Foto: pixabay.com (CC0 1.0)

Die Unglaublichen 2 (Originaltitel: The Incredibles 2) ist ein Computeranimationsfilm der Pixar Animation Studios, der am 15. Juni 2018 in den Vereinigten Staaten und am 27. September 2018 in den deutschen Kinos startete. Im Interview zum Film mit CNA sagte der Künstler und Designer Philip Metschan, der den Animationsfilm mitgestaltete, dass er die Inspiration für seine Arbeit in Gottes Schöpfung findet und dass Kunst dienen muss. Metschan ist gläubiger Katholik.

Für den Designer im „Visual Effects“-Bereich spielt auch bei seiner Arbeit sein Verhältnis zu Gott und dessen Schöpfung eine entscheidende Rolle. Davon lässt er sich inspirieren und „filtert“ seine Wahrnehmungen der Welt, um dann „eine Welt zu erschaffen, die es noch nie gegeben hat – fantastische Dinge, die noch nie jemand zuvor gesehen hat“, so Philip Metschan.

Dazu betonte er:

„Ich bin  jemand, der gerne draußen in der Natur und draußen in der Welt ist und sie erlebt, weil ich denke, dass es starke Geschichten gibt, die allein aus der Existenz dieser Orte entstehen.“

Weiter fügte er hinzu, dass es für ihn nicht möglich ist, die Schöpfung vom Schöpfer zu trennen.

Seiner Ansicht nach könne jeder Mensch beim Schauen des Films seinen eigenen Glaubenshintergrund einbringen und so den Film auf sich und seine Familie wirken lassen. Dabei stellt er selbst mit Blick auf seinen katholischen Glauben fest, dass die „Helden“ des Zeitgeistes nicht Helden sind, die man sie sich wünschen würde: „Sie sind keine ‚Helden‘ aus den Gründen, aus denen wir als Katholiken auf unsere ‚Helden‘ schauen, und aus denen wir sie verehren“, bemerkte Metschan. Es sei gut, „dass wir immer noch die Wahl haben, unsere Helden selber auszusuchen“, so der US-Künstler weiter.

Als Designer ist es ihm wichtig, sich der Existenz göttlicher Inspiration bewusst zu sein. Diese Einsicht ist für ihn mit der Verantwortung verbunden, etwas zu schaffen, das anderen dient.

Quelle: catholicnewagency.com

Foto: pixabay.com (CC0 1.0)

Im Interview mit Beatrice Tomasetti von domradio.de sprach der Pädagoge Rolf Faymonville, der Schulleiter eines Gymnasiums in NRW ist, über die Bedeutung von religiöser Bildung in der Schule.

Rolf Faymonville, der selbst Latein, Musik und Religion unterrichtet, betont zu Beginn des Interviews, dass der Religionsunterricht den Bildungsauftrag hat, es Kindern und Jugendlichen „wissenschaftspropädeutisch“ zu ermöglichen, „sich kritisch mit den Kernaussagen des Glaubens zu beschäftigen“. Darüber habe er zusätzlich die Aufgabe,

„junge Menschen auch bei der persönlichen Auseinandersetzung mit Gott zu begleiten und ihnen Zugänge zu religiösen Erfahrungsräumen zu erschließen“.

Es gelte den Kindern und Jugendlichen im Religionsunterricht, „eine eigene kritisch-rationale Stellungnahme zu ermöglichen“.

Die Schülerinnen und Schüler seien heute nicht mehr „im konkreten Sinne“ christlich sozialisiert, sondern werden in einem säkularen Umfeld groß. Dennoch gebe es nach wie vor christlich sozialisierte Schülerinnen und Schüler, „mit denen man eine Frühschicht im Advent oder einen Abi-Gottesdienst gestalten kann“, so Faymonville.

Als „sehr bemerkenswert“ bezeichnet es Schulleiter Rolf Faymonville, dass auch „eine ganze Reihe von Nicht-Getauften“ am Religionsunterricht teilnehmen. Dabei sei die Argumentation der Eltern folgende:

„Wir wollen für unser Kind dennoch einen werteorientierten Religionsunterricht. Es soll sich mit den Traditionen und Vorstellungen, die unser christliches Abendland geprägt haben, intellektuell auseinandersetzen und ein Verständnis für die Wurzeln unserer Kultur entwickeln.“

Dies sei der Grund, weshalb sich „manche“ Eltern und Schüler „sehr bewusst“ für eine Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden, auch wenn sie keiner Konfession angehören.

Für ihn persönlich spiele in seiner Rolle als Lehrer die Religion „in allen meinen Fächern als persönliche Grundhaltung eine wesentliche Rolle“. Ihm gehe es auch darum,

als Lehrerpersönlichkeit „ein authentisches und glaubwürdiges Zeugnis von der Menschenfreundlichkeit Gottes zu geben und mich am christlichen Wertekodex messen zu lassen“.

In der Position des Schulleiters nehme er es hingegen „sehr ernst, jedem weltanschaulich neutral und unvoreingenommen zu begegnen“.

Weiter verdeutlicht Rolf Faymonville das große Interesse der Schüler von heute am Religionsunterricht. In den unteren Klassen seien die Schüler „sehr wissbegierig, neugierig und von einer kindlichen Offenheit, mit der sie sich dem Thema ‚Jesus‘ nähern“. In der Mittelstufe, wenn die Abgrenzung zu Autoritäten wächst, erlebe er sie „manchmal als kritisch, ablehnend oder gleichgültig dem Thema ‚Gott‘ gegenüber, da sie in diesem Altersbereich primär andere Themen in den Mittelpunkt drängen. So spiele dann Selbstfindung eine wesentliche Rolle, die sich in der Frage „Wer bin ich?“ ausdrückt. Auch die Themen „Freundschaft“, „Erwachsenwerden“ oder „Gerechtigkeit“ seien in dieser Altersphase zunehmend wichtig. In der Oberstufe sehe er „ein reflektiertes Nachfragen und die Auseinandersetzung mit religiösen, moralischen und politischen Fragen“. Dazu betont er:

„Daraus leitet sich für diejenigen, die im privaten Umfeld gute Erfahrungen mit Glaube und Kirche machen, oft auch ein bewusstes Engagement für soziale Projekte und gottesdienstliche Feiern ab. Hier spürt man, dass diese Schüler auf eine unaufdringliche Weise ihre katholische Sozialisation mit einfließen lassen.“

Eine wesentliche Aufgabe des Religionsunterricht in der Schule und in einer immer komplexer werdenden, pluralistischen Welt, sieht Rolf Faymonville auch darin, dass sich die Schüler im Religionsunterricht „mit Fragen nach Gott, mit denen sie auf einer sachlichen Ebene konfrontiert werden, vernünftig und denkend auseinandersetzen“. Als weitere Beispiele nennt er diesbezüglich die Auseinandersetzung mit Fragen wie „Wo stehe ich? Inwiefern berührt mich diese oder jene Aussage des Glaubens in meinem Leben? Wie finde ich eine begründete Haltung dazu?“.

Die leidige Debatte, in der immer wieder Ethik und Praktische Philosophie anstelle von bekenntnisorientierter Religionsunterricht gefordert wird und angeregt wird, die großen Menschheitsfragen statt im Fach Religion im Philosophie-Unterricht zu behandeln, führte in NRW dazu, dass sogar im Landtag über eine Alternative zum bekenntnisorientierten Religionsunterricht für Grundschüler diskutiert wurde, wahrscheinlich ohne zu bedenken, was dadurch verloren ginge. Diesbezüglich betont dann auch Rolf Faymonville den Mehrwert, den der Religionsunterricht leistet.

Dazu gibt er zu bedenken, dass das Fach Philosophie von vielen bevorzugt werde, weil es scheinbar neutral sei. Jedoch sei auch Philosophie weltanschaulich geprägt. Weiter betont er, dass zudem der Religionsunterricht nicht voreingenommen und das Christentum nicht „un-vernünftig“ sei.

Sowohl im Ethikunterricht als auch im Religionsunterricht gehe es, von einem reflektierten Menschenbild ausgehend, um die großen Lebensfragen wie „Woher komme ich?“, „Wohin gehe ich?“, „Was soll ich tun?“. Hier biete sich im Religionsunterricht aber eine Dimension mehr, weil er zur Beantwortung dieser Fragen sowohl die Vernunft als auch die Offenbarung zu Rate zieht: die Offenbarung in der Natur, im menschlichen Denken und in der Geschichte. Hier sieht Faymonville den Mehrwert und sagt weiter:

„Insofern bezieht die Religion zusätzliche Erkenntnisquellen mit ein. Sie bietet, was die Philosophie und die Ethik anbieten. Zugleich aber geht sie über dieses Angebot hinaus, ergänzt eine weitere Perspektive. Entscheidend für Schüler ist dabei der Angebotscharakter. Insofern würden wir den Kindern etwas vorenthalten, wenn wir ihnen ’nur‘ Philosophie an Stelle von Religion anbieten würden.“

Es wäre unvernünftig, wenn dieser Zusatz in der Bildung nicht mehr zum Tragen käme. Darüberhinaus enden die Möglichkeiten des Ethikunterrichts oft gerade da, wo es spannend wird, etwa dann, wenn ein Schüler den Lehrer nach dem plötzlichen Tod des Vaters den Lehrer fragt: „Glauben Sie, dass es den Himmel gibt?“. Es wäre schade, wenn es für solch existenzielle Fragen in der Schule keinen kompetenten Raum mehr gäbe.

Quelle: domradio.de

 

Ein bedenkenswertes Interview zu dieser Thematik gab der Zeit-Journalist Jan Roß

 

Der Religionsunterricht als Grundrecht

Der Religionsunterricht in Deutschland ist als einziges Unterrichtsfach im Grundgesetz abgesichert. Als ordentliches Lehrfach ist er den übrigen Schulfächern gleichgestellt. Schüler können sich aber aus Gewissensgründen abmelden.

Artikel 7 des Grundgesetzes schreibt vor, dass der Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht steht. Da der Staat aber zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet ist, kann er über die Inhalte nicht entscheiden. Über sie bestimmen die Religionsgemeinschaften. Deshalb wird der Unterricht in der Regel nach Konfessionen getrennt erteilt.

Den Religionsunterricht einzurichten ist Sache der Länder. In zwölf der 16 Bundesländer ist Religionsunterricht normales Fach. Vier Bundesländer haben andere Regelungen. Bremen, Berlin und Brandenburg berufen sich dabei auf die im Grundgesetz festgeschriebene „Bremer Klausel“, nach der Religion als ordentliches Lehrfach in denjenigen Bundesländern keine Anwendung findet, in denen zum 1. Januar 1949 eine andere Regelung bestand. (kna/Stand 16.12.16)

Foto: Meli Straub (www.meli-photodesign.de)

Die katholische Theologin, Journalistin und Buchautorin Jacqueline Straub hat gerade ihr drittes Buch auf den Markt gebracht mit dem Titel „Kickt die Kirche aus dem Koma“, das im Patmos Verlag erschienen ist. Das Buch handelt von der Jugend in der Kirche und von notwendigen Reformen.

Worum geht es genau?

Die katholische Kirche präsentiert sich in ganz Europa über weite Strecken nicht gerade als das blühende Leben. Insbesondere zur jüngeren Generation findet sie kaum noch einen Draht.

Die alte Kirche und die jungen Leute – das ist vielfach keine schwierige Beziehung mehr, sondern längst ein Nichtverhältnis.

Manche Kirchenführer scheinen sich damit abgefunden zu haben. Jacqueline Straub hingegen will sich nicht damit abfinden.

Als engagierte junge Katholikin fordert Jacqueline Straub von ihrer Kirche ein, nicht aufgegeben zu werden. Sie möchte Christin in einer lebendigen Kirche sein. Deshalb will sie, dass die Kirche sich radikal verändert. Denn nur dann kann die Kirche junge Menschen ansprechen, und nur dann kann sie kommenden Generationen die Botschaft des Jesus von Nazaret weitergeben. Jacqueline Straub kämpft dafür, dass die Kirche nicht nur in Asien und Afrika eine Zukunft hat, sondern auch hier. Aber damit die Kirche diese Zukunft erlebt, muss sie sich ändern – jetzt.

Quelle: patmos.de

Foto: Gerth Medien

Yvonne Willicks, die im WDR die Sendungen „Haushaltscheck“ und „Servicezeit“ moderiert, hat aktuell ein Buch über ihren „schönen und unkomplizierten Glauben“ geschrieben mit dem Titel Glaube ganz einfach: Eine persönliche Spurensuche. Wie Gott uns überall begegnet“, das im Adeo-Verlag veröffentlicht wurde.

Zu ihren Beweggründen sagte die 47-jährige:

„Der Glaube gehörte schon immer zu mir, er ist Teil meines Lebens. Aber öffentlich darüber gesprochen hab ich tatsächlich selten.“

Für die meisten Deutschen scheint der Glaube an Gott weit weg zu sein und nur noch wenig mit ihrem täglichen Leben zu tun zu haben. Gerade deshalb möchte Yvonne Willicks mit ihrem Buch, Menschen zum Glauben anregen. Sie möchte diejenigen ansprechen, für die nach der Konfirmation oder Firmung der Glaube irgendwann abhanden gekommen ist, vielleicht ja auch durch schlechtes „Bodenpersonal Gottes“. Hier setzt sie an und plädiert dafür, das Augenmerk auf die leuchtenden Vorbilder im Glauben zu legen, wie etwa Mutter Theresa oder Dietrich Bonhoeffer sowie jeden guten Pfarrer vor Ort. So erzählt sie im Buch auch  von schönen Erlebnissen mit dem Glauben in ihrer Kindheit, z.B. wie sie als kleines Mädchen durch Schulgottesdienste oder durch einen katholischer Pfarrer, der sie mit seiner frohen Ausstrahlung und seinem Elan begeisterte, zum Glauben fand. In dieser Weise stellt sie den Glauben als etwas Schönes und Unkompliziertes dar.

Ein Kapitel widmet sie dem Thema Trinität und ihrem Leben aus der Kraft des Heiliges Geistes, der für sie nicht nur eine christliche Floskel, sondern ein real exististentes Wesen ist. Dazu betont sie:

„Immer da, wo mein Herz bewegt wird, wo ich meinen Glauben deutlich spüren kann, wo sich andere begeistern lassen, da glaube ich an das Werk des Heiligen Geistes.“

Das Kapitel, indem sie u.a. darstellt, wie der Heilige Geist als Teil der Dreieinigkeit sie gerade in schwierigen Situationen ermutigt, soll Mut machen, auf Gottes Handeln zu vertrauen.

Weiter berichtet sie davon, wie das Lesen in der Bibel das Leben bereichern kann. Dabei verrät sie auch, dass die biblische Geschichte von Zachäus ihre Lieblingsgeschichte in der Bibel ist.

Gleich in zwei Kapiteln geht sie auf den Einfluss des christlichen Glaubens auf unseren Alltag und unsere Kultur ein.

Sich auf den Glauben als lebensgestaltende und tragende Kraft einzulassen, vergleicht sie mit einer Abenteuerreise und sagt:

„Glaube ist wie eine abenteuerliche Reise. Gott verlangt kein riesiges Vertrauen. Nur so viel, dass Sie bereit sind, auch wirklich den ersten Schritt zu machen.“

Gerade in Zeiten, in denen der Glaube immer häufiger kritisiert wird und als naiv abgetan wird, gibt Willicks ein positives und lebensbejahendes Statement für den Glauben ab. Gut so!

Quelle: pro-medienmagazin.de und adeo-verlag.de

Foto: privat (Mit freundlicher Genehmigung von Clarissa Gröschen - Adeo-Verlag)

Die Journalistin Jenifer Girke hat ein Buch auf den Markt gebracht mit dem Titel Parallelwelten – Und welche Rolle spielst du in deinem Leben?“, das im Adeo-Verlag erschienen ist. Darin beschreibt die gläubige Christin, welchen Preis wir bezahlen, wenn wir einem aus Leistungsdruck und Optimierungswahn gespeisten Erfolg hinterherlaufen und dabei eine Rolle vorspielen, in der wir verpassen, der Mensch zu werden, der wir wirklich sind.

Authentisch beschreibt Jenifer Girke, dass sie diesen Druck, der sie einst in die Magersucht trieb, selber spürte. Damals hoffte sie, dass keiner ihre Schwäche aufdeckt, und spielte weiterhin die Rolle der Schönen, Begehrten und Erfolgreichen bis zur Perfektion. Ihr Innerstes drang so nicht nach außen.

In ihrem sehr lesenswerten Buch beschreibt die 26-jährige offen ihren Weg aus der Krise und liefert einen authentischen Bericht voller Hoffnung sowie eine entlarvende Zeitansage, die vielen aus der „Generation Y“ aus der Seele spricht.

Orientierung und Kraft findet Jenifer Girke, die jeden Sonntag in den Gottesdienst geht, im christlichen Glauben. In der ERF-Sendung „Mensch Gott“ beschrieb die 26-jährige, wie sie in der Beziehung zu Gott Hilfe erfuhr.

Ihren ramponierten seelischen Zustand erklärte sie folgendermaßen:

„Ich musste immer meine Leistung messen und dabei bestmöglich abschneiden. Irgendwann hast du keine anderen Inhalte mehr als den Versuch, dieses Ideal zu erreichen. Ich hab mich wahnsinnig unglücklich, ungenügend und ungeliebt gefühlt.“

Dies änderte sich für Jenifer Girke durch die Entscheidung, die Beziehung zu Gott zu intensivieren. Dazu sagt sie:

„Um da raus zu kommen, brauchte ich Zeit und Liebe. Beides habe ich von Gott bekommen.“

Konkret beschreibt sie weiter:

„Gott hat mir gezeigt, wer ich wirklich bin – und dass es gut ist, wie ich bin. Das hat mich frei gemacht.“

Auf die Frage, wer sie denn nun sei, antwortet sie:

„Ich bin Jenifer Girke, eine geliebte Tochter Gottes, ein Unikat. Und ich liebe es, Gottes Liebe zu spüren und sie an andere weiter zu geben.“

Jenifer Girke so wie ihr Vorname mit einem „n“ – einzigartig!

Quellen: gerth.de, adeo-verlag.de, facebook.com und bild.de

 

Hier das Interview mit Jenifer Girke in der ERF-Sendung „Mensch Gott“:

Foto: pixabay.com (CC0 1.0)

Der Modedesginer Harald Glööckler hat am Montag ein Buch mit dem Titel „Kirche, öffne dich“ auf den Markt gebracht, das im Adeo-Verlag veröffentlicht wurde. Offen, ehrlich und bibelfest schreibt er darin über seinen ihn tragenden Glauben an Gott.

Neben seiner etwas eintönigen Kritik an der Institution Kirche gibt Glööckler aber in dem Buch vor allem ein beeindruckendes Glaubenszeugnis mit Blick auf Jesus Christus ab, das mitunter etwas esoterisch durchmischt ist. Dabei schreibt der Modedesigner über seine ganz persönliche Begegnung mit Gott in den Höhen und Tiefen seines Lebens und einer Kindheit voller Leid. Er lässt dabei tief in sein Innerstes blicken, schreibt ehrlich über seinen Weg zu Gott, darüber, was Jesus ihm heute bedeutet und auch über dramatische Lebensereignisse wie Missbrauch oder die Zurückweisung durch seine Eltern.

In seinem Buch zeigt Glööckler ein erstaunliches Bibelwissen und zieht beeindruckende Schlussfolgerungen. So schreibt er beispielsweise:

„Was entfernt uns vom Glück? Alles, was uns auch von Gott und den Menschen entfernt. Liebloses, bösartiges Handeln, Hass, Neid und Missgunst sind die Feinde des Glücks. Es ist das große Geschenk von Jesus an uns, dass wir jeden Tag jederzeit neu beginnen können.“

Seine Liebe zu Jesus wird in diesem Buch spürbar. Über Jesu Tod am Kreuz schreibt er u. a.:

„Sein Tod ist kein Freibrief, um Sünden begehen zu können, die dann vergeben werden.“

Und weiter:

„Jesus ist für einen da, wenn man ihn braucht.“

Auch wenn Glööckler’s Ausführungen hier und da esoterisch abgleiten, wie in Bekundungen über Engelsanbetung und Horoskopsympathie, könnte es ihm gelingen, auch Menschen, die bisher keinen Fuß in eine Kirche gesetzt haben, mit einer guten Botschaft in Verbindung zu bringen, so Anna Lutz vom christlichen Medienmagazin Pro in ihrer kritischen Rezension über Glööckler’s Buch. Denn er habe durchaus „ein sehr differenziertes und bibeltreues Jesusbild“ entwickelt.

Und auch wenn Harald Glööckler, der eine Marienstatue in seinem Garten aufgestellt hat, sehr pauschal Kritik an einer Kirche äußert, die gerade durch Papst Franziskus in eine gute Bewegung kommt, so hat er ja durchaus nicht unrecht, wenn er bemerkt:

„Helfen Sie Leuten auf, die gestrauchelt sind, statt Ihnen mit Kritik und Vorschriften den Mut zu rauben.“

Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Papst Franziskus und vermutlich auch mit seiner Ansicht:

„Die Kirche hat die beste Botschaft der Welt!“

Quellen: harald-gloeoeckler.de und pro-medienmagazin.de

Foto: pixabay.com (CC0 1.0)

Bestseller-Autorin Charlotte Link, die zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart zählt, sprach im Interview mit Melanie Fox vom Magazin Stadtgottes, dem Magazin der Steyler Missionare, über ihren christlichen Glauben und den Blick auf den Tod.

Ein prägendes, existenzielles Ereignis im Leben von Charlotte Link war der Tod ihrer Schwester, die vor fünf Jahren im Alter von nur 46 Jahren an Krebs gestorben war. Bis heute vergehe kein Tag, an dem sie nicht an ihre Schwester denke, so die Bestsellerautorin. In ihrem Buch „Sechs Jahre“ schrieb sie über die Krebserkrankung und das Sterben Ihrer Schwester, um Erfahrungen mit Menschen zu teilen, die Ähnliches erleben und Ihnen zu berichten, „dass vieles ganz anders kommt, als man am Anfang denkt, und dass es auch aus vermeintlich hoffnungslosen Situationen heraus oft noch Wege gibt“, so Charlotte Link.

Neben der Familie habe sie auch der Glaube durch diese Zeit getragen, wenn auch nicht von Beginn an. Denn zu Zeiten der Diagnose habe sie „Gott gar nicht so richtig wahrgenommen“, weil ihr Blick einzig und allein auf die Krankheit und die Ärzte und „alles, was damit zusammen hing“, gerichtet war. Weiter berichtet sie vom Wendepunkt in einer schlaflosen Nacht und sagt:

„Dass es da noch eine andere Instanz geben könnte, hatte ich inmitten all der Panik irgendwie aus den Augen verloren. In einer von vielen schlaflosen Nächten begriff ich, dass mir der liebe Gott als einzige, als letzte Anlaufstelle helfen könnte.“

Sie habe sich dann auch ihrem Pfarrer zugewendet, der ihr in der Seelsorge eine große Hilfe war. Gerade in dieser Zeit habe sie viel gebetet. Mit Gott zu hadern, kommt für Charlotte Link nicht infrage. Dazu sagte sie gegenüber dem Magazin Stadtgottes:

„Ich hadere nicht, ich bin davon überzeugt, dass ich irgendwann eine Antwort auf die Frage, warum es so kommen musste, erhalten werde, und dass diese Antwort mich dann auch überzeugen wird.“

Das sei aber „sicherlich“ erst nach ihrem Tod, so Link weiter. Weiter beschrieb sie, dass sie sich gewiss sei, dass sie ihre Schwester nach dem Tod wiedersehe, was eine „Mischung aus glauben und zutiefst hoffen“ sei.

Nach dem Tod ihrer Schwester habe sie eine große Leere empfunden, die bis zu einer „tiefen Depression“ führte. Eine wesentliche Kraft, die sie aus diesem Loch wieder herausfinden ließ, war der Glaube. Der Glaube an einen übergeordneten Sinn habe ihr geholfen, so Charlotte Link. Dazu beschreibt sie weiter:

„Er (Der Glaube) war wie eine Strickleiter, an der ich hochgeklettert bin.“

Das komplette Interview, wo Charlotte Link auch auf den weitern Umgang mit dem Tod ihrer Schwester weiter eingeht, gibt es im aktuellen Magazin der Steyler Missionare „Stadtgottes“.

Quelle: stadtgottes.de

Foto: Facebook (Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Schutti)

Andreas Schutti gab vor kurzem in der SWR-Talkshow „Nachtcafe“ ein christliches Zeugnis und schilderte seine Veränderung in einem turbulenten Leben. Gestern Abend lief sein Zeugnis in der Sendung ‚Nachtcafé Classics – Wie das Leben so spielt‘.

Bereits in jungen Jahren baute sich Andreas Schutti ein Diskotheken-Imperium auf. Er wurde zum Star des österreichischen Nachtlebens und führte als „Discokönig“ ein Jetsetleben. Trotz Ehe hatte er ständig Affären, war pornosüchtig und verschleuderte sein Geld ohne Sinn und Verstand. Bis sein Höhenflug in einer Bruchlandung endete. Am Boden zerstört fand er in seiner Not zum Glauben.

Seinen Perspektivwechsel beschreibt der heute 49-jährige, wie folgt:

 „Durch Gott habe ich mein Leben um 180 Grad gedreht und wurde ein anderer Mensch.“

Bereits 2014 schrieb Andreas Schutti ein spannendes Buch mit dem Titel „Der Discokönig“ über sein unmoralisches Leben voller Eskapaden und Exzessen und seine große Veränderung. Darin beschreibt er, dass viele Menschen sein Jet-Set-Leben verfolgten und das „extrem cool“ fanden. Wie es wirklich in ihm aussah, bekam niemand mit. Erst als er alles verlor, veränderte er sein Leben, nach und nach, um 180°.

Dazu sagt er:

„Ich war innerlich bereits bankrott und wollte mir das Leben nehmen, als ich durch ein Finanzstrafverfahren auch noch alle meine materiellen Güter verlor. Dennoch hätte mir nichts Besseres passieren können, weil ich mir dadurch die Sinnfrage des Lebens stellte.“

Beim Nachgehen der Sinnfrage landet er bei Jesus. Wie der „Verlorene Sohn“ im Gleichnis, das Jesus vor 2000 Jahre erzählte (Lukas 15, 11-32), fand Andreas Schutti in der Beziehung zu Gott eine neue, versöhnte Perspektive. Dadurch fühlt er sich heute „reich beschenkt“ und schreibt nun darüber, wie er Jesus und seine Gnade erlebt.

Auf seiner Facebook-Seite schreibt er:

„Ich mache diese Seite nur aus einen einzigen Grund und das ist das ihr sehen könnt wie Gott wirklich ist. Das suchen in unserem Leben hört erst auf wenn wir mit Jesus Christus eine persönliche Beziehung eingehen!
Ich hätte mir das auch nie gedacht und bin auch sehr skeptisch gewesen aber der wahre Friede im Herzen kommt nur durch IHN!!! Es ist schön zu wissen das Gott uns durch den Glauben an Jesus liebt und uns alles vergibt, und als Draufgabe noch die Zuversicht schenkt warum wir keine Angst nach diesem Leben hier auf Erden haben müssen. Es ist schön zu wissen wohin die Reise geht,all dass und vieles mehr schenkt dieser Glaube an Jesus Christus, many blessings euch allen Andi“

Quellen: swr.de, derdiskokoenig.at und Facebook-Profil von Andreas Schutti

 

Vor zweieinhalb Jahren gab Andreas Schutti in der ERF-Sendung „Mensch Gott“ sein Zeugnis vom lebendigen Gott, der auch heute in unserer Welt wirkt.

Foto: Bastian Sick (Wikimedia - CC0 1.0)

Der Journalist, Autor und Entertainer Bastian Sick, der vor allem mit seinem Buch Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ eine hohe Bekanntheit erlangte, sprach aktuell mit dem Magazin Stadtgottes über seinen christlichen Glauben.

In seiner Kindheit wurde der heute 52-jährige im Umfeld der Kirche in seinem Heimatort Ratekau groß, die er im Interview als sein „zweites Zuhause“ bezeichnet. Als Kind ging Bastian Sick regelmäßig in den Kindergottesdienst. Den Begriff Kirche macht er dabei aber an keinem konkreten Ort fest und sagt:

„Kirche fand bei uns aber auch immer zu Hause statt: in Gesprächen, in der Wertevermittlung.“

Als Vorbilder im Glauben geprägt haben ihn auch seine Großeltern. Sein Großvater war Pastor und seine Großmutter bezeichnet Bastian Sick als „ebenfalls eine sehr christliche und kirchlich engagierte Frau“, die Organistin war und zuhause häufig Kirchenmusik spielte. Mit 5 Jahren ging Bastian Sick selbst in den Kirchenchor, dem er bis zu seinem Wegzug nach dem Abitur treu blieb.

Das Singen im Chor bezeichnet Sick auch als „Kulturunterricht“ und sagt dazu weiter:

„Ich habe viel über die Bibel erfahren, mein soziales Gewissen wurde gestärkt.“

Als Teil der Chorgemeinschaft habe er u.a. auch gelernt Rücksicht zu nehmen. Die Zeit im Chor verbunden mit gemeinsamen Erlebnissen wie Ausflüge, Gottesdienste und Feiern bezeichnet er rückblickend als „etwas sehr Schönes“ und betont:

„All das war ein wichtiger Teil meiner Kindheit und begleitet mich mein Leben lang.“

Auf die Frage, wie er heute seinen Glauben lebt, antwortet Bastian Sick:

„Ich versuche meinen Glauben durch mein Handeln zu leben: Jesus Christus ist mein ständiger Begleiter und mein Vorbild. Nachdem, was er uns gelehrt hat, versuche ich zu handeln. Das gelingt mir natürlich nicht immer, aber ich bemühe mich.“

Insbesondere fasziniert ihn an Jesus, dass er uns ein „neues Gottesbild“ gebracht habe. Jesus habe den vergebenden, verzeihenden, beschützenden und liebenden Gott betont, der „uns auch dann wieder zurücknimmt, wenn wir auf Abwege geraten sind“. Mit Blick darauf erinnert Bastian Sick, dass jeder einzelne von uns „einen schwierigen, komplizierten Weg“ habe und es „diesen ganz geraden Weg, ohne Enttäuschungen, Fehlschläge, Verluste“ nicht gäbe und Selbstzweifel und Ungerechtigkeitsempfinden unseren Lebensweg begleiten. Daran anschließend betont Bastian Sick voller Hoffnung in das, was Jesus gelehrt hat:

„Und trotzdem zu wissen, dieser Gott liebt dich dennoch und steht zu dir, das ist etwas Wunderbares.“

Weiter sagt Bastian Sick, dass sich sein Glaube im Laufe seines Lebens verändert habe, was er aber als normal empfindet, da mit dem Älterwerden die Erkenntnisse wachsen. Gerade das Erkennen der „Tiefe der Schöpfung“ und sein Interesse für „die komplexen Zusammenhänge des Lebens“ haben ihn noch stärker im Glauben gefestigt. Wörtlich sagt er dazu:

„Das lässt mich im Glauben eher stärker werden als davon abzukommen.“

Während sein Glauben bisher eine Konstante in seinem Leben war, hatte Sick mit der Kirche als Institution zeitweilig seine Probleme, dass er sogar für ein paar Jahre in seiner „Sturm- und Drangzeit“ einmal ausgetreten war. Heute hat er sich mit der Kirche versöhnt und betont:

„Ich gehe sehr gerne in Kirchen.“

Die Bibel nimmt er „immer mal wieder“ zu Hand, um sich in den Geschichten, die er seit der Kindheit kennt, an Einzelheiten wieder zu erinnern.

Als seine Lieblingsgeschichte bezeichnet Sick die Mose-Geschichte im Alten Testament, die er als „Mut-Geschichte“ sieht mit Blick auf das Leben, das „an sich eine Reise“ sei. Folgende Schlüsse zieht Bastian Sick u.a. aus dieser biblischen Geschichte für sein persönliches Leben:

„Die Flucht aus Ägypten und die 40 Jahre in der Wüste, in denen er (Moses) immer ein klares Ziel vor Augen hatte. Das genügt für ein erfülltes Leben. Man muss die Erfüllung nicht unbedingt erlangen, das Streben danach ist das Entscheidende.“

Und weiter:

„Kein Weg ist wirklich gerade, man muss ihn selbst finden.“

Im Glauben bestärkt den 52-jährigen die Kraft, die man dadurch erhält, sowie die Hoffnung und die Liebe, die sich im Glauben erfahren lassen. Auch die im Glauben erwachsende Sehnsucht, „anderen Menschen nahe zu sein“ und „Gutes zu tun“ sind für Bastian Sick bedeutend und festigen ihn in seinem Glauben. Abschließend sagt er:

“ Je älter man wird, desto mehr wächst der Glaube von einer Ahnung zur Gewissheit.“

Das komplette Interview gibt es im sehr lesenswerten Monatsmagazin der Steyler Missionare – Stadtgottes (Ausgabe Juli 2018).

Quelle: stadtgottes.de

 

 

Foto: pixabay.com (CC0 1.0)

Wolfgang Joop ist Gründer der Mode- und Kosmetikfirmen JOOP! sowie Wunderkind und gilt zusammen mit Karl Lagerfeld und Jil Sander als erfolgreichster Deutscher in dieser Branche. Joop, der sich im Lauf seines Lebens immer wieder neu erfunden hat, hat sich jetzt im Alter von 73 Jahren an ein neues Projekt gewagt: das Nachhausekommen – in seinem Sehnsuchtsort Potsdam, den Ort seiner Kindheit.

Diesbezüglich hat Wolfgang Joop in seinem neuen, alten Heimatort Bornstedt bei Potsdam ein Interview gegeben. Als Joop beim Eingang der Bornstedter Kirche kurz innehält, fragt ihn sein Gesprächspartner, ob er gläubig sei. Darauf antwortet der Modedesigner:

„Ich bin nicht gläubig, ich bin spirituell und kann mit Mystik etwas anfangen.“

Weiter gibt er zu verstehen, dass ihm ein Denken im Sinne von ‚Ich glaube nur, was ich sehe‘ zu einfach ist. Dazu sagt er:

„Liebe kann man nicht sehen, und ich weiß dennoch, dass sie da ist.“

Quelle: kn-online.de

 

Dieses Phänomen ‚Ungläubig, aber spirituell‘ ist ein neuer Trend. Laut dem Philosophen Eberhard Tiefensee bezeichnen sich immer mehr Ungläubige als spirituell. Dies habe gesellschaftliche Folgen. So gebe es vor allem in der Palliativmedizin ein wachsendes Interesse an „Spiritual Care“, also spiritueller Versorgung.

Studien zeigten, dass Spiritualität auch jenseits von religiösen Vorstellungen Einfluss auf die Lebenqualität habe, erläuterte Tiefensee. So fordere auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Menschen als ganzheitliche Wesen mit eben auch spirituellen Bedürfnissen wahrzunehmen.

Auch im Erziehungswesen gebe es ähnliche Entwicklungen, konstatiert Tiefensee. So habe die UN-Generalversammlung bereits 2002 festgehalten, unter anderem auch die spirituelle Entwicklung der Kinder „als Angelegenheit nationalen und weltweiten Vorrangs“ zu fördern.

Tiefensee räumte ein, dass er selbst unterschätzt habe, was eine aktuelle soziologische Studie zur Spiritualität in Deutschland gezeigt habe:

„Im konfessionslosen Osten bezeichnet sich fast die Hälfte derer, die sich selbst als Atheisten deklarieren, als religiös oder spirituell.“

Zugleich warnte Tiefensee vor einer Abqualifizierung der „stammelnden Texte“ derjenigen, die über ihre atheistische Spiritualität zu sprechen versuchen. Denn es verweise auch auf ein

„Grundproblem aller Theologie, die sich diesen Namen verdienen will: Gestammel zu sein und zu bleiben angesichts eines letztlich Unsagbaren.“

Quelle: katholisch.de

 

Der Sänger Jorid drückt in seiner aktuellen Single „Signal“ die menschliche „Sehnsucht nach Mehr“ sehr schön aus: