Frank Richter gehörte in den 1980er Jahren zur Bürgerrechtsbewegung und zum organisierten Widerstand in der DDR, war gewählter Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und 1989 hauptamtlicher Mitarbeiter in der Koordinierungsgruppe des Arbeitskreises Gerechtigkeit und der Arbeitsgruppe Menschenrechte, zweier Gruppen, die zur Initiierung des Massenprotestes gegen die SED-Herrschaft wesentlich beigetragen haben.

Als Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung vermittelte Frank Richter in letzter Zeit zwischen „besorgten Bürgern“, Pegida-Anhängern und ihren Kritikern. Aktuell kandidierte er bei der Bürgermeisterwahl der Stadt Meißen und lag mit einem vorläufigen Ergebnis von 36,7 Prozent klar vorn, während der AfD-Kandidat eine herbe Schlappe hinnehmen musst.

Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro sprach Frank Richter, der auch Theologe ist und sich in der DDR bereits Anfang der 80er Jahre in der Jungen Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens engagierte, darüber, was die Gesellschaft im Innersten zusammenhält und warum es dabei auf jeden Einzelnen ankommt.

Dabei beschreibt der 52-jährige die Welt, wie sie sich heute darstellt, mit Blick auf Krieg, Gewalt und Gräueltaten als „an vielen Stellen aus den Fugen“. Und weiter:

„Wir bewegen uns hinsichtlich der Friedlichkeit unserer Welt auf einer Rutschbahn nach unten.“

Das hasserfüllte Reden, das sich aufgrund des Nicht-Verstehens mit der Folge von negativen Gefühlen und der  „Erfahrung von Ohnmacht und Überforderung“ entwickelt, benennt Richter als „eine fatale Entwicklung“.

Dennoch sei Frieden eine „Ursehnsucht der Menschen“, zwar eine Utopie, aber eben auch „ein Ideal, ein Wert der das Zusammenleben der Menschen bestimmt“ und damit „sehr real“. Diese Sehnsucht werde „nicht sterben, solange wir leben“. Dazu betont Frank Richter:

„Deswegen werden auch alle Kräfte, die sich um Frieden bemühen, immer wieder auferstehen. Da bin ich ganz sicher.“

So gelte es  „die freiheitlich-demokratische Grundordnung wahrzunehmen und wertzuschätzen“. Als problematisch benennt Richter, dass es „auf allen Ebenen der Gesellschaft sehr viel Egoismus, Individualismus und Missbrauch dieser Ordnung“ gebe.

Dazu betont Richter:

„Ich schätze das Wort des früheren Verfassungsrichters Wolfgang Böckenförde: ‚Der demokratische Staat steht auf Grundlagen, die er selbst nicht garantieren kann.‘ Was sind die Grundlagen? Respekt, wechselseitige Wertschätzung, Wahrhaftigkeit, Allgemeinwohlorientierung, Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe, Solidarität.“ Das ist die „Software“, der Kern des gesellschaftlichen Zusammenhalts.“

Und genau das könne der freiheitliche Staat mit seinen regierenden Verantwortlichen nicht selbst schaffen. Dies sein „unser aller Aufgabe“. Für diese Aufgabe betont Richter die Beduetung der Kirche und sagt:

„Gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst in der Kirche, er wächst in Gemeinschaften, überall dort, wo Menschen sich ihrer Werte bewusst werden und diese auch leben.“

Wenn dies nachhaltig verloren ginge, werde die staatliche Ordnung „fundamental ins Rutschen kommen“ und der innere Frieden gefährdet, so Frank Richter.

Bei der Verständigung mit Flüchtlingen, mit denen eine „robuste Religiosität ins Land“ komme, seien seiner Ansicht nach Christen besonders gefordert, weil sie im Gegensatz zu vielen areligiösen Menschen, gerade im Osten Deutschlands, einen Zugang zur Religiosität der Flüchtlinge finden können.

Das komplette Interview gibt es im aktuellen christlichen Medienamagzin Pro.

Quelle: pro-medienmagazin.de

Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Volker Kauder, hat den hohen Wert der Religionsfreiheit unterstrichen. Darüber berichtete aktuell das christliche Magazin Idea.

Bei einer Veranstaltung des Vereins „Verantwortung und Werte“ am 28. August in Magdeburg sagte Volker Kauder:

„Die Religionsfreiheit schafft dem Menschen einen Bereich, in dem er niemandem Rechenschaft ablegen muss. Sie ist das bedeutendste Menschenrecht überhaupt.“

Die religiöse Freiheit in Deutschland fordere Christen zugleich aber auch zu einem mutigen Bekenntnis ihres Glaubens auf. Dazu führte der 68-jährige weiter aus:

„Der Staat stellt den Rahmen für die Religionsausübung zur Verfügung – aber wir selbst tragen die Verantwortung.“

So sei die Bundesrepublik zwar weltanschaulich neutral, „aber nicht wertneutral, sondern von den jüdisch-christlichen Werten gespeist“. Wir sollten uns also fragen, warum immer weniger Deutsche in die Kirche gehen. Dazu sagte Volker Kauder weiter:

„Es wird kein christliches Abendland mehr geben, wenn es keine Christen mehr in der Bevölkerung gibt.“

Darüber hinaus verwies er darauf, dass die Christenverfolgung in den Ländern am größten sei, in denen es keine Religionsfreiheit gibt.

Mehr dazu unter idea.de

Wir von PromisGlauben wollten mehr über den Menschen Markus Söder erfahren. Dieser empfing einige Mitglieder unseres Teams am 2. August in der Bayerischen Staatskanzlei und gab unserer Journalistin Hiltrud Reiter ein exklusives Interview. Dabei stellte er sich ganz intimen Fragen und Sichtweisen wie

– sein Wachstum im Glauben,
– die Bedeutung der Bibel für sein Leben,
– seine Beziehung zu Jesus Christus und was er dabei erlebt,
– das Erleben von Endlichkeit und Begrenztheit,
– die Schöpfung als Gottesbeweis,
– die Bedeutung des Glaubens in seiner Familie,
– christliche Kultur in Bayern,
– seine Sicht vom Religionsunterricht,
– den Zusammenhang von Menschenwürde und christlichem Menschenbild,
– sein Verständnis der Frohen Botschaft.

Aus dem christlichen Glauben zieht Markus Söder Kraft und Dankbarkeit. Dazu sagte er:

„Mir gibt der Glaube Kraft und ich bin dankbar, glauben zu können.“

Dabei spielt die Beziehung zu Jesus Christus die entscheidende Rolle:

„Jesus Christus ist mein unmittelbarer Zugang zu Gott.“

Habe er sich als junger Mann nach seiner Konfirmation eher die Frage gestellt, wozu man den Glauben brauche, veränderte sich diese Sichtweise vor allem mit dem Tod seiner Eltern. Dazu sagte Markus Söder:

„Durch den Tod meiner Mutter und den Tod meines Vaters hat sich irgendwas verändert gehabt. Ich habe gemerkt, dass ich, selbst wenn ich stark und kräftig bin, nicht alles beherrschen kann im Leben und dass es jemand gibt, der mich schützen kann und der mir helfen kann.“

Er fand dann „einen Kreis von engagierten Christen“, was er als großes Glück bezeichnet. Er wurde dann Mitglied in einem Gebetskreis, wodurch er lernte, sich wieder im Glauben zu öffnen und zu beten. Dazu sagt er weiter:

„Dadurch bin ich Stück für Stück offener geworden und habe dann auch wieder offener über den Glauben geredet, weil ich auch gemerkt habe, dass es anderen Mut macht, sich selber dazu zu bekennen.“

Auch der Besuch des Kinofilms „Sakrileg“ von Dawn Brown führte dazu, dass Markus Söder immer neugieriger wurde, sich mit Jesus Christus und den Glauben an die Auferstehung auseinanderzusetzen. Heute liest er täglich den Losungstext und empfiehlt die Bibel als Hörbuch. Dazu betonte er:

„Mit der Bibel kann man echt eine Menge erleben. Deshalb ist sie auch bis heute das erfolgreichste Buch der Welt. Es gibt keinen erfolgreicheren Bestseller als die Bibel.“

 

Das komplette Interview, mit Antworten auf allen oben aufgeführten Fragen und Impulsen, gibt’s hier zu sehen:

 

Markus Söder – ein überzeugter Christ

 

Autor: Markus Kosian

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat sich in den letzten Jahren in Interviews und in ihrer Biographie „Frau, gläubig, links: Was mir wirklich wichtig ist“ zu ihren Glauben an Jesus Christus bekannt (wir berichteten). Aktuell gab sie mit dem Magazin „Bunte“ Einblicke in ihr Privatleben und die Glaubensweitergabe an ihre Tochter.

Dabei sagte sie, das sie mit ihrer siebenjährigen Tochter Ella betet und ihr aus der Kinderbibel vorliest. Mit Ella mache Beten besonders viel Spaß. Beim Tischgebet hätten sie eine kleine Variante entwickelt: „Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen. Guten Appetit, keiner sagt ‚igitt‘. Haut rein.“ Die Lieblingsgeschichte von Ella in der Bibel sei „David gegen Goliath“. Dazu sagte Andrea Nahles:

„Das war bei mir als Kind auch so, das Alte Testament fasziniert in dem Alter noch mehr als das Neue.“

Wie die Politikerin weiter sagte, muss sie „nicht ständig in die Kirche rennen, um Gott nah zu sein“. Manchmal lasse sie eine Sonntagsmesse sausen, weil es der einzige Tag sei, an dem sie mit Ella in Ruhe frühstücken könne. Dazu sagte sie weiter:

„Da sage ich mir, das Zusammensein mit meinem Kind ist auch Gottesdienst.“

Sie selbst bete nicht jeden Tag, „aber immer mal wieder“.

Quellen: zeit.deidea.de, und welt.de

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sprach in einem Interview des Evangelischen Rundfunkdienstes Baden über seine religiöse Erziehung und darüber, wie er seinen Kindern Religion vermittelt. Dazu sagte er im Gespräch mit Hörfunkmoderator Christian Besau:

„Meine Eltern haben mir beigebracht, unser Gott heißt ‚Allah‘ und der Gott der Christen ist ‚Gott‘.“

Özdemir wuchs im schwäbischen Bad Urach auf. Seine Eltern wollten, dass er am evangelischen Religionsunterricht teilnimmt. „Da lernst du auch was Richtiges“, habe seine Mutter gesagt. Dem Religionslehrer habe er „Löcher in den Bauch gefragt“. Besonders spannend habe er die Schöpfungsberichte in der Bibel und die Evangelien gefunden. Özdemir gehörte außerdem zu einer christlichen Jugendgruppe im Ort.

Seinen eigenen Kindern versucht er, sowohl mit dem Islam als auch mit dem Christentum vertraut zu machen. Özdemirs Ehefrau ist Argentinierin und Katholikin.

Mehr dazu gibt es im Artikel des christlichen Medienmagazins Pro.

Quelle: pro-medienmagazin.de

Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm sprach aktuell im Bild-Interview über seine Sicht des Rentensystems. Dabei argumentierte er auch mit seiner Wertehaltung, die tief im christlichen Glauben verwurzelt ist.

So sagte er u. a.:

„Ich will in keiner Gesellschaft leben, in der jeder nur an sich denkt.“

Und an anderer Stelle sagte er mit Blick auf die Finanzierung von Zusatzleistungen aus der gesetzlichen Rentenkasse, dass die Zusatzleistungen aus Steuern finanziert werden müssten und  nicht aus Beiträgen. Dazu betonte er:

„Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit.“

Wo der Sinn für Gerechtigkeit herkommt, dazu hat der engagierte Katholik Norbert Blüm eine sehr klare Meinung. In einem früheren Interview aus dem Jahr 2007 sagte er einmal:

„Die Sehnsucht nach Gerechtigkeit ist dem Menschen angeboren.“

Dies begründete er, wie folgt, weiter:

„Der Glaube, dass alle Menschen Kinder Gottes sind, ist das stärkste Fundament der Menschenwürde, auf deren Achtung die Gerechtigkeit basiert. Die Menschenwürde ist nicht vom Staat verliehen, sondern von Gott gegeben. Deshalb kann auch kein Staat und keine politische Macht dem Menschen seine Würde nehmen.“

Um klarer im Leben zu sehen und solidarischer miteinander zu leben, empfiehlt Norbert Blüm den vertieften Blick in die Bibel. Dazu sagte er in einem Interview im Jahr 2012:

„Die Bibel ist in der publicity-geilen Gesellschaft ein trostreiches Buch, weil es verkündet, dass niemand nichts wert ist und jeder Mann und jede Frau von Gott gewusst wird. Warum lesen wir so wenig in der Bibel? Dabei sitzen wir in der Bibel immer in der ersten Reihe des Lebens.“

Zu seinem Gottesbild, verbunden mit einer vernunftbegründeten Haltung beim Beten, sagte er einmal:

Erbitte Gottes Segen für deine Arbeit, aber erwarte nicht, dass er sie auch noch tut.“

Quellen: bild.de, muslim-markt.de und stadtgottes.de

Der ehemalige FDP-Vorsitzende Philipp Rösler leitet seit Dezember 2017 die Hainan Cihang Charity Foundation mit Sitz in New York, die gemeinnützige Stiftung des chinesischen Mischkonzerns HNA. Aktuell wurde der 45-jährige mit dem „Communio-Preis 2018“ ausgezeichnet. Mit dem „Communio-Preis“ werden Persönlichkeiten geehrt, die sich im Geist christlicher Wertorientierung um eine Kultur des Dialogs, der Verständigung und Versöhnung bemühen und zum Aufbau einer menschenwürdigen und lebenswerten Gesellschaft beitragen.

Mit dem Preis sei Röslers „herausragendes Engagement zur Armutsbekämpfung und zur Erreichung der von den Vereinten Nationen formulierten globalen Entwicklungsziele geehrt“ worden, wie das Erzbistum Paderborn am Dienstag mitteilte.

Rösler betonte in seiner Dankesrede, dass die Auszeichnung für ihn Aufruf und Mahnung sei, in einer sich immer weiter spaltenden Gesellschaft und einer Zeit des Primats nationaler Interessen weiter für Dialog und Verständigung einzutreten. Der Einsatz für Menschlichkeit sei das Gebot der Stunde und müsse von einem jeden unternommen werden, so Rösler.

Der Direktor der Katholischen Akademie, Prälat Peter Klasvogt, hatte Rösler zuvor als einen „Brückenbauer zwischen Europa und Asien, China und Amerika“ bezeichnet. Als Vorsitzender einer chinesischen Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in den USA und durch sein Engagement für Flüchtlinge, stelle Rösler sein globales Handeln und sein länder- und menschenverbindendes Wirken nochmals unter Beweis.

Schon zu seiner Zeit als deutscher Vizekanzler und FDP-Vorsitzender bekannte Philipp Rösler sich zum christlichen Glauben und verwies dabei auf die Werteorientierung, die er daraus ziehe. Gegenüber der Welt sprach er in einem Interview mit dem Titel „Gott schützt vor Größenwahn“ im Jahr 2011 über seinen Glauben und sagte u. a.:

„Ich bin gern bekennender Christ. Ich bin Liberaler und Katholik. Mein Glauben gehört zu meinem festen Wertegerüst.“

Der Glaube sei sein „innerer Kompass“, an dem er sich orientiere. Weiter sagte er damals, dass sich für ihn Politik und Glaube nicht trennen lassen und dass „ein gesundes Maß an Demut“ der Politik helfe. Auch das Lesen in der Bibel gebe ihm Klarheit. Dazu sagte er:

„Die Bibel ist für mich persönlich auch in der Politik eine wichtige Wertebasis.“

Den Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes findet Philipp Rösler zudem wichtig, denn:

„Die tiefe Überzeugung, dass es etwas Höheres gibt als uns, schützt uns davor abzuheben.“

Und weiter:

„Die Verfasuung schützt die Minderheit vor der Mehrheit, der Gottesbezug den Menschen vor sich selbst.“

Zum Glauben kam Philipp Rösler als er als junger Arzt in einem evangelischen Krankenhaus gearbeitet hat und dort mit Leid und Sterben konfrontiert wurde. Er habe sich dann gefragt, wie die Schwestern damit zurechtkommen würden und habe erkannt, dass sie „aus ihrem Glauben Kraft geschöpft“ haben. Weiter sagte er dazu:

„In dieser Zeit ist der Entschluss in mir gereift, ebenfalls einer christlichen Kirche beizutreten. Und da ich als Baby in Vietnam in ein katholisches Waisenhaus aufgenommen wurde, konnte das für mich nur die katholische Kirche sein.“

Seine damalige Freundin und heutige Ehefrau habe ihn in diesem Schritt bestärkt und war dann auch seine Taufpatin. In der Kirche, in der er getauft wurde, heiratete er 2002 auch seine Frau. 2008 bekam das Paar bekam Zwillingstöchter.

Quellen: katholisch.de und welt.de

Am Donnerstagabend hatte der Diözesanrat im Erzbistum München und Freising zum Kinoabend geladen. Auf dem Programm stand der neue Wim Wenders-Film Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes. Mit dabei waren Kardinal Marx und Laienvertreter der Kirche.

Im Kino ‚Münchner Freiheit‘ in Schwabing diskutierte Kardinal Marx mit der früheren bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf über den Papstfilm.

Kardinal Marx betonte, dass es zwischen dem Franziskus auf der Kinoleinwand und dem, den er persönlich aus vielen Gesprächen und Begegnungen kennt, keinen Unterschied gäbe. Dazu äußerte er im Anschluss an den Film:

„Das ist der Papst, so wie er wirklich denkt.“

Die frühere bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte,

die Papst-Dokumentation müsste eigentlich ein Pflichtfilm sein, „für alle, die Verantwortung tragen“.

Darüberhinaus sei die Umweltenzyklika des Papstes „Laudato si‘“ ein Instrument ihrer täglichen Arbeit als Ministerin gewesen. Papst Franziskus bezeichnete sie als eine „Autorität, der viele vertrauen“.

Der Diözesanratsvorsitzende Prof. Hans Tremmel gab zu verstehen, dass die Laien der Kirche fest hinter Papst Franziskus stehen und sagte abschließend mit Bick auf Kardinal Marx:

„Richten Sie dem Heiligen Vater bitte aus, dass die Laien im Erzbistum München und Freising hinter ihm und seiner Botschaft stehen.“

Einen ausführlichen Bericht zum Filmabend des Diözesanrats mit weiteren Statements und Inhaltsbeschreibung zum Film gibt’s auf der Webseite der Münchner Kirchenzeitung.

Quelle: mk-online.de

 

Am gestrigen Freitag wurde beim Abend für Religionslehrkräfte im Filmtheater am Sendlinger Tor auf Einladung des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising ebenfalls der Papstfilm von Wim Wenders präsentiert. 340 Religionslehrkräfte folgten der Einladung und waren sichtlich berührt. Die Religionslehrer von unserem PromisGlauben-Team waren ebenfalls vor Ort. Wir sind überwältigt und der Meinung:

„Dieser Film kann dazu beitragen, die Welt zu verändern, weil er unabhängig von Religionszugehörigkeit mitten ins Herz geht.“

Es sollten noch viel mehr Menschen sich diesen Film ansehen.

 

Im Interview mit Hamburger Abendblatt äußerte der Arzt und CDU-Politiker Dierich Wersich, der 2015 bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg Spitzenkandidat seiner Partei war, dass ihn der Glaube an Jesus trägt und er sich nach der Einheit der Christen sehnt.

Der christliche Glaube wurde ihn in der Kindheit vermittelt. Ein prägendes Bild stellt für ihn eine Holz-Ikone dar, die Christus in einem Boot mit drei kleinen Jungen zeigt. Dieses Bild begleitete ihn durch seine Kindheit und „war immer Gegenstand unseres Abendgebets“, so der 54-jährige. Seinen Glauben beschreibt er in Anlehnung an diese Ikone wie folgt:

„Geborgenheit, Sicherheit und das Urvertrauen in Gott, der immer bei uns ist.“

Neben dem sonntäglichen Gottesdienstbesuch war das tägliche Gebet und die Gewissheit, „dass Gott in allem wirkt“,  ein zentraler Bestandteil der Kindheit von Dietrich Wersich.

Heute wünscht er sich sehnsüchtig die Einheit unter den Christen. Dazu sagt dem gegenüber dem Hamburger Abendblatt:

„Auch wenn ich mich inzwischen zur evangelischen Kirche bekenne, finde ich es dennoch sehr schwierig, mich für eine Seite zu entscheiden, und wünschte lange, ich müsste es nicht, sondern es gäbe nur eine gemeinsame christliche Kirche.“

Bei seiner Arbeit bezeichnet er sein „Gottvertrauen“ als einen wichtigen Motor.

Zu seiner Werteeinstellung lässt er durchblicken:

„Ich bin nicht nachtragend und nehme das Thema Nächsten- und Feindesliebe durchaus ernst. Außerdem habe ich als Arzt erlebt, was wirklich existenziell im Leben ist.“

Und weiter:

„Zudem hilft mir mein Glaube, der gibt Kraft.“

Privat geht er regelmäßig zu einem Gebetskreis, in dem gemeinsam Bibeltexte gelesen und interpretiert werden sowie  am Ende immer das Vaterunser gesprochen wird. Diesen Austausch bezeichnet er als „sehr inspirierend“.

Quelle: abendblatt.de

Der CDU-Politiker Hermann Gröhe hat Christen dazu aufgefordert, ihren eigenen Glauben erkennbar zu leben. Er war einst Gesundheitsminister und ist heute stellvertretender Unionsfraktionschef und Sprecher für Fragen der Religion.

Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro gibt Hermann Gröhe folgendes zu bedenken:

„In vielen Teilen der Welt erleiden Christen Bedrängnis und Verfolgung. Dagegen braucht es bei uns nicht viel Mut, sich zum eigenen Glauben zu bekennen. Wir sollten dies – manchen dummen Sprüchen zum Trotz – beherzt tun!“

Zudem fordert er mehr Engagement im Einsatz für die Religionsfreiheit und betont:

„Antisemitismus und religiös begründete Gewalt gilt es entschlossen zu bekämpfen. Wir dürfen als Christen aber auch dankbar sein, in einem Staat zu leben, der sich der Religionsfreiheit verpflichtet weiß.“

Auch stört es ihn, wenn in den Medien evangelikale Gruppen „unfair als Fundamentalisten abgestempelt wurden, um sie in die Nähe von gewaltbereiten Islamisten zu rücken“. Dazu sagt er weiter:

„Ich möchte, dass wir die christliche Prägung dieses Landes erhalten und dafür ist ein gelebter und einladender Glaube eine notwendige Kraftquelle.“

2009 bekannte Hermann Gröhe in einem Interview mit Der Welt:

„Der Glaube an Jesus Christus gibt mir Halt im Leben.“

Darauf im Pro-Interview angesprochen, verbunden mit der Frage, woher sein Glaube komme, äußert Hermann Gröhe, dass er in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen ist. Der Besuch des Kindergottesdienstes und das Reflektieren der Kinderbibel sei schon im Grundschulalter selbstverständlich gewesen. Nach seiner Konfirmation war er in der evangelischen Jugend seiner Heimatgemeinde aktiv. Wichtige Impulse habe er auch von gläubigen Menschen in seiner Verwandtschaft erfahren. Weiter bekennt er:

„Die Begegnung mit überzeugten Christen, und nicht ein dramatisches Bekehrungserlebnis, hat dazu geführt, dass ich meinen Glauben immer bewusster leben wollte. Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass Gottvertrauen trägt – auch in Zeiten von Zweifel, Krise und Anfechtung.“

Das komplette Interview, in dem Hermann Gröhe auch verraten hat, warum der Abschied aus dem Ministerium geschmerzt hat und warum er kein Verständnis für Christen hat, die sich in der AfD engagieren, gibt’s im christlichen Medienmagazin „Pro“ (4/2018).

Quelle: pro-medienmagazin.de

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich Fragen von Bürgern und Journalisten gestellt. Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Augsburger Allgemeine Forum – Live“ beantwortete Söder eineinhalb Stunden lang die Fragen von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz und Gästen vor 450 Zuschauern. Es ging dabei auch um seinen Glauben, seine Hörbibel und den Kreuzerlass – für den er auch Zuspruch von den Kirchen bekommen habe. Die Fragen zu seinem Glauben beantwortete Markus Söder spürbar begeistert.

Er sieht den christlichen Glauben vor allem als Gefühl des Vertrauens. Dazu sagt Söder gegenüber der Augsburger Allgemeinen:

„Ich bin dankbar, dass ich glauben kann. Und mir gibt der Glaube auch Kraft in schwierigen Situationen des Lebens.“

In jungen Jahren sei das noch anders gewesen, wo er dachte, dass er allein die Welt retten könne, so der Protestant. Und weiter:

„Dann sind die Eltern gestorben, unter schwierigen Umständen zum Teil. Und ich habe für mich einen Weg gefunden, zu beten. Das gibt mir Kraft und Halt.“

Dieses Vertrauen sollte man auch wieder stärker vermitteln, betonte der CSU-Politiker. Gerade die Kirche sollte die Frohe Botschaft auch im Sinne des Wortes vermitteln und eben nicht mit den Gesichtern, „mit denen das meistens vorgetragen wird“.

Die „Frohe Botschaft“ ist ein ständiger Begleiter von Markus Söder, insbesondere auf langen Autofahrten mit der Bibel als Hörbuch. Am besten gefalle ihm, dass Matthäus-Evangelium.

Auch zum bayerischen Kreuzerlass äußerte sich Markus Söder. Auf die Frage, warum dieser Erlass eigentlich nicht kontrolliert werde, äußerte der CSU-Politiker, dass die bayerischen Behörden dies von selbst machen würden. Und weiter:

„Bayern ist ein christlich geprägtes Land. In dem Kreuz, das natürlich in erster Linie ein religiöses Symbol ist, bündeln sich all die Werte, die für eine humane, säkulare Gesellschaft wichtig sind: Respekt, Toleranz, Nächstenliebe. Wir haben da eine klare Haltung und sagen: In Bayern werden Kreuze auf- und nicht abgehängt.“

Ein Fragensteller stellte fest, dass man beim aktuellen bayerischen Ministerpräsidenten die Begeisterung für den Glauben spüre.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder kam am Freitag im Rahmen einer Privataudienz mit Papst Franziskus zusammen. Dabei standen politische Themen hinten an. Die halbstündige Audienz sei ein „religiöses und spirituelles Gespräch“ gewesen, sagte Markus Söder, der sich in letzter Zeit des Öfteren zu seinem christlichen Glauben bekannte und dabei die Beziehung zu Jesus betonte (wir berichteten).

Auch zum sogenannten Kreuzerlass, der am vergangenen Freitag in Bayern in Kraft trat, bekräftigte Söder im Rahmen der Audienz gegenüber Journalisten.

Es gehe „um das Bekenntnis, das man als Christ nach außen geben soll, auch um andere auch zu motivieren, christlich zu bleiben“.

Dies liege auch Franziskus am Herzen. Dass sein Besuch im Vatikan genau an dem Tag stattfand, an dem in Bayern der Erlass in Kraft trat, sei Zufall, sagte Söder. Sein Antrittsbesuch als Ministerpräsident sei langfristig geplant gewesen.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI., den Söder im Anschluss an die offiziellen Gespräche im Vatikan besuchte, habe den Kreuzerlass „ausdrücklich begrüßt“. Den früheren Papst habe er als geistig frisch erlebt und sich mit ihm über etliche Themen angeregt unterhalten, sagte Söder.

Während die bayerische Delegation ihrem Landsmann Papst Benedikt einen Geschenkkorb mit herzhaften Spezialitäten mitbrachte, erhielt Franziskus Süßigkeiten aus Bayern. Wie anwesende Journalisten berichteten, habe Franziskus spontan angemerkt:

„Wie, aus Bayern und kein Bier dabei?“.

Darauf habe er dem Papst zusagen müssen, ein Fass nachzuliefern, sagte Söder später vor Journalisten.

Quelle: katholisch.de

Unmittelbar nach dem deutsch-afrikanisches Bischofstreffen in Madagaskar, in dem die Bischöfe über Synergien für den Einsatz für eine gerechtere Welt berieten, betonte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gegenüber domradio.de den Einfluss, den Christen dabei haben können.

Auf die Frage, was die Kirche tun könne, um Politiker dazu zu bringen, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen, sagte Schick:

„Der große Einfluss, den wir haben, sind die Christen selbst. Sie können in der Politik, Wirtschaft und im Bildungsbereich Aufgaben übernehmen, die dann zu einer gerechteren Welt führen.“

Außerdem betonte er mit Blick auf eine gerechtere Welt die Gleichberechtigung von Mann und Frau und hob die Rolle der Frau hervor, ohne deren „aktive Mitwirkung“, die Entwicklung eines Landes nicht voran gehen könne.

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de

Markus Grübel ist Beauftragter der Bundesregierung für Religionsfreiheit, ein Amt, das in diesem Jahr neu geschaffen wurde. Im Interview mit evangelisch.de sprach der CDU-Politiker aktuell über seinen Glauben, seine Aufgabe und die Situation der Religionsfreiheit in Deutschland.

Dabei stellt Grübel klar, dass Religionsfreiheit eben kein Menschenrecht zweiter Klasse sei, wie es von Teilen in der Gesellschaft gesehen werde, sondern:

„Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht.“

Diesbezüglich würden wir in Deutschland verglichen mit dem Rest der Welt „auf einer Insel der Glückseligen“ leben. Dazu betont Grübel, dass das Christentum, wie es heute gelebt wird, „eine Religion der Freiheit, der Toleranz und der Achtung von anderen – auch anderen Lebensentwürfen und anderen Lebensformen“ sei.

Der aktuellen Kreuz-Debatte, die an manchen Stellen sehr scharf geführt wird, steht er relativ entspannt gegenüber. Kreuze stünden in Bayern am Wegesrand, auf Berggipfeln und hingen in Wohn- und Gaststuben, deshalb frage er sich, warum es nicht auch in Amtsstuben hängen sollte. Und weiter:

„Das Kreuz ist Zeichen der Mahnung und Erinnerung – Mahnung, sich selbst nicht absolut zu setzen  weil es eine höhere Instanz gibt und Erinnerung, christliche Werte wie Nächstenliebe zu leben.“

Gerade bei radikalen Kräften, die nach christlichen Werten und dem christlichen Abendland rufen, fehle ihm diese Ernsthaftigkeit. Dazu betont er:

„Nur nach dem christlichen Abendland zu rufen, aber nicht danach zu handeln, ist nicht glaubwürdig.“

Zu seinem eigenen Glauben äußerte Markus Grübel im Interview:

„Ich bin christlich-katholisch erzogen worden, ich bin ein gläubiger Mensch, übe meine Religion sehr gerne aus, gehe auch gerne in die Kirche und verstehe, wenn andere das auch tun.“

Darum sei es für ihn selbstverständlich, dass Menschen, die eine andere religiöse Erziehung und Prägung hatten, ihre Religion frei ausüben wollen. Dafür wolle er sich in seiner Funktion als Beauftragter für Religionsfreiheit einsetzen, „und das nicht nur in Deutschland, sondern überall in der Welt“. Dazu betont er weiter:

„Mein Glaube gibt mir Kraft und Sicherheit.“

Das komplette Interview gibt’s unter evangelisch.de

Für ihre aktuelle Ausgabe hat die Redaktion der Wochenzeitung Die Zeit die Bundesministerin Julia Klöckner neben anderen Prominenten zum Thema Zweifeln befragt. In ihrem Beitrag schrieb die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, dass ihr der katholische Glaube im Leben helfe.

Julia Klöckner wurde in ihrer Kindheit christlich erzogen. Dazu schreibt sie im Zeit-Beitrag:

„Mir wurde der Glaube in die Wiege gelegt.“

Das, was ihre Eltern in der Erziehung grundgelegt haben, gibt ihr auch heute Orientierung. Dazu schreibt Julia Klöckner weiter:

„Glauben kann man nicht lernen. Aber der Glaube hilft mir, meine Begrenztheit zu akzeptieren.“

Auch betont sie, dass der Zugang zum Glauben eine Frage der inneren Haltung ist. Deshalb hat sie auch Bedenken, wenn die Wiederentdeckung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft aus „Angst vor einer angeblichen Islamisierung“ erfolgt. Dazu erklärt sie:

„Glauben muss aus einem selbst heraus kommen und nicht in der Funktion der Abgrenzung.“

Klar sei für sie, dass die Religion in einer Demokratie niemals über dem Gesetz stehen könne. Mit kritischem Blick auf den fundamentalistischen Islam zeigt sie sich verwundert über die Zurückhaltung linker Kirchenkritiker und betont:

 „Die Katholische Kirche wurde als konservative Institution immer von progressiven Feministinnen kritisiert, sicher nicht zu Unrecht. Aber für patriarchale Strukturen im fundamentalistischen Islam haben sie volles Verständnis. Da wird mit zweierlei Maß gemessen.“

An der Kirche kritisiert sie in dem Beitrag u.a., dass manche Kirchenvertreter sich mehr mit Tagespolitik beschäftigen würden als mit der klassischen Seelsorge und der Frage, warum die Kirchen so leer seien.

Quelle: zeit.de

Der Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder sprach im Interview mit domradio.de über anständige Kommunikation auch unter Politikern, wobei er deutliche Kritik vor allem an der Ausdrucksweise in Teilen der AFD äußerte, wenn dort in einer Weise gesprochen werde und ein Vokabular verwendet werde, „wie es bisher im Deutschen Bundestag nicht üblich war“.

Dazu sagte Kauder u.a.:

„Wer vorgibt, das christliche Abendland retten zu wollen, sich aber nicht an die Werte des Christentums hält, der macht den Menschen etwas vor.“

Und weiter:

„Das christliche Menschenbild sagt: Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes und hat eine unverwechselbare Würde.“

Da wo in menschenverachtender Weise im Parlament gesprochen werde, fehle es an Anstand und an „christlicher Herzensbildung“.

Das Interview gibt’s unter domradio.de

In einem Gastbeitrag in der „Welt“ plädierte die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen selbstbewussten und souveränen Umgang mit Religion, religiösen Wurzeln und religiösen Bekenntnissen. Gleichzeitig warnte sie davor, die religiösen Symbole „zu inhaltsleeren Abwehrzeichen“ zu degradieren, was am Ende nur die stärke, die ein laizistisches System anstreben.

Weiter betonte die 55-jährige, dass ihrer Meinung nach Religionsfreiheit bedeute,

dass Religion nicht nur einen Platz in der Gesellschaft hat, sondern auch im öffentlichen Raum.

Dazu nannte sie beispielhaft das Gipfelkreuz in den Alpen, das Glockengeläut in der Osternacht, die Synagoge oder die Moschee. Weiter fügte sie hinzu:

„Religionsfreiheit heißt eben nicht, dass jemand das Recht hätte, von Religion im öffentlichen Raum unbehelligt zu bleiben.“

Der Gottesbezug im Grundgesetz sieht sie als Absage an jegliche Form von Totalitarismus und führt weiter aus:

„Religion tut unserem Land, tut dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gut.“

Religion biete dem Einzelnen Orientierung und sei eine Stütze. Dabei dürfe die Religion aber niemals die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen infrage stellen, so Kramp-Karrenbauer.

Darüberhinaus betonte sie in ihrem Beitrag die Achtung des Würde des einzelnen Menschen ohne Etikettierung vorzunehmen und ging auf die Stellung der muslimischen Religion in der Gesellschaft ein.

Mehr dazu unter katholisch.de

Im Interview zum 200. Todestag von Karl Marx in der Augsburger Allgemeinen wiederholt Gregor Gysi, der den deutschen Denker Karl Marx für missverstanden und geeignet für eine demokratische Utopie hält, seine seit Jahren geäußerte Ansicht, dass er eine gottlose Gesellschaft fürchte.

Gysi bestätigte gegenüber dem Interviewer, dass er sich in vielem mit Papst Franziskus einig wäre. Auf die Frage, ob Kommunismus und Christentum also Parallelen wären, die sich in der Unendlichkeit treffen würden, sagte Gregor Gysi, dass er zuletzt einmal geäußert habe, dass Jesus Christus heute bei den Linken wäre. Das sei allerdings ein Scherz gewesen. Denn Jesus würde sich niemals in die inneren Machtkämpfe einer Partei begeben.  „Das wäre für ihn das Letzte“, so Gysi wörtlich weiter. Dennoch wäre er seiner Ansicht nach „ganz bestimmt“ ein Linker.

Und weiter betonte Gregor Gysi ein weiteres Mal:

„Ich glaube nicht an Gott, aber ich fürchte eine gottlose Gesellschaft, weil sie moralfrei wäre.“

Das komplette Interview gibt’s unter augsburger-allgemeine.de

Weitere Quelle: bonn.fm

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich aktuell von der Kritik an seinen Plänen, Kreuze in den bayerischen Behörden aufzuhängen, irritiert. Dass die Kritik auch von Teilen der Kirchen kommt und diese sich nicht „zu ihrem eigenen Kreuz bekennen“ wollen, stört Markus Söder darüberhinaus.

Dazu sagte er gestern in den Tagesthemen:

„Ich finde es sehr, sehr schade, wenn wir darüber jetzt einen Streit führen. Und manchmal wundere ich mich sogar, dass dies aus kirchlichen Kreisen kommt. Denn da wär mir ehrlich lieber, man würde sich zum eigenen Kreuz bekennen, man würde sich zum Symbol der eigenen Religion dazustellen, anstatt es kritisch zu hinterfragen.“

Auf Initiative Söders hatte das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, dass in allen Behördengebäuden unter der Verwaltung des Freistaats im Eingangsbereich ein Kreuz angebracht werden soll. Dies war unter anderem von den Kirchen als Instrumentalisierung des Kreuzes zu Wahlkampfzwecken kritisiert worden.

Für ihn sei das Kreuz „in erster Linie ein religiöses Symbol“, es gehöre „aber auch zu den Grundfesten des Staates“,

sagte Söder in der ARD. Es habe eine „identitätsstiftende, prägende Wirkung für unsere Gesellschaft“.

Weiter sagte Söder, er wundere sich, dass

„wir über Toleranz für andere Religionen reden und uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, unser eigenen Religion zu stehen“.

Es sei wichtig, „in den Zeiten, in denen wir sind, ein Stück Selbstvergewisserung zu machen.“

Einen lesenswerten und aufklärenden Artikel zur Haltung von Markus Söder gibt’s mit dem Titel „Der Unerhörte“ unter:

pro-medienmagazin.de

Winfried Kretschmann traf sich im Haus der Katholischen Kirche mit der früheren Bildungsministerin und heutigen deutschen Botschafterin im Vatikan Annette Schavan zu einem Austausch über Kirche, Glaube und Politik.

Der Grünen-Politiker, der vor 2 Jahren im eigenen Lager für Aufmerksamkeit sorgte, als er betonte, dass er täglich für die Bundeskanzlerin Angela Merkel beten würde, äußerte er sich nun im Austausch mit Annette Schavan über die Heilige Schrift. Dazu sagte er:

„Glaube ist kein Paket, das einmal vom Himmel gefallen ist und nun nur weitergereicht wird.“

Diesbezüglich zitierte er den jüdischen Religionswissenschaftler Pinchas Lapide:

„Man kann die Bibel entweder wörtlich nehmen oder ernst.“

In der Möglichkeit zur Auslegung liege eine der Stärken des Christentums, so der einstige Oberministrant. Die Tatsache, dass das Buch der Bücher gleich vier Evangelien enthalte, sei wunderbar. Sie zeige, dass man die Texte immer wieder neu deuten könne, ja sogar müsse, ohne dass die Grundwerte dadurch erschüttert würden.

Von Papst Franziskus und dessen eingeschlagenen Kurs, die Schöpfungstheologie wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, zeigte sich Winfried Kretschmann beeindruckt und bekräftigte die persönliche Hoffnung, dass die Dinge, die er angestoßen hat, sich auch in der Folge nicht so einfach ungeschehen machen lassen würden. Dazu resümierte er:

„Das Wichtigste an der Kirche ist die Wandlung.“

Quelle: stuttgarter-zeitung.de

 

Der Austausch mit seiner Kirche ist Winfried Kretschmann, der einst aus der Kirche austrat und später wieder eintrat, heute wichtig. Dazu sagte er einmal:

„Ich glaube, ohne Kirche kann man kein Christ sein. Das Christentum ist eine Gemeinschaftsreligion, eine soziale Religion. Jesus ja, Kirche nein – das halte ich für einen blöden Spruch. Christ ist man in einer Gemeinschaft, das geht anders nicht. Wieder in eine Kirche einzutreten ist anders als auszutreten, weil man seinen Frieden mit der Institution gemacht haben muss, und zwar radikal, mit alldem, was einem nicht passt.“

 

Zu Weihnachten 2012 sagte er im Magazin Bunte zu seinem Glauben befragt:

„Der Glaube ist mir wichtig. Er ist etwas, was mich befreit. Ich weiß, als Politiker kann ich immer scheitern. Zu wissen, dass man vor Gott und seiner Familie nicht scheitert, ist wichtig. Deshalb kann ich mein Amt ohne Angst ausüben. Ich habe Rückhalt in Gott und in meiner Familie. Dadurch kann ich meine Aufgaben als Ministerpräsident mit Gelassenheit angehen.“

Quelle: bunte.de (BUNTE 52/2012)

Die deutschen Bischöfe wollen künftig besser mit den Muslimen im Land ins Gespräch kommen und mit einem neuen Gesprächsformat den Dialog zwischen Christen und Muslimen fördern. Dazu organisierten die katholischen Bischöfe am Freitag in Frankfurt einen Empfang für 100 geladene Gäste.

Zu den Gästen zählten die Vorsitzenden der Deutschen Muslim-Liga und des Islamrats sowie der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland, außerdem die hessischen Landesvorsitzenden des Verbandes Islamischer Kulturzentren, des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib, des Zentralrats der Muslime in Deutschland, der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken und des Geistlichen Rats der Alevitischen Gemeinde Hessen.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hielt zu Beginn dieses richtungsweisenden Treffens fest:

„Wir kommen als Christen unterschiedlicher Konfessionen und als Muslime verschiedener religiöser, nationaler und kultureller Zugehörigkeiten erstmals in dieser Form zusammen.“

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) wolle damit „ein Zeichen setzen für die Bedeutung des christlich-islamischen Dialogs und dies mit einem theologischen Gesprächsimpuls verbinden“. Bätzing sagte weiter, der Empfang verstehe sich auch als ein Signal für den christlich-islamischen Dialog. Anlässlich des katholischen Festtags der „Verkündigung des Herrn“ verwies Bätzing auf zwischen den Religionen bestehende Gemeinsamkeiten und betonte:

„Auch die Muslime verehren sowohl Maria als auch ihren Sohn Jesus; auch der Islam kennt den Engel Gabriel als Boten Gottes.“

Die Veranstaltung begann am Freitagnachmittag mit einer Vesper im Frankfurter Kaiserdom, bei der Christen und Muslime zusammen Psalmen beteten. Darauf folgte der Empfang im Tagungszentrum Haus am Dom. Dabei sagte der Jesuit und Islamwissenschaftler Felix Körner von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, Christen und Muslime könnten von den jeweils anderen „geistlichen Traditionen“ lernen.

„Ich freue mich, dass mit den Muslimen zu uns auch ‚der Islam‘ mit seinen verschiedenen geistlichen Traditionen gekommen ist“,

so Körner in seinem Festvortrag. Er könne sich „ein Zusammenleben vorstellen, das von geistlichen Zentren verschiedener Religionen inspiriert ist“. Diese müssten „gut ausgebildete Begleiter“ haben, damit sie „sich nicht als manipulative Gurus aufspielen“.

Zugleich kritisierte der Jesuit „hochbürokratische Institutionen unseres Glaubens“, in denen „die Herzensbildung aus dem Glauben“ vergessen zu gehen drohe. „Wir bauen unsere Religionen wie Behörden auf. Wir haben Kanzeln fürs Predigen und Netzwerke fürs soziale Engagement, wir haben Einrichtungen für theologische Forschung und Lehre“, sagte Körner. Darüber habe man möglicherweise „Orte der religiösen Erfahrung“ wie geistliche Zentren, Klöster und Exerzitienhäuser vernachlässigt, so der Professor für Dogmatik und Theologie der Religionen.

Imtiaz Ahmad Shaheen, islamischer Theologe und Imam der Nuur Moschee der Ahmadiyya in Frankfurt, wertete das Treffen gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) als positives Zeichen „gerade in Anbetracht der religiösen Unwissenheit und Islamfeindlichkeit, die derzeit in der Gesellschaft herrschen und die zu Spaltungen führen“. Er hoffe, dass der Empfang „keine einmalige Veranstaltung“ gewesen sei.

Quelle: katholisch.de

 

Auch der evangelische Bischof Markus Dröge erhofft sich für die Zukunft einen differenzierteren Dialog über den Islam und kritisierte die Diskussion über die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. Die inzwischen sieben Jahre andauernde Debatte zeige,

„wie schwierig, aber oft auch zu pauschal und undifferenziert die Diskussionslage in unserem Land inzwischen geworden ist“,

sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz laut Redemanuskript auf der Tagung der Landessynode am Freitag in Berlin. Die Debatte „polarisiert nur und heizt Emotionen weiter an“, sagte Dröge.

„Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ja oder nein, trägt nichts zum Religionsfrieden in unserem Land bei“,

unterstrich Dröge. Wichtig sei vielmehr,

„sachlich die Probleme zu benennen, die noch nicht gelöst sind, und gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen“.

Es sei jedoch auch notwendig, vor den Gefahren des Islamismus zu warnen und nicht akzeptable Tendenzen innerhalb gewisser muslimischer Traditionen klar zu benennen, betonte Dröge: „Ich denke an das Verbot, vom Islam zu anderen Religionen zu konvertieren, den Wunsch nach einem alternativen parallelen Rechtssystem oder die Ablehnung einer rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter.“ Wo solche Vorstellungen im Raum stünden, sei es nicht leicht, einen tiefer gehenden Dialog zu führen.

„Muslime, die in unserem Land leben, brauchen Imame, die in Deutschland ausgebildet worden sind, um als Muslime in unserem Land wirklich heimisch werden zu können“,

sagte Dröge weiter. Dass es bei der Gründung einer Einrichtung für islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität derzeit Schwierigkeiten gebe, sei bedauerlich. Er hoffe, dass dennoch weiter nach einem Weg für eine wissenschaftliche theologische Islam-Ausbildung an der Humboldt-Universität gesucht werde.

Artikel von evangelisch.de

CDU-Politikerin und Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann ist evangelische Christin. Gegenüber der Bild-Zeitung fordert sie aktuell mehr öffentliche Auseinandersetzung mit dem christlichen Hintergrund unserer Feiertage und sagt:

„Feiertage sind mehr als freie Tage.“

Und weiter:

„Karfreitag liegt hinter uns. Für gläubige Christen ist es der Tag der Kreuzigung des Herrn, für die Mehrzahl der Bürger nur noch Erholung. Rund die Hälfte der Deutschen geben laut einer Umfrage vom Domradio an, sich mehr über die freie Zeit zu freuen als an der christlichen Bedeutung.“

Das sei kultur- und traditionsvergessen, findet Connemann:

„Ausschlafen statt Andacht, Onlineshopping statt Stille, am liebsten Aufhebung des Tanzverbotes. Mit dem Sinn von Karfreitag als Tag der Trauer hat das nichts mehr zu tun. Aber für das Gros ist dieser Tag nicht mehr als ein Urlaubstag – mit religiösem Alibi.“

Die CDU-Politikerin gibt zu bedenken:

„Für ein Land mit christlich-jüdischen Wurzeln ist das in Gänze beängstigend.“

Während sich immer mehr und immer breitere Debatten um Identität und Heimat, Leitkultur und Globalisierung drehen, dürfe Konsum nicht zur Ersatzreligion werden, so Connemann. Und weiter:

Sie stellt klar, dass derjenige, der die Einführung weiterer Feiertage fordere, dafür nicht die Religion missbrauchen solle. Sofern es nur um mehr freie Zeit gehe, sollte das auch ehrlicherweise so benannt werden.

Gitta Connemann fordert eine stärkere Bedeutung der religiösen Erziehung in der Schule, in dem sie betont, dass die Schulen mehr Gewicht auf die Vermittlung der eigenen Wurzeln legen müssen. Sie führt aus:

„Was wären wir ohne unser religiöses und kulturelles Erbe? Haltlos. Wertelos. Ohne Frage: zur Religionsfreiheit gehört auch, keiner Kirche anzugehören. Niemand darf gezwungen werden.“

Und weiter:

„Aber unsere Wurzeln müssen wir gemeinsam erhalten und pflegen. Dazu gehört, diese überhaupt zu kennen. Und zu wissen: Christi Himmelfahrt ist mehr als Vatertag, der Reformationstag mehr als Halloween. Nicht in jeder Familie wird das vermittelt. Die Kirchen erreichen nicht mehr jeden. Deshalb sind die Schulen gefordert.“

Quelle: bild.de

Im aktuellen Interview mit dem Magazin Focus sprach die neue Generalsekretärin der CDU und gläubige Katholikin Annegret Kramp-Karrenbauer darüber, was ihr der christliche Glauben und speziell die Karwoche bedeuten.

Auf die Frage, wie wichtig ihr der Glaube sei, antwortet Annegret Kramp-Karrenbauer:

„Für mich persönlich ist er (der Glaube) sehr wichtig. Er gibt mir Halt, und deswegen möchte ich darauf bei aller Kritik, die auch mal an der Kirche geäußert wird, nicht verzichten.“

Weiter betont sie in dem Interview auf Nachfrage, dass die Fastenzeit eine wichtige Zeit für sie ist, in der sie auch Verzicht übt. Die Fastenzeit biete einen guten Anlass, das zu praktizieren, was eigentlich zur vernünftigen Lebensführung gehöre. Der Beginn der Fastenzeit, also der Aschermittwoch, sei ein ganz wichtiger Tag für sie.

Darüberhinaus betont Annegret Kramp-Karrenbauer die Bedeutung der Karwoche, die sie als „besondere Zeit im Jahresverlauf“ bezeichnet und  liturgisch zu begehen versucht. Die Liturgie verleihe dem Osterfest erst Tiefe. Weiter sagt sie:

„Ansonsten wären es einfach zwei freie Tage, an denen man sich beschenkt, wie an anderen Festen auch. Deshalb versuche ich, die Tage von Gründonnerstag bis Ostermontag frei zu haben und die entsprechende Liturgie mitfeiern zu können.“

Weiter betont sie, dass ihr die Tradition, in einer kleinen Kreuzkapelle in ihrer Heimat am Gründonnerstag mit der Familie den Kreuzweg zu beten, schon von Kindheitstagen an viel bedeutet.

Quelle: focus.de

Eine Kreuzwegmediation vom Autor und Seelsorger Christoph Kreitmeir gibt’s hier

Nach Ansicht der deutschen Vatikan-Botschafterin und früheren Bildungsministerin Annette Schavan hat Europa sich mit der Weigerung, einen Gottesbezug in eine EU-Verfassung aufzunehmen, selbst geschwächt. Das sagte sie am Montagabend in der römischen Kirche San Pietro in Vincoli bei einer Buchvorstellung. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hätten die „Väter und Mütter des Grundgesetzes“ beschlossen, Deutschland als Fundament ein Grundgesetz mit dem Bezug auf Gott zu geben. Von dieser Haltung hätte Europa viel lernen können, so Schavan. Leider hätten die EU-Staaten es 2004 aber abgelehnt, einen wie auch immer formulierten Gottesbezug in den – später nicht ratifizierten – Vertrag über eine Verfassung für Europa aufzunehmen.

Quelle: katholisch.de

 

Für Annette Schavan spielt der Glaube an Gott eine bedeutende Rolle in ihrem Leben. Dies bekannte sie bereits in Interviews deutlich in ihrer Zeit als Bundesministerin für Bildung und Forschung zwischen 2005 und 2013. Mit Blick auf Ostern sagte sie im Jahr 2010 gegenüber rp-online:

„Die Kartage und das Osterfest sind für mich Höhepunkte des Jahres. Die Osterbotschaft vermittelt uns Christen, dass es nicht alleine auf unsere Kraft ankommt. Vielmehr bekommen wir ungewöhnliche Kräfte geschenkt. Der Tod hat nicht das letzte Wort.“

Die Kraft des christlichen Glaubens beschrieb sie wie folgt:

„Aus dem Glauben heraus entsteht eine entschiedene Einstellung zum Respekt gegenüber dem Menschen und der Würde seiner Freiheit. Das Christentum ist eine wirksame Kraft gegen alles Totalitäre.“

Und weiter:

„Der Glaube gibt uns Werte vor, die als Kompass wirken.“

Das Praktizieren des Glaubens im Gebet gab ihr in ihrer Zeit als Ministerin Orientierung. Dazu sagte sie:

„Mich hat Politik mehr Demut gelehrt als jede andere Phase meines beruflichen Lebens. Dazu gehört auch das regelmäßige Gebet, zum Beispiel die tägliche Laudes und die Vesper. Das nimmt mir Entscheidungen nicht ab, lässt mich aber um Kraft beten, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Quelle: rp-online.de

Am Mittwoch wurde Julia Klöckner als Bundeslandwirtschaftsministerin vereidigt. Welche Rolle der katholische Glaube in ihrer Regierungsarbeit spielen wird, erklärte die 45-Jährige, die engagiertes Mitglied des Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist, im Interview mit domradio.de.

Auch bei den Herausforderungen der Regierungsarbeit in Berlin will Julia Klöckner ihren Glauben nicht vernachlässigen. Dazu sagt die designierte Landwirtschaftsministerin:

„Ich als Person und als Persönlichkeit werde das, was mir wichtig ist, beibehalten. Ich war lange Zeit Lektorin in der Kirche, ich habe im Landtag immer den Gebetsfrühstückskreis der Abgeordneten besucht und ich werde in Berlin Ähnliches machen. Es gibt ja hier einmal in der Woche einen Gottesdienst bei der Bischofskonferenz.“

Und es werde verschiedene Begegnungen mit Gläubigen unterschiedlicher Konfessionen geben. Weiter betont sie, dass sie auch ein schönes Holzkreuz nach Berlin mitbringe, das Kardinal Lehmann einst gesegnet hat. Und sie verweist darauf:

„Also, ich trage den Glauben nicht wie eine Monstranz vor mir her, er ist etwas Selbstverständliches für mich.“

Und natürlich werde sie sich in Debatten einschalten, „wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht, wenn es darum geht, das Tierwohl im Blick zu haben“.

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de