“

Die Gesellschaft rede heute viel mehr über das Thema ‚Tod und Sterben‘ als noch vor 40 Jahren. Es sei wichtig, dass man die Themen „immer mal wieder“ ins Bewusstsein hebt.

Quelle: domradio.de

Autor David Kadel im Sky-Interview über die Dimension des Glaubens beim Coaching von Bundesligatrainern

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Filmemacher und Buchautor David Kadel war gestern vor dem Spiel Bayer Leverkusen gegen FSV Mainz 05 zu Gast bei SKY, um sein neues Buch „WAS MACHT DICH STARK“ vorzustellen – mit Jürgen Klopp, Heiko Herrlich, Sandro Schwarz, David Alaba, Thilo Kehrer, Davie Selke, Daniel Didavi, Benny Henrichs, Robert Bauer u.v.a. als Protagonisten.

Dabei sprach Kadel in beeindruckender Weise über die Dimension des Glaubens bei der schönsten Nebensache der Welt, u. a. über das Besondere am Coaching von gläubigen Trainern wie Heiko Herrlich, Jürgen Klopp oder Sandro Schwarz.

Zu seinem Projekt sagte Kadel an anderer Stelle:

„In Zeiten, in denen die Menschen der Kirche immer mehr den Rücken zuwenden, ist es ein Segen, diese aussergewöhnlichen Fußballstars zu haben, die sich nicht scheuen, ihren Glauben an Gott so offen und inspirierend zu bekennen.“

Hier gibt’s das außergewöhnliche Interview im Vorfeld eines Bundesligaspiels, zu dem der Reporter am Ende des 7-minütigen und sehr sehenswerten Interviews äußert:

„Sehr sehr spannendes Thema. Wir könnten stundenlang weitersprechen!“

Einen Artikel zum Projekt „Was macht dich stark“ gibt’s unter livenet.de

Erziehungswissenschaftler Volker Ladenthin: „Jeder Mensch muss sich im religiösen Sinne entscheiden“

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Volker Ladenthin hat ein Buch vorgelegt mit dem Titel „Mach’s gut? Mach’s besser! – Eine kleine Ethik für den Alltag“. Über die Inhalte seines Buches sprach er aktuell mit Deutschlandfunk. Dabei sprach er auch darüber, dass auch Atheisten religiös seien, ohne es zu merken.

Denn bei der Ethik gebe es mit der schlichten Frage, warum wir eigentlich ethisch sein sollen, ein „ganz bestimmtes Problem“. Denn diese Frage könne nicht wieder durch die Ethik beantwortet werden, da ja die Ethik selbst begründet werden soll. Weiter führt Ladenthin fort:

„Wir müssen also fragen: Warum handeln wir so? Und nun muss es dafür ein Motiv geben, eine Motivation. Und diese Motivation finden wir ja nicht im Alltag einfach vor, sondern wir denken sie uns. Wir sagen, wir sind sittlich, weil es der Freiheit dient, weil es dem Menschen dient, weil es dem Fortschritt dient. Aber auch das sind Glaubensakte.“

Insofern würden sich diejenigen, die nicht an eine ganz bestimmte Konfession glauben, nicht von denen unterscheiden, die das tun. Denn auch Atheisten gehen von einer Voraussetzung aus, die sie nicht beweisen können. Weiter sagt Ladenthin:

„Wieso gibt es Fortschritt? Wer hat diesen Fortschritt geschaffen? Woher kommt er? Das sind ja Fragen, die durchaus analog in den Konfessionen verhandelt werden. Also, mir ist ganz wichtig, ich möchte niemanden an eine Konfession binden, aber ich möchte ihn schon binden an die Frage: Warum handelst du eigentlich sittlich? Und da bin ich immer gespannt auf die Antworten, die kommen.“

So seien auch Atheisten bzw. Menschen, die keine wie auch immer gearteten metaphysischen Kräfte am Werk sehen, quasi religiös, ohne es zu merken. Denn auch sie setzten etwas voraus, was sie nicht wiederbegründen können, so Volker Ladenthin. Und weiter:

„Und das wäre für mich eine Definition dessen, was wir im Christentum Gott nennen – etwas vorauszusetzen, was gilt, was aber nicht wiederbegründbar ist, weil es alles andere begründet.“

Dies sein „eine treffliche Definition der Vorstellung von Gott“.Eine solche analoge Vorstellung hätten auch Menschen, „die nicht in einer Konfession sind“. Denn auch sie gingen von metaphysischen Voraussetzungen aus, „die sie nicht wiederbegründen können“. So sei jeder Mensch religiös:

„Genauso, wie jeder Mensch sich ethisch entscheiden muss. Es gibt keine Situation, in der man das nicht muss. Genauso, wie jeder Mensch sich ästhetisch entscheiden muss, genauso muss sich jeder Mensch im religiösen Sinne entscheiden. Wir sind mit unserer Natur religiös. Wir können das gar nicht abstreifen.“

Wichtig ist ihm dabei, das vom Konfessionellen zu unterscheiden. Religiös heiße nicht zwingend, einer bestimmten Konfession anzugehören, sondern, darüber nachzudenken, „wie ich mit diesen letzten Fragen umgehe“.

Das komplette Interview gibt’s unter deutschlandfunk.de

Schriftstellerin Charlotte Link: „Die Auferstehung der Toten und das ewige Leben sind meine ganze Hoffnung“

Charlotte Link, die mit ihren Thrillern die meistgelesene deutschsprachige Autorin ist, sprach aktuell im Interview mit Dirk von Nayhauß im Magazin Chrismon u. a. über den Tod ihrer Schwester und ihren sie tragenden Glauben.

Charlotte Link hatte ein enges Verhältnis zu ihrer Schwester. Im Interview bezeichnet sie ihre Schwester als den wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Das Leiden und ­Sterben ihrer an Krebs erkrankten Schwester Franziska beschreibt Charlotte Link in ihrem
 Buch „Sechs ­Jahre“ aus dem Jahr 2014.

Im Interview beschreibt sie ihre Hoffnung über den Tod hinaus:

„Ich stelle mir vor, dass sie auf mich wartet.“

Den christlichen Glauben betont sie als Grundlage ihrer Hoffnung:

„Die Auferstehung der Toten und das ewige Leben, diese Worte im Glaubensbekenntnis sind meine ganze Hoffnung.“

Und weiter:

„Ich freue mich darauf, ihr wieder zu begegnen. ­Diese Vor­stellung finde ich unglaublich tröstlich.“

In diesem Leben fühlt sie sich vor allem lebendig, wenn sie die Weite spürt. Dazu sagt sie:

„Ich liebe das Meer, dort bekomme ich ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit – so ein Prickeln, als ob man ganz viel Sekt getrunken hat. (…) Weite hilft mir, dann löst sich sogar Traurigkeit auf.“

Von einem Sinn des Lebens ist sie überzeugt, auch wenn er sich ihrer Meinung nach uns nicht erschließt „solange wir auf der Welt sind“.

Das komplette Interview, in dem sie auch ihren Umgang mit Schuldgefühlen spricht, gibt’s unter chrismon.evangelisch.de

Zum 100. Geburtstag: Bundepräsident Steinmeier würdigt „tiefgläubigen“ Schriftsteller Heinrich Böll

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Heute wäre der in Köln geborene Schriftsteller Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Dies nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Anlass, den „tiefgläubigen Katholiken“ und Literaturnobelpreisträger zu würdigen.

Böll habe wesentlich dazu beigetragen, „dass man im Ausland wieder angefangen hat, Deutschland zu vertrauen, und im Inland darauf langsam wieder stolz werden konnte“, erklärte Steinmeier am Sonntagabend im Berliner Schloss Bellevue. Und weiter:

„Er mischt sich auch ein, wenn er als tiefgläubiger Katholik erleben muss, wie seine Kirche für parteipolitische Zwecke missbraucht wird, oder wenn seine Kirche dabei ist, ihren Ursprung zu verraten.“

Quelle: domradio.de und pro-medienmagazin.de

 

Heinrich Böll hat einmal gesagt, für ihn sei die innere Unruhe des Menschen ein Gottesbeweis. Er begründete dies mit der »Tatsache, dass wir alle eigentlich wissen – auch wenn wir es nicht zugeben, dass wir auf Erden nicht zu Hause sind, nicht ganz zu Hause sind, dass wir also woanders hingehören und von woanders herkommen«. Böll nennt dies eine Sehnsucht, und er glaubt, dass es sich vielleicht um eine uralte Erinnerung handelt an etwas, das außerhalb unserer selbst existiert.

Auch gab er einmal zu verstehen:

„Ich empfehle es der Nachdenklichkeit und Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte. Ich glaube, dass eine Welt ohne Christus selbst die Atheisten zu Adventisten machen würde.“

Quelle: H. Böll, Eine Welt ohne Christus, in: K. Deschner (Hrsg.) Was halten Sie vom Christentum?

Theologe Jürgen Moltmann: „Der Sinn des Lebens bringt Menschen auf die Suche“

Gott, Heiliger Geist, Auferstehung, Vergebung, ewiges Leben – was ist das? Jürgen Moltmann, einer der bedeutendsten Theologen unserer Zeit, gibt aktuell im Magazin „Christ in der Gegenwart“ Antworten auf Fragen, die Aufgeklärte, doch religiös Interessierte an Kirche und Theologie stellen.

Zu seiner Vorstellung von Gott sagt der 91-jährige u. a.:

„Alles Leben verdankt sich dem Geist Gottes. Gott atmet durch die ganze Schöpfung.“

und weiter:

„Der Mensch ist von Erde genommen und wird wieder zu Erde, und seine Seele ist lebendig durch Gottes Geist. Es ist derselbe Geist, den wir zu Pfingsten anrufen: ‚Komm, Heiliger Geist‘!“

Moltmann selbst kommt aus einer atheistischen Familie. Zum christlichen Glauben kam er durch ein existenzielles Ereignis. Eigentlich wollte er Mathematik und Physik studieren, wurde 1943 aber als Soldat eingezogen und hat die Zerstörung Hamburgs in der Innenstadt erlebt mit 40000 Toten. Nach dem Krieg war er drei Jahre in Gefangenschaft. Durch die Lektüre der Bibel kam er dort zum christlichen Glauben:

„Da ist mir in meiner Gottverlassenheit der gottverlassene Christus nahegekommen durch die Bibel. Seitdem lebe ich in der Christusgemeinschaft. (…) Das Zeugnis vom gekreuzigten und auferstandenen Christus hat mich getroffen.“

Im Lauf seines Lebens ist er sich gewiss geworden:

„Gott ist Liebe, die sich in Christus gezeigt hat.“

An Gott glauben könne er nur durch Jesus Christus:

„Aus der Geschichte und aus der Natur würde ich nicht auf den Gedanken an Gott kommen – und dass Gott Liebe ist.“

Christus sei für alle Menschen gestorben, betont der evangelische Theologe. Und Jesus sei nicht gegen die Kommunisten und auch nicht gegen die Muslime. Weiter sagt er mit Blick auf den interreligiösen und interkulturellen Dialog:

„So sehe ich andere Menschen, ob sie Atheisten, Agnostiker oder Buddhisten sind, dass Christus für sie gestorben ist. Daraufhin gehe ich mit ihnen freundlich um und spreche sie darauf an.“

Zum Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft resümiert Moltmann:

„Die religiöse Sprache ist immer symbolisch. Die naturwissenschaftliche Sprache ist die Mathematik.“

Das Problem, dass heute immer weniger Jugendliche für christliche Inhalte ansprechbar seien, sieht er nicht in der symbolhafte Sprache des Glaubens, sondern vielmehr im heutigen Lebensstil vieler junger Menschen. Dazu sagt er:

„Das Problem der heutigen Jugend scheint mir eher, dass sie den Kopfhörer aufhaben und in ihr Handy oder Tablet tippen und ewig unterhalten werden. Das heißt, dass sie kein eigenes Leben führen, sondern dass ihr Leben geführt wird.“

Sinnkrisen, die es in der Menschheitsgeschichte schon immer gegeben habe,  sieht Moltmann als Motor zur Sinnsuche:

„Sinnkrisen sind ein Zeichen für Sinnsuche. Und Sinnsuche ist ein Zeichen, dass ein Sinn des Lebens attraktiv ist und Leute auf die Suche bringt.“

Der Tod ist für den religiösen Menschen dann auch nicht sinnlos, da er anders als im Atheismus nicht das Ende bedeutet, sondern einen Übergang darstelle. Dazu sagt Moltmann:

„Ich mache mir das klar durch den einfachen Satz: Wir werden erwartet.“

Auf die anschließende Nachfrage ‚Von wem?‘ antwortet der Theologe hoffnungsfroh:

„Von Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und von Jesus Christus, der schon auferstanden ist. Und von denen, die wir sehr herzlich lieben.“

Ohne die Auferstehung Jesu, deren Verständnis Jürgen Moltmann im Interview erklärt, wäre Jesus maximal eine Fußnote in der Geschichte. Auf die kritische Anmerkung, dass heute lebende Menschen selbst nicht überprüfen können, ob die Auferstehung geschehen ist und wir darauf angewiesen sind, dass es berichtet wird, antwortet der 91-jährige:

„Mir genügt das.“

Überdies überzeuge ihn die Auferstehungsgeschichte davon, „dass es einen Anfang im Ende gibt“.

Ein Ende des Christentums in einer immer mehr konsumorientierten Welt, sieht er nicht:

„Das Christusereignis ist stark genug, sich in allen Zeiten zu behaupten.“

Gerade auch, weil  es voller Hoffnung ist. Zum Argument von Friedrich Nietzsche, die Hoffnung sei das übelste aller Übel, weil sie das Leiden ständig verlängere, sagt Moltmann:

„Wer nicht hofft, lebt nicht. Der macht das Leben nur noch mit oder wird gelebt von anderen. Hoffnung auf die Fülle des Lebens steckt in jedem Lebewesen. Alles Lebendige ist ‚ins Gelingen verliebt‘.“

Das komplette, sehr beeindruckende Interview gibt’s unter herder.de

Udo Lindenberg gestaltet Weihnachtskarte

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Zum siebten Mal hat Sänger Udo Lindenberg für das UN-Kinderhilfswerk Unicef eine Weihnachtskarte gestaltet, die den Titel „Die Nachtigall und der Schnee-Män“ trägt und auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen soll.

Die Karten sieht Lindenberg als Teil seines langjährigen Engagements für ein friedvolles Miteinander und seiner Solidarität mit den Opfern von Armut, Konflikten und Gewalt. Dazu sagt er:

„Es gibt immer wieder Krieg. Deshalb ist das Peace-Zeichen immer wieder auf meinen Bildern für Unicef. Bei all den Konflikten ist es dringend notwendig, dass mehr Leute aufzeigen und sagen, so geht das nicht.“

Quelle: domradio.de

 

Über seinen Glauben sprach Udo Lindenberg in einem Interview mit dem Focus im Jahr 2013. Damals sagte er:

„Ich glaube, dass es Hilfe und Kraft von oben gibt. Beim Gebet falte ich auch ganz brav die Hände und sage: ‚Du, Gott, für den Fall dass es dich gibt, zeig dich bitte mal in deiner Allmacht‘.“

Quelle: wochenblatt.de

Muslimische Autorin Nadia Doukali ruft zur Bewahrung weihnachtlicher Traditionen auf

Nadia Doukali wurde 1971 in Marrakesch geboren und zog 1976 mit ihren Eltern nach Frankfurt-Griesheim. Obwohl als Muslimin erzogen, besuchte sie auf Wunsch ihrer Eltern den Kindergarten der katholischen Gemeinde St. Hedwig, wo sie die deutsche Sprache und Kultur kennenlernte.

Aktuell ruft die Produktentwicklerin und Kinderbuchautorin zur Bewahrung weihnachtlicher Traditionen auf. Dazu sagt sie:

„Ich komme aus einer Zeit, in der man das zelebriert hat: den Adventskalender selbst basteln, die Tage zählen bis zum Heiligen Abend und wissen, was der Heilige Abend eigentlich ist. Das wünschte ich mir wirklich zurück“,

sagte Doukali am Mittwoch im Deutschlandfunk. Nicht nur für christliche Gemeinden, sondern auch für Andersgläubige seien diese Traditionen interessant und sehr schön. Sie habe allerdings den Eindruck, dass Muslime „manchmal christlicher als mancher Christ“ seien.

Angeregt vom christlichen Adventskalender entwickelte Doukali vor einigen Jahren den „Iftarlender“, ein Abbild zum Adventskalender für den Ramadan. Ihr sei es wichtig, Angehörige verschiedener Religionen zusammenzubringen, betonte sie. Die Botschaft des „Iftarlenders“ laute:

„Wir können viel reden, wir können viel bomben, wir können viel gemeinsam machen, aber wir können auch einfach gemeinsam Schokolade essen.“

Ihre Produkte seien „vollkommen ernst“ gemeint, fügte sie hinzu: So solle der „Iftarlender“ erklären, warum Muslimen der Ramadan so wichtig sei.

Quelle: domradio.de

Star-Fotograf David LaChapelle: „Um an Gott zu glauben, braucht es Mut“

Der Fotograf und Regisseur David LaChapelle hat zwei Bildbände über Glauben, Liebe und Verlust veröffentlicht. Im aktuelle Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit sprach er auch über seinen Glauben an Gott und die Problematik mit fundmentalistischen Christen in den USA.

David LaChapelle wurde religiös erzogen. Während sein Vater römisch-katholischen Glaubens war, dessen Bruder sogar Priester, hätte seine Mutter Gott eher in der Natur gefunden: „Ihre Kathedrale war der Wald.“

Auf die Frage, ob er selbst gläubig sei, antwortet er:

„Ja. Ich glaube an etwas, das man nicht beweisen, das Wissenschaft nicht erklären kann.“

Dabei ging LaChapelle  auch auf das Entstehen von fundamentalistischen Christen in den 80er Jahren in den USA ein und die Problematik, die daraus heute resultiert. Die 1980-er Jahre bezeichnet er dann auch als „merkwürdige Zeit für den Glauben“. Es habe große Verschiebungen in der Kultur gegeben. Im Fernsehen seien neue, zumeist konservative Prediger aufgetaucht:

Sie nannten sich evangelikale Christen. Viele von ihnen wurden reich und berühmt, machten Millionen von Dollar, indem sie die Menschen zum Spenden aufriefen. Bald verbanden sie und ihre Jünger sich mit der Republikanischen Partei und propagierten christliche Familienwerte. (…) Schon damals begannen viele Menschen, sich vom christlichen Glauben abzuwenden.“

Das hätte dazu geführt, dass man heute, wenn man sich zu Gott bekennt, in manchen Bereichen abgestempelt werde. Wörtlich sagte David LaChapelle:

„Wenn man heute zu jemandem im Kunst- oder Modebetrieb sagt, „Ich glaube an Jesus“ oder „Gott“, und das nicht ironisch meint, dann wird man sofort abgestempelt. Sie sagen dir dann: „Oh, du bist einer von denen“, ein Freak. Für die gehörst du quasi schon zum Ku-Klux-Klan.“

In den Fotoarbeiten, die er in den beiden neuen Bildbänden Lost & Found und Good News versammelt hat, finden sich sehr viele Anleihen an die christliche Ikonografie. Dazu sagt er, dass dafür in Amerika heute Mut brauche und verweist auf einen Ratschlag seiner Großmutter. Sie habe ihm früher immer unter jeden Brief „Be brave“ geschrieben. Erst später habe er verstanden, was sie damit meinte:

“ ‚Sei aufrichtig, dir selbst gegenüber.‘ Und lass dir von den verrückten Fundamentalisten, die die Bibel als Waffe missbrauchen, nicht deine Überzeugungen streitig machen.“

Über sein neusten Werk sagt er in dem Interview:

„Meine beiden neuen Bücher folgen einer ganz genauen Dramaturgie. Man findet darin die große Flut, die Apokalypse und schließlich das Paradies. Schauen Sie sich die Welt heute an, sie ist verrückt geworden, wir stehen am Rande eines Atomkriegs mit Nordkorea. Unsere Politiker sind völlig wahnsinnig. Da möchte ich wenigstens in meiner Arbeit etwas Licht ins Dunkel bringen. „

In bestimmten Momenten habe er tatsächlich schon Erleuchtung gefunden. Als seine Mutter starb, habe sie zu ihm auf ihrem Sterbebett gesagt: „Stay in the light„, verweile im Licht. Er habe genau gewusst, was sie damit meinte:

„Das Leben besteht aus Licht und Dunkelheit. Wir treffen Entscheidungen, ob nun künstlerisch oder privat, und wissen genau, wenn sich etwas falsch oder richtig anfühlt. Egal was uns andere Menschen sagen, wir haben diesen inneren Kompass und sollten ihm folgen.“

 

Das komplette, ausführliche Interview gibt’s unter zeit.de

Religionswissenschaftler Antes und Heinzmann: Die Religion sollte für den Menschen da sein und nicht umgekehrt

Die renommierten Religionswissenschaftler Peter Antes, Professor für Religionswissenschaft in Hannover, und Richard Heinzmann, in München Professor für Christliche Philosophie, diskutierten beim ersten „Irseer Religionsdialog“ der Schwabenakademie über die Entwicklung des Gottesbildes im Lauf der Menschheitsgeschichte und appellierten an die christlichen Kirchen, das Zentrale des christlichen Glaubens mehr in den Fokus ihres Tuns zu nehmen.

Um nicht „gegen die Wand zu fahren“, sollten die christlichen Kirchen zentral vermitteln, dass sich Gott dem Menschen offenbare und ihn zur Gottes- und Nächstenliebe aufrufe, ihm gleichzeitig aber einen freien Willen lasse, sagte Heinzmann. Mit der daraus resultierenden Rolle und Würde des Menschen und den entsprechenden ethischen Prinzipien habe das Christentum das Zeug, zur „Religion der Freiheit“ zu werden. Was aber nur funktioniere, wenn die christlichen Kirchen, die „Jahrhunderte lang auf Gehorsam gesetzt haben“, die Gewissensentscheidung des Einzelnen akzeptierten.

„Wir müssen die Menschen zu denkenden Menschen machen und nicht auch noch mit Ängsten belästigen“,

forderte Antes. Nur so könne dem Bedeutungsverlust der Religionen sowie radikalen Tendenzen entgegengewirkt werden. Die Religion sollte für den Menschen da sein und nicht umgekehrt, waren sich die Wissenschaftler einig.

 

Den kompletten Artikel von Martin Frei mit dem Titel „Unser Bild von Gott –  Vorstellungswelten und die Zukunft der christlichen Kirchen“ gibt’s unter augsburger-allgemeine.de

Schriftsteller Michel Houellebecq: „Bemerkenswerte Wiederkehr des Katholizismus“ in Frankreich

In einem aktuellen Interview mit dem Spiegel sprach der französische Schriftsteller Michel Houellebecq u. a. über die Macht der Religion – und über die Wiederkehr des Katholizismus.

Er ist der Meinung, dass eine Religion stabiler und stärker ist als eine Ideologie. Wörtlich sagt er:

„Es ist meine tiefe persönliche Überzeugung, dass eine Religion, ein wahrer Glaube, sehr viel mächtiger in der Wirkung auf die Köpfe ist als eine Ideologie. Der Kommunismus war eine Art falsche Religion, ein schlechter Ersatz, kein wahrer Glaube, obwohl er sich so inszenierte, mitsamt einer eigenen Liturgie.“

Weiter sagte Houellebecq, es gebe eine „bemerkenswerte Wiederkehr des Katholizismus“ in Frankreich.

„Es ist ein Phänomen, das ich fühle, ohne es wirklich zu verstehen, und es ist weniger reaktionär, als vielfach behauptet wird.“

Die Katholiken in dem Land seien sich ihrer Stärke wieder bewusst geworden. „Das war wie eine unterirdische Strömung, die plötzlich zutage trat. Für mich einer der interessantesten Momente in der jüngsten Geschichte.“ Getragen werde dies „von den sogenannten Charismatikern“.

 

Quellen:  faz.net und katholisch.de und pro-medienmagazin.de

Magier Mr. Joy verbindet Bühnenshow mit Evangelium

Mr. Joy alias Karsten Strohhäcker zeigt Unglaubliches. Der Zauberkünstler verknüpft seine Vorführungen mit christlichen Botschaften.

Mit einer gigantischen Zaubershow wurden die Gäste in den Bann der Magie gezogen und Mr. Joy versuchte anhand verschiedener Jonglagekunststücke und Verwandlungstricks einen Bogen zu den christlichen Botschaften der Bibel zu schlagen. Mit vielen Lichteffekten, mit großartigem Sound und überzeugenden Zaubereien wurden die Zuschauer gefesselt.

Und dann erzählte Joy so ganz nebenbei die Geschichte von Jesus, von Vergebung, Tod, Auferstehung und Hoffnung, von Gottvertrauen und Gottes Liebe.

Den kompletten Artikel gibt’s unter suedkurier.de

 

Im folgenden Video erklärt Mr. Joy mit einem Zaubertrick seinen Glauben

 

Hier ein link zu einer kreativen Umsetzung der Jahreslosung 2013 durch Mr. Joy

ZDF-Moderator Peter Hahne: „Wenn einer Christ ist, muss es die Kuh im Stall merken.“

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„Was mein Leben wert(e)voll macht“ – Dieser Frage ging am Samstagmorgen der TV-Journalist und Buchautor Peter Hahne bei einem Vortrag vor 500 Besuchern in Niedereschach nach.

Peter Hahne ist bekennender Christ. Für ihn ist klar, dass man als Christ identifizierbar sein muss:

„Wenn einer Christ ist, muss es die Kuh im Stall merken.“

Peter Hahne verdeutlichte bei seinem Vortrag, wie wichtig der Glaube an Gott und die Hoffnung sei und dass die Bibel das „Buch unter den Büchern“ sei. Die Bibel sei so etwas wie eine „Bedienungsanleitung“ von Gott für das Leben der Menschen.

„Wenn Sie nicht mehr hoffen können, bleibt nur die Verzweiflung“,

so Hahne. Den Spruch „Mit dem Tod ist alles aus“ bezeichnete er als „blöden Satz“. Wer so etwas sage, lebe nur von der Gegenwart. Dabei sei der Mensch geschaffen, zu hoffen. Was der Sauerstoff für die Lunge sei, sei die Hoffnung für die menschliche Existenz.

Den kompletten Artikel mit einer Zusammenfassung des Vortrags gibt’s unter schwarzwaelder-bote.de