Unionsfraktionschef Volker Kauder: „Es fehlt an Anstand und christlicher Herzensbildung“

Der Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder sprach im Interview mit domradio.de über anständige Kommunikation auch unter Politikern, wobei er deutliche Kritik vor allem an der Ausdrucksweise in Teilen der AFD äußerte, wenn dort in einer Weise gesprochen werde und ein Vokabular verwendet werde, „wie es bisher im Deutschen Bundestag nicht üblich war“.

Dazu sagte Kauder u.a.:

„Wer vorgibt, das christliche Abendland retten zu wollen, sich aber nicht an die Werte des Christentums hält, der macht den Menschen etwas vor.“

Und weiter:

„Das christliche Menschenbild sagt: Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes und hat eine unverwechselbare Würde.“

Da wo in menschenverachtender Weise im Parlament gesprochen werde, fehle es an Anstand und an „christlicher Herzensbildung“.

Das Interview gibt’s unter domradio.de

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer: Religion tut unserem Land gut

In einem Gastbeitrag in der „Welt“ plädierte die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen selbstbewussten und souveränen Umgang mit Religion, religiösen Wurzeln und religiösen Bekenntnissen. Gleichzeitig warnte sie davor, die religiösen Symbole „zu inhaltsleeren Abwehrzeichen“ zu degradieren, was am Ende nur die stärke, die ein laizistisches System anstreben.

Weiter betonte die 55-jährige, dass ihrer Meinung nach Religionsfreiheit bedeute,

dass Religion nicht nur einen Platz in der Gesellschaft hat, sondern auch im öffentlichen Raum.

Dazu nannte sie beispielhaft das Gipfelkreuz in den Alpen, das Glockengeläut in der Osternacht, die Synagoge oder die Moschee. Weiter fügte sie hinzu:

„Religionsfreiheit heißt eben nicht, dass jemand das Recht hätte, von Religion im öffentlichen Raum unbehelligt zu bleiben.“

Der Gottesbezug im Grundgesetz sieht sie als Absage an jegliche Form von Totalitarismus und führt weiter aus:

„Religion tut unserem Land, tut dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gut.“

Religion biete dem Einzelnen Orientierung und sei eine Stütze. Dabei dürfe die Religion aber niemals die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen infrage stellen, so Kramp-Karrenbauer.

Darüberhinaus betonte sie in ihrem Beitrag die Achtung des Würde des einzelnen Menschen ohne Etikettierung vorzunehmen und ging auf die Stellung der muslimischen Religion in der Gesellschaft ein.

Mehr dazu unter katholisch.de

Gregor Gysi zum 200. Todestag von Karl Marx: „Ich fürchte eine gottlose Gesellschaft“

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Im Interview zum 200. Todestag von Karl Marx in der Augsburger Allgemeinen wiederholt Gregor Gysi, der den deutschen Denker Karl Marx für missverstanden und geeignet für eine demokratische Utopie hält, seine seit Jahren geäußerte Ansicht, dass er eine gottlose Gesellschaft fürchte.

Gysi bestätigte gegenüber dem Interviewer, dass er sich in vielem mit Papst Franziskus einig wäre. Auf die Frage, ob Kommunismus und Christentum also Parallelen wären, die sich in der Unendlichkeit treffen würden, sagte Gregor Gysi, dass er zuletzt einmal geäußert habe, dass Jesus Christus heute bei den Linken wäre. Das sei allerdings ein Scherz gewesen. Denn Jesus würde sich niemals in die inneren Machtkämpfe einer Partei begeben.  „Das wäre für ihn das Letzte“, so Gysi wörtlich weiter. Dennoch wäre er seiner Ansicht nach „ganz bestimmt“ ein Linker.

Und weiter betonte Gregor Gysi ein weiteres Mal:

„Ich glaube nicht an Gott, aber ich fürchte eine gottlose Gesellschaft, weil sie moralfrei wäre.“

Das komplette Interview gibt’s unter augsburger-allgemeine.de

Weitere Quelle: bonn.fm

Markus Söder wundert sich, dass „wir uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, unser eigenen Religion zu stehen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich aktuell von der Kritik an seinen Plänen, Kreuze in den bayerischen Behörden aufzuhängen, irritiert. Dass die Kritik auch von Teilen der Kirchen kommt und diese sich nicht „zu ihrem eigenen Kreuz bekennen“ wollen, stört Markus Söder darüberhinaus.

Dazu sagte er gestern in den Tagesthemen:

„Ich finde es sehr, sehr schade, wenn wir darüber jetzt einen Streit führen. Und manchmal wundere ich mich sogar, dass dies aus kirchlichen Kreisen kommt. Denn da wär mir ehrlich lieber, man würde sich zum eigenen Kreuz bekennen, man würde sich zum Symbol der eigenen Religion dazustellen, anstatt es kritisch zu hinterfragen.“

Auf Initiative Söders hatte das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, dass in allen Behördengebäuden unter der Verwaltung des Freistaats im Eingangsbereich ein Kreuz angebracht werden soll. Dies war unter anderem von den Kirchen als Instrumentalisierung des Kreuzes zu Wahlkampfzwecken kritisiert worden.

Für ihn sei das Kreuz „in erster Linie ein religiöses Symbol“, es gehöre „aber auch zu den Grundfesten des Staates“,

sagte Söder in der ARD. Es habe eine „identitätsstiftende, prägende Wirkung für unsere Gesellschaft“.

Weiter sagte Söder, er wundere sich, dass

„wir über Toleranz für andere Religionen reden und uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, unser eigenen Religion zu stehen“.

Es sei wichtig, „in den Zeiten, in denen wir sind, ein Stück Selbstvergewisserung zu machen.“

Einen lesenswerten und aufklärenden Artikel zur Haltung von Markus Söder gibt’s mit dem Titel „Der Unerhörte“ unter:

pro-medienmagazin.de

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Man kann die Bibel entweder wörtlich nehmen oder ernst“

Winfried Kretschmann traf sich im Haus der Katholischen Kirche mit der früheren Bildungsministerin und heutigen deutschen Botschafterin im Vatikan Annette Schavan zu einem Austausch über Kirche, Glaube und Politik.

Der Grünen-Politiker, der vor 2 Jahren im eigenen Lager für Aufmerksamkeit sorgte, als er betonte, dass er täglich für die Bundeskanzlerin Angela Merkel beten würde, äußerte er sich nun im Austausch mit Annette Schavan über die Heilige Schrift. Dazu sagte er:

„Glaube ist kein Paket, das einmal vom Himmel gefallen ist und nun nur weitergereicht wird.“

Diesbezüglich zitierte er den jüdischen Religionswissenschaftler Pinchas Lapide:

„Man kann die Bibel entweder wörtlich nehmen oder ernst.“

In der Möglichkeit zur Auslegung liege eine der Stärken des Christentums, so der einstige Oberministrant. Die Tatsache, dass das Buch der Bücher gleich vier Evangelien enthalte, sei wunderbar. Sie zeige, dass man die Texte immer wieder neu deuten könne, ja sogar müsse, ohne dass die Grundwerte dadurch erschüttert würden.

Von Papst Franziskus und dessen eingeschlagenen Kurs, die Schöpfungstheologie wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, zeigte sich Winfried Kretschmann beeindruckt und bekräftigte die persönliche Hoffnung, dass die Dinge, die er angestoßen hat, sich auch in der Folge nicht so einfach ungeschehen machen lassen würden. Dazu resümierte er:

„Das Wichtigste an der Kirche ist die Wandlung.“

Quelle: stuttgarter-zeitung.de

 

Der Austausch mit seiner Kirche ist Winfried Kretschmann, der einst aus der Kirche austrat und später wieder eintrat, heute wichtig. Dazu sagte er einmal:

„Ich glaube, ohne Kirche kann man kein Christ sein. Das Christentum ist eine Gemeinschaftsreligion, eine soziale Religion. Jesus ja, Kirche nein – das halte ich für einen blöden Spruch. Christ ist man in einer Gemeinschaft, das geht anders nicht. Wieder in eine Kirche einzutreten ist anders als auszutreten, weil man seinen Frieden mit der Institution gemacht haben muss, und zwar radikal, mit alldem, was einem nicht passt.“

 

Zu Weihnachten 2012 sagte er im Magazin Bunte zu seinem Glauben befragt:

„Der Glaube ist mir wichtig. Er ist etwas, was mich befreit. Ich weiß, als Politiker kann ich immer scheitern. Zu wissen, dass man vor Gott und seiner Familie nicht scheitert, ist wichtig. Deshalb kann ich mein Amt ohne Angst ausüben. Ich habe Rückhalt in Gott und in meiner Familie. Dadurch kann ich meine Aufgaben als Ministerpräsident mit Gelassenheit angehen.“

Quelle: bunte.de (BUNTE 52/2012)

Katholische Bischöfe laden Muslime zu Gebet und Gespräch ein und evangelischer Bischof Dröge ruft zu sachlicher Diskussion über den Islam auf

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Die deutschen Bischöfe wollen künftig besser mit den Muslimen im Land ins Gespräch kommen und mit einem neuen Gesprächsformat den Dialog zwischen Christen und Muslimen fördern. Dazu organisierten die katholischen Bischöfe am Freitag in Frankfurt einen Empfang für 100 geladene Gäste.

Zu den Gästen zählten die Vorsitzenden der Deutschen Muslim-Liga und des Islamrats sowie der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland, außerdem die hessischen Landesvorsitzenden des Verbandes Islamischer Kulturzentren, des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib, des Zentralrats der Muslime in Deutschland, der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken und des Geistlichen Rats der Alevitischen Gemeinde Hessen.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hielt zu Beginn dieses richtungsweisenden Treffens fest:

„Wir kommen als Christen unterschiedlicher Konfessionen und als Muslime verschiedener religiöser, nationaler und kultureller Zugehörigkeiten erstmals in dieser Form zusammen.“

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) wolle damit „ein Zeichen setzen für die Bedeutung des christlich-islamischen Dialogs und dies mit einem theologischen Gesprächsimpuls verbinden“. Bätzing sagte weiter, der Empfang verstehe sich auch als ein Signal für den christlich-islamischen Dialog. Anlässlich des katholischen Festtags der „Verkündigung des Herrn“ verwies Bätzing auf zwischen den Religionen bestehende Gemeinsamkeiten und betonte:

„Auch die Muslime verehren sowohl Maria als auch ihren Sohn Jesus; auch der Islam kennt den Engel Gabriel als Boten Gottes.“

Die Veranstaltung begann am Freitagnachmittag mit einer Vesper im Frankfurter Kaiserdom, bei der Christen und Muslime zusammen Psalmen beteten. Darauf folgte der Empfang im Tagungszentrum Haus am Dom. Dabei sagte der Jesuit und Islamwissenschaftler Felix Körner von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, Christen und Muslime könnten von den jeweils anderen „geistlichen Traditionen“ lernen.

„Ich freue mich, dass mit den Muslimen zu uns auch ‚der Islam‘ mit seinen verschiedenen geistlichen Traditionen gekommen ist“,

so Körner in seinem Festvortrag. Er könne sich „ein Zusammenleben vorstellen, das von geistlichen Zentren verschiedener Religionen inspiriert ist“. Diese müssten „gut ausgebildete Begleiter“ haben, damit sie „sich nicht als manipulative Gurus aufspielen“.

Zugleich kritisierte der Jesuit „hochbürokratische Institutionen unseres Glaubens“, in denen „die Herzensbildung aus dem Glauben“ vergessen zu gehen drohe. „Wir bauen unsere Religionen wie Behörden auf. Wir haben Kanzeln fürs Predigen und Netzwerke fürs soziale Engagement, wir haben Einrichtungen für theologische Forschung und Lehre“, sagte Körner. Darüber habe man möglicherweise „Orte der religiösen Erfahrung“ wie geistliche Zentren, Klöster und Exerzitienhäuser vernachlässigt, so der Professor für Dogmatik und Theologie der Religionen.

Imtiaz Ahmad Shaheen, islamischer Theologe und Imam der Nuur Moschee der Ahmadiyya in Frankfurt, wertete das Treffen gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) als positives Zeichen „gerade in Anbetracht der religiösen Unwissenheit und Islamfeindlichkeit, die derzeit in der Gesellschaft herrschen und die zu Spaltungen führen“. Er hoffe, dass der Empfang „keine einmalige Veranstaltung“ gewesen sei.

Quelle: katholisch.de

 

Auch der evangelische Bischof Markus Dröge erhofft sich für die Zukunft einen differenzierteren Dialog über den Islam und kritisierte die Diskussion über die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. Die inzwischen sieben Jahre andauernde Debatte zeige,

„wie schwierig, aber oft auch zu pauschal und undifferenziert die Diskussionslage in unserem Land inzwischen geworden ist“,

sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz laut Redemanuskript auf der Tagung der Landessynode am Freitag in Berlin. Die Debatte „polarisiert nur und heizt Emotionen weiter an“, sagte Dröge.

„Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ja oder nein, trägt nichts zum Religionsfrieden in unserem Land bei“,

unterstrich Dröge. Wichtig sei vielmehr,

„sachlich die Probleme zu benennen, die noch nicht gelöst sind, und gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen“.

Es sei jedoch auch notwendig, vor den Gefahren des Islamismus zu warnen und nicht akzeptable Tendenzen innerhalb gewisser muslimischer Traditionen klar zu benennen, betonte Dröge: „Ich denke an das Verbot, vom Islam zu anderen Religionen zu konvertieren, den Wunsch nach einem alternativen parallelen Rechtssystem oder die Ablehnung einer rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter.“ Wo solche Vorstellungen im Raum stünden, sei es nicht leicht, einen tiefer gehenden Dialog zu führen.

„Muslime, die in unserem Land leben, brauchen Imame, die in Deutschland ausgebildet worden sind, um als Muslime in unserem Land wirklich heimisch werden zu können“,

sagte Dröge weiter. Dass es bei der Gründung einer Einrichtung für islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität derzeit Schwierigkeiten gebe, sei bedauerlich. Er hoffe, dass dennoch weiter nach einem Weg für eine wissenschaftliche theologische Islam-Ausbildung an der Humboldt-Universität gesucht werde.

Artikel von evangelisch.de

CDU-Fraktionsvize Gitta Connemann fordert christliche Wertevermittlung in der Schule: „Bei unseren Feiertagen geht es um mehr als Ausschlafen“

CDU-Politikerin und Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann ist evangelische Christin. Gegenüber der Bild-Zeitung fordert sie aktuell mehr öffentliche Auseinandersetzung mit dem christlichen Hintergrund unserer Feiertage und sagt:

„Feiertage sind mehr als freie Tage.“

Und weiter:

„Karfreitag liegt hinter uns. Für gläubige Christen ist es der Tag der Kreuzigung des Herrn, für die Mehrzahl der Bürger nur noch Erholung. Rund die Hälfte der Deutschen geben laut einer Umfrage vom Domradio an, sich mehr über die freie Zeit zu freuen als an der christlichen Bedeutung.“

Das sei kultur- und traditionsvergessen, findet Connemann:

„Ausschlafen statt Andacht, Onlineshopping statt Stille, am liebsten Aufhebung des Tanzverbotes. Mit dem Sinn von Karfreitag als Tag der Trauer hat das nichts mehr zu tun. Aber für das Gros ist dieser Tag nicht mehr als ein Urlaubstag – mit religiösem Alibi.“

Die CDU-Politikerin gibt zu bedenken:

„Für ein Land mit christlich-jüdischen Wurzeln ist das in Gänze beängstigend.“

Während sich immer mehr und immer breitere Debatten um Identität und Heimat, Leitkultur und Globalisierung drehen, dürfe Konsum nicht zur Ersatzreligion werden, so Connemann. Und weiter:

Sie stellt klar, dass derjenige, der die Einführung weiterer Feiertage fordere, dafür nicht die Religion missbrauchen solle. Sofern es nur um mehr freie Zeit gehe, sollte das auch ehrlicherweise so benannt werden.

Gitta Connemann fordert eine stärkere Bedeutung der religiösen Erziehung in der Schule, in dem sie betont, dass die Schulen mehr Gewicht auf die Vermittlung der eigenen Wurzeln legen müssen. Sie führt aus:

„Was wären wir ohne unser religiöses und kulturelles Erbe? Haltlos. Wertelos. Ohne Frage: zur Religionsfreiheit gehört auch, keiner Kirche anzugehören. Niemand darf gezwungen werden.“

Und weiter:

„Aber unsere Wurzeln müssen wir gemeinsam erhalten und pflegen. Dazu gehört, diese überhaupt zu kennen. Und zu wissen: Christi Himmelfahrt ist mehr als Vatertag, der Reformationstag mehr als Halloween. Nicht in jeder Familie wird das vermittelt. Die Kirchen erreichen nicht mehr jeden. Deshalb sind die Schulen gefordert.“

Quelle: bild.de

Annegret Kramp-Karrenbauer betet am Gründonnerstag mit ihrer Familie den Kreuzweg

Im aktuellen Interview mit dem Magazin Focus sprach die neue Generalsekretärin der CDU und gläubige Katholikin Annegret Kramp-Karrenbauer darüber, was ihr der christliche Glauben und speziell die Karwoche bedeuten.

Auf die Frage, wie wichtig ihr der Glaube sei, antwortet Annegret Kramp-Karrenbauer:

„Für mich persönlich ist er (der Glaube) sehr wichtig. Er gibt mir Halt, und deswegen möchte ich darauf bei aller Kritik, die auch mal an der Kirche geäußert wird, nicht verzichten.“

Weiter betont sie in dem Interview auf Nachfrage, dass die Fastenzeit eine wichtige Zeit für sie ist, in der sie auch Verzicht übt. Die Fastenzeit biete einen guten Anlass, das zu praktizieren, was eigentlich zur vernünftigen Lebensführung gehöre. Der Beginn der Fastenzeit, also der Aschermittwoch, sei ein ganz wichtiger Tag für sie.

Darüberhinaus betont Annegret Kramp-Karrenbauer die Bedeutung der Karwoche, die sie als „besondere Zeit im Jahresverlauf“ bezeichnet und  liturgisch zu begehen versucht. Die Liturgie verleihe dem Osterfest erst Tiefe. Weiter sagt sie:

„Ansonsten wären es einfach zwei freie Tage, an denen man sich beschenkt, wie an anderen Festen auch. Deshalb versuche ich, die Tage von Gründonnerstag bis Ostermontag frei zu haben und die entsprechende Liturgie mitfeiern zu können.“

Weiter betont sie, dass ihr die Tradition, in einer kleinen Kreuzkapelle in ihrer Heimat am Gründonnerstag mit der Familie den Kreuzweg zu beten, schon von Kindheitstagen an viel bedeutet.

Quelle: focus.de

Eine Kreuzwegmediation vom Autor und Seelsorger Christoph Kreitmeir gibt’s hier

CDU-Politikerin Annette Schavan: Fehlender Gottesbezug hat Europa geschwächt

Nach Ansicht der deutschen Vatikan-Botschafterin und früheren Bildungsministerin Annette Schavan hat Europa sich mit der Weigerung, einen Gottesbezug in eine EU-Verfassung aufzunehmen, selbst geschwächt. Das sagte sie am Montagabend in der römischen Kirche San Pietro in Vincoli bei einer Buchvorstellung. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hätten die „Väter und Mütter des Grundgesetzes“ beschlossen, Deutschland als Fundament ein Grundgesetz mit dem Bezug auf Gott zu geben. Von dieser Haltung hätte Europa viel lernen können, so Schavan. Leider hätten die EU-Staaten es 2004 aber abgelehnt, einen wie auch immer formulierten Gottesbezug in den – später nicht ratifizierten – Vertrag über eine Verfassung für Europa aufzunehmen.

Quelle: katholisch.de

 

Für Annette Schavan spielt der Glaube an Gott eine bedeutende Rolle in ihrem Leben. Dies bekannte sie bereits in Interviews deutlich in ihrer Zeit als Bundesministerin für Bildung und Forschung zwischen 2005 und 2013. Mit Blick auf Ostern sagte sie im Jahr 2010 gegenüber rp-online:

„Die Kartage und das Osterfest sind für mich Höhepunkte des Jahres. Die Osterbotschaft vermittelt uns Christen, dass es nicht alleine auf unsere Kraft ankommt. Vielmehr bekommen wir ungewöhnliche Kräfte geschenkt. Der Tod hat nicht das letzte Wort.“

Die Kraft des christlichen Glaubens beschrieb sie wie folgt:

„Aus dem Glauben heraus entsteht eine entschiedene Einstellung zum Respekt gegenüber dem Menschen und der Würde seiner Freiheit. Das Christentum ist eine wirksame Kraft gegen alles Totalitäre.“

Und weiter:

„Der Glaube gibt uns Werte vor, die als Kompass wirken.“

Das Praktizieren des Glaubens im Gebet gab ihr in ihrer Zeit als Ministerin Orientierung. Dazu sagte sie:

„Mich hat Politik mehr Demut gelehrt als jede andere Phase meines beruflichen Lebens. Dazu gehört auch das regelmäßige Gebet, zum Beispiel die tägliche Laudes und die Vesper. Das nimmt mir Entscheidungen nicht ab, lässt mich aber um Kraft beten, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Quelle: rp-online.de

Julia Klöckner: „Der Glaube ist etwas Selbstverständliches für mich“

Am Mittwoch wurde Julia Klöckner als Bundeslandwirtschaftsministerin vereidigt. Welche Rolle der katholische Glaube in ihrer Regierungsarbeit spielen wird, erklärte die 45-Jährige, die engagiertes Mitglied des Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist, im Interview mit domradio.de.

Auch bei den Herausforderungen der Regierungsarbeit in Berlin will Julia Klöckner ihren Glauben nicht vernachlässigen. Dazu sagt die designierte Landwirtschaftsministerin:

„Ich als Person und als Persönlichkeit werde das, was mir wichtig ist, beibehalten. Ich war lange Zeit Lektorin in der Kirche, ich habe im Landtag immer den Gebetsfrühstückskreis der Abgeordneten besucht und ich werde in Berlin Ähnliches machen. Es gibt ja hier einmal in der Woche einen Gottesdienst bei der Bischofskonferenz.“

Und es werde verschiedene Begegnungen mit Gläubigen unterschiedlicher Konfessionen geben. Weiter betont sie, dass sie auch ein schönes Holzkreuz nach Berlin mitbringe, das Kardinal Lehmann einst gesegnet hat. Und sie verweist darauf:

„Also, ich trage den Glauben nicht wie eine Monstranz vor mir her, er ist etwas Selbstverständliches für mich.“

Und natürlich werde sie sich in Debatten einschalten, „wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht, wenn es darum geht, das Tierwohl im Blick zu haben“.

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de

Gregor Gysi bei Kanzelrede: „Jesus wäre heute ein Linker“, auch wenn er nicht in einer Partei wäre

Der Linken-Politiker Gregor Gysi hielt am vergangenen Sonntag in der Salvatorkirche in Duisburg eine Kanzelrede vor 550 Besuchern unter der Fragestellung „Braucht unsere Gesellschaft Gott?“. Rund 40 Minuten lang predigte Gysi u. a. darüber, dass die derzeitigen Kirchen in Deutschland, egal ob evangelisch oder katholisch, ein Ort sozialer Hilfe und Gerechtigkeit seien.

Er selbst, sagte Gysi, sei zwar nicht religiös, doch er glaube daran, dass eine Gesellschaft so etwas wie Gott brauche.

Gerade in der die heutige Gesellschaft teils so spaltenden Flüchtlingsfrage hätten beide Religionsgemeinschaften eine klare und eindeutige Haltung: In der Flüchtlingspolitik gehe es um Menschenwürde und Menschenrechte; aus Sicht des christlichen Glaubens um Nächstenliebe und Barmherzigkeit. „Beides passt und geht gut zusammen“, so Gysi.

Die Fragen nach der Wertevorstellung des Lebens und der sozialen Gerechtigkeit, nach der Vermögensverteilung und der Armut sowie die nach Frieden und Völkerverständigung, seien bei Kirche und Linken im Kern dieselben, weshalb es auch ganz gut zusammenpasse, dass er derzeit schon mehrere Kanzelreden gehalten habe.

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass Jesus heutzutage in der Partei „Die Linke“ wäre, antwortet Gysi:

„Ein solcher Mann passt nicht in das Korsett einer Partei, auch nicht das der ‚Linken‘. Interne Machtkämpfe und ein Postengeschachere mit Jesus: Unvorstellbar! Von daher würde er zwar nicht in meiner Partei sein, doch Jesus wäre heute eindeutig ein Linker. Denn er versuchte, damals den Zeitgeist zu verändern, und war stets an der Seite der Schwachen. Und das ist klar linke Politik.“

Das christliche Verständnis, dass sich Gott in Jesus gezeigt hat, ist (noch) nicht zu Gregor Gysi durchgedrungen.

Quelle: rp-online.de

Jack Barsky – Der KGB-Spion, der Christ wurde: „Ich bin Christ geworden, ich habe Gott gefunden“

Unter dem Decknamen Jack Barsky hat Albrecht Dittrich für den russischen Geheimdienst KGB in den USA spioniert. Doch der glühende Kommunist verliert den Glauben an die Ideologie, steigt beim russischen Geheimdienst aus und wird Christ. Jetzt hat der Ex-Spion seine Biografie veröffentlicht.

Auf der Pressekonferenz zur Buchvorstellung im Deutschen Spionagemuseum in Berlin erklärte Barsky, dass er überzeugter Kommunist gewesen sei und deshalb beim russischen Geheimdienst eingestiegen sei.

Barsky lernte nach eigenem Bekunden Liebe erst durch seine kleine Tochter in den USA kennen. Dort lebt Barsky als Staatsbürger unter seinem einstigen Decknamen. Er habe es sich nun zur Aufgabe gesetzt, seine Kinder mit Liebe zu überschütten. Der Glaube seiner Jugend sei der Kommunismus gewesen. „Der Kommunismus war für mich die Höhe der Moralität“, erklärte Barsky. Sein Glaube an den Kommunismus sei auch dadurch erschüttert worden, dass er Originalzitate von Lenin gelesen habe, die in der DDR nicht zugänglich gewesen waren. Diesen Lenin, ein kommunistisches Idol, habe er bis dahin nicht gekannt. „Plötzlich ist dieser Glaube mir total zerstört worden.“

Aus der Leere heraus habe er etwas anderes finden wollen. Das Christentum habe ihm die Möglichkeit geboten, mit sich ins Reine zu kommen.

„Ich bin Christ geworden, ich habe Gott gefunden“,

sagte Barsky. Und er habe Vergebung für seine Lügen und sein Doppelleben erfahren.

Quelle: pro-medienmagazin.de

Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin: „So wahr mir Gott helfe“

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Der Bundestag hat die CDU-Vorsitzende Angela Merkel heute zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt. Auch wenn es das Grundgesetz zwar nicht vorsieht, wird Angela Merkel auch dieses mal wie die meisten Politiker beim Schwören ihres Amtseides um Gottes Beistand bitten. Es gibt jedoch auch einige prominente Ausnahmen.

Es sind nur fünf kurze Worte, doch ob sie gesprochen werden oder nicht, findet alle Jahre wieder Beachtung:

„So wahr mir Gott helfe“.

Immer dann, wenn Bundeskanzler oder Bundesminister bei ihrem Amtsantritt den vom Grundgesetz geforderten Eid leisten, sind diese fünf Worte ein Thema. Wer fügt die religiöse Beteuerung am Ende des Eids hinzu und beruft sich damit auf Gottes Hilfe? Wer verzichtet darauf? Und was sagt das über die Amtsführung und das Wertefundament des jeweiligen Politikers aus?

Diesen Fragen wird auf katholisch.de nachgegangen.

Für die Pfarrerstochter und Protestantin Angela Merkel ist der religiöse Zusatz beim Schwören ihres Amtseides ein selbstverständliches Bekenntnis. Bereits 1994 sagte sie im Kontext ihrer Vereidigung als Bundesfamilienministerin:

„Die Formel ›So wahr mir Gott helfe‹ macht uns Menschen bewusst, dass all unser Handeln und Bestreben fehlbar und begrenzt ist.“

Mehr dazu und zur Haltung anderer Politiker unter katholisch.de

 

In der Vergangenheit bekannte Angela Merkel, dass ihr ihre Beziehung zu Gott auch im Rahmen ihres politischen Handelns wichtig ist. Dazu sagte sie u. a.:

„Ich glaube an Gott und die Religion ist auch mein ständiger Begleiter in meinem ganzen Leben gewesen.“

„Wir als Christen sollten uns nicht scheuen, für unseren Glauben einzutreten. Evangelium beinhaltet auch, dass man offen sagt, woher Christen ihre Kraft bekommen, Entscheidungen zu treffen.“

„Die Trennung von Kirche und Staat darf niemals vergessen lassen, dass wir als Menschen ohne den Glauben an Gott schnell überheblich werden.“

„Der christliche Glaube ist der Kompass, zu dem ich das Vertrauen habe, dass er die maßgebliche Richtung anzeigt. Mein Christ-Sein gibt mir Mut und Vertrauen nicht nur im privaten, sondern auch im politischen Geschäft, offen das auszusprechen, was ich denke.“

Markus Söder spricht erfrischend und mutig über seine Glaubenspraxis: „Jesus macht den Unterschied“

Der CSU-Politiker Markus Söder gab ein sehr intimes Interview zu seinem Glauben, dass den forschen Politiker, den man aus den Medien kennt, von einer anderen Seite zeigt. Im Interview mit Nicolai Franz vom christlichen Medienmagazin Pro zeigt der künftige bayerische Regierungschef, dass er praktizierender Christ ist, der sich von der Liebe Jesu berühren lässt, einen Gebetskreis besucht und bei Autofahrten der Hörbibel lauscht.

Zu seinem Glauben sagt Markus Söder, dass dieser stark von der Beziehung zu Jesus Christus geprägt ist:

„Mein eigener Glaube basiert sehr stark auf der Person Jesu Christi. Manch einer sagt, Monotheisten seien alle gleich – das stimmt aber nicht. Jesus macht den Unterschied.“

Deswegen habe er auch einen stärkeren Bezug zum Neuen Testament. Auf die Frage, wer Jesus für ihn sei, sagt Söder: „Der Sohn Gottes.“ Weiter findet er es erstaunlich,

„dass jemand am hintersten Eck der damals bekannten Welt, in Judäa und Galiläa, für sehr kurze Zeit die Bühne der Weltgeschichte betritt – und dann Jahrtausende lang wirkt“.

Dies bringt ihm zu dem Schluss, dass Jesus „wohl der größte Charismatiker der Weltgeschichte“ war.

Für die Beziehung zu Jesus spielt für den Spitzenpolitiker die Bibel eine sehr wichtige Rolle:

„Ich besitze viele Bibel-Ausgaben. Immer wieder mal schaue ich in die neueste Lutherbibel rein, die auf meinem Münchener Schreibtisch liegt. Am besten finde ich aber Hörbibeln, die ich auf langen Autofahrten höre. (…) Die Bibel ist spannender, als man denkt.“

Sein Lieblingsevangelium ist das Matthäus-Evangelium.

Auch das Gebet spielt heute eine wichtige Rolle in seinem Bezug zu Gott. Dachte er früher noch, dass er Gott nicht mit seinen persönlichen Sorgen „belästigen“ kann, ist dies heute anders. Durch einen Freund, von dem Markus Söder sagt, dass er niemanden kenne, „der so felsenfest glaubt wie er“, kam er zu einem Gebetskreis, den er heute regelmäßig besucht und der aus vier Leuten besteht. Hier reden sie zu viert über den Alltag und den Glauben und beten gemeinsam. Dabei sei er ermutigt worden,

„viel direkter mit Gott zu sprechen und auch meinen Glauben öffentlich zu bekennen“.

So ergab sich auch, dass er eine Einladung zu einer Predigt, die er eher als „Bekenntnisrede“ bezeichnet, in einer Kirche annahm. Dabei verweist er darauf, dass auch hier gerne Humor dabei sein sollte und sagt weiter:

„Manche Prediger tragen die frohe Botschaft mit einer Gesichtsmiene vor, dass man nur von einer Text-Bild-Schere sprechen kann.“

Sein Freund schicke ihm ab und zu die Tageslosung aufs Handy, die oft „dermaßen genau die Situation“ treffe, so „dass ich nicht an Zufälle glauben kann“, sagt Söder. Seinen Gebetskreis, der am Morgen stattfindet, bezeichnet er als „eine seelische Vitaminspritze in den Tag“.

Quelle: pro-medienmagazin.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel versammelt in der neuen Großen Koalition viele gläubige Minister

Katholisch.de titelt zur konfessionellen Zusammensetzung der Bundesregierung „Ein Kabinett voller Katholiken“. Bundeskanzlerin Angela Merkel versammelt in der neuen Großen Koalition deutlich mehr katholische Minister an ihrem Kabinettstisch.

Mit dieser Feststellung und dem Glauben der jeweiligen Ministerinnen und Minister beschäftigt sich ein Artikel auf katholisch.de.

Neben Peter Altmaier, der das Wirtschaftsministerium leiten soll, gehören künftig auch die Katholiken Helge Braun (Bundeskanzleramt), Anja Karliczek (Bildung), Julia Klöckner (Landwirtschaft) und Jens Spahn (Gesundheit) dem Bundeskabinett an. Die evangelische Fahne halten für die CDU Angela Merkel und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hoch.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der neuen Ministerriege der CSU. Neben Gerd Müller (Entwicklung) übernehmen auch mit dem bisherigen Generalsekretär Andreas Scheuer (Verkehr) und dem Parteivorsitzenden Horst Seehofer (Inneres) gläubige Katholiken Regierungsverantwortung im neuen Merkel-Kabinett.

Unter den SPD-Ministern findet sich mit dem Saarländer Heiko Maas, der nach dem Justizministerium nun das Außenministerium leiten soll, ein gläubiger Katholik. Maas war in seiner Jugend Messdiener und in der katholischen Jugend aktiv. Auch heute hält er am Glauben fest und sagt:

„Gehadert mit Gott habe ich oft, grundsätzlich gezweifelt noch nie.“

So gut wie alle designierten Minister betonen, dass ihnen ihr Glaube wichtig sei. Ein Beleg dafür ist zum Beispiel das Engagement im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Gleich drei Mitglieder der neuen Bundesregierung – Monika Grütters, Julia Klöckner und Gerd Müller – gehören ihm an; hinzu kommen noch die neue CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und die designierte SPD-Vorsitzende Andrea Nahles. Demzufolge berichtet katholisch.de:

„Die Vollversammlungen des ZdK könnten künftig also problemlos zu außerparlamentarischen GroKo-Sitzungen umfunktioniert werden.“

Mehr dazu unter katholisch.de

Die Politiker Jens Spahn und Gregor Gysi halten die Kirchen für unverzichtbar

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Der Linken-Politiker Gregor Gysi, selbst Atheist, misst den Kirchen eine unverzichtbare Rolle für die Gesellschaft zu.

Er fürchte eine gottlose Gesellschaft,

sagte Gysi am 28.2. in Berlin.

Wenn es die Kirchen und Religionen nicht gäbe, gäbe es kaum ein Nachdenken über moralische Fragen,

sagte der Bundestagsabgeordnete.

Gysi sagte, auch seine Partei habe den Anspruch, eine allgemeinverbindliche Moral zu formulieren. Die Kraft, sie in der gesamten Gesellschaft zu vermitteln, hätten aber nur die evangelische und katholische Kirche. Die Wirtschaft könne letztlich keine verbindliche Moral zur Folge haben, nach der man leben könne, sagte er.

Gysi diskutierte gemeinsam mit dem CDU-Politiker Jens Spahn und dem Autor Manfred Lütz über dessen neues Buch „Der Skandal der Skandale„, in dem er historische Mythen über das Christentum aufdeckt. Spahn, der in der möglichen neuen großen Koalition Gesundheitsminister werden soll, sagte, für seine Haltung als Christdemokrat sei das christliche Menschenbild entscheidend. Es sei klar:

„Das Paradies macht jemand anders“,

sagte Spahn. Politik könne sich mühen, Zustände besser zu machen. Der Mensch sei aber nicht unfehlbar. Diese aus dem Glauben resultierende Haltung mache frei von Ideologie, sagte er.

Quelle: evangelisch.de

Annegret Kramp-Karrenbauer: Christlicher Glaube ist eine „Beruhigung und Selbstvergewisserung“

Mit Annegret Kramp-Karrenbauer wurde am Montag mit überwältigender Mehrheit, mit knapp 99 Prozent, eine praktizierende Christin zur Generalsekretärin der CDU gewählt. Das Medienmagazin Pro titelte „‚AKK‘: Katholikin ist rechte Hand Merkels„. Im Januar wurde die nun ehemalige Ministerpräsidentin des Saarlands hinter Winfried Kretschmann (Grüne) zur zweitbeliebtesten Chefin eines deutschen Bundeslandes gewählt. Künftig wird die dreifache Mutter nun in Berlin walten. Ihre Aufgabe wird es sein, das konservative Profil der Union neu zu schärfen.

Annegret Kramp-Karrenbauer wuchs in Völklingen auf und wurde von ihren Eltern konservativ-katholisch erzogen. In ihrem Lebenslauf spielt ihr Glaube eine bedeutende Rolle spielte. In einem Interview mit dem Radiosender  SR 2 bezeichnete sie ihren Glauben als eine „Beruhigung und Selbstvergewisserung“. Deswegen war es für sie auch klar, dass die Worte „So wahr mir Gott helfe“ zu ihrer Eidesformel dazu gehören müssen.

In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sie sich 2015 zu Glaubensfragen. Kramp-Karrenbauer betonte darin u. a., dass durch Muslime, die ihren Glauben in Deutschland leben, der Islam zwangsläufig ein Teil der deutschen Gesellschaft sei, „ob wir das wollen oder nicht.“ Im Gegenzug forderte sie von den Christen in Deutschland, sich stärker auf ihre christlichen Wurzeln und Traditionen zu besinnen. Dazu sagte sie weiter:

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass wir als Christen in einer vorauseilenden Selbstaufgabe unsere eigenen Traditionen, die aus unserer Religion heraus erwachsen sind, verleugnen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum ein Martinsumzug in ein Laternenfest umbenannt wird – aus lauter Angst, man könne die Gefühle von wem auch immer verletzen.“

Statt Respekt für Toleranz rufe das bei anderen Verachtung für eine fehlende Haltung hervor.

Quellen: sr.de, welt.de und  pro-medienmagazin.de

CDU-Politikerin Monika Grütters warnt vor Entchristlichung der Gesellschaft

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat vor einer Entchristlichung der deutschen Gesellschaft gewarnt. Die CDU-Politikern rief alle Christen dazu auf, sich öffentlich zu ihren Werten zu bekennen.

Unter anderem sagte sie:

„Eine strikte religiöse Neutralität des Staates und eine Privatisierung der Religion fördert nicht Toleranz und Weltoffenheit der Gesellschaft. Im Gegenteil: So legt man die Axt an ihre Wurzeln.“

Sie plädiert für eine Gesellschaft, die sich zu ihren christlichen Wurzeln und ihrer Identität bekennt. Gerade dadurch könne man dem Fremden Raum geben, ohne sich bedroht zu fühlen:

„Unsere vom Christentum geprägte Geschichte, trägt und prägt auch unsere Kultur der Verständigung.“

Mehr dazu gibt’s unter katholisch.de

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer: „Ich glaube an Gott. Punkt.“

Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro über ihre politischen Ziele sprach die in Wiesbaden geborene FDP-Generalsekretärin Nicola Beer auch darüber, wie ihr Glaube und ihre Beziehung zur Kirche durch persönliche Erfahrungen bei der Integration von zwei Flüchtlingen stärker wurde.

Vor über einem Jahr wurde sie von Freunden gefragt, ob sie und ihr Lebensgefährte sich um zwei Flüchtlinge aus Afghanistan kümmern könnten. Bei den beiden Afghanen kam der Wunsch auf, zum christlichen Glauben zu wechseln. Dazu führt Beer weiter aus:

„Das hat mich schon beeindruckt, weil sie gesagt haben: Wir kommen aus einer komplett muslimischen Welt und uns erzählt man immer, wie schlimm die Christen sind. Aber wir kommen hierher und werden von Menschen, die gar nicht unseren Glauben haben, unheimlich liebevoll und mit offenen Armen aufgenommen.“

Weil die beiden jungen Afghanen Teil dieser Gemeinschaft werden wollten, haben Beer und ihr Lebenspartner, der Jurist ist, nach Kirchengemeinden gesucht, die Glaubens- und Taufkurse für Flüchtlinge anbieten. Fündig wurden sie in der Nord-Ost-Gemeinde, eine Personalkirchengemeinde in Frankfurt. Dort wird der Gottesdienst auf Deutsch gefeiert, aber in Farsi übersetzt. Die beiden Afghanen fanden schnell Anschluss über die jungen Menschen in der Gemeinde und ließen sich dort nach einem einjährigen Glaubenskurs an Pfingsten taufen.

Mit der Betreuung der Flüchtlinge fanden auch Beer und ihr Lebensgefährte Anschluss in der Frankfurter Kirche. Seit Oktober sind sie Mitglieder der Nord-Ost-Gemeinde. Dazu sagt sie:

„Ich war sehr beeindruckt von der Lebendigkeit dieser Kirche. Das hat inzwischen nicht mehr jede Gemeinde.“

Ihr christlicher Glaube wurde vom Kindergottesdienst über die Konfirmation bis zur Jungschar rund um die evangelischen Kirche geprägt. Bereits im Konfirmandenunterricht stand für sie persönlich fest:

„Ich glaube an Gott. Punkt.“

Im Gottesdienst zieht sie viel Energie aus den Predigten, so die 48-jährige und weiter:

„Ich mag es, dass Predigten in unserer Gemeinde nicht überpolitisiert sind.“

In Gottesdiensten der „hiesigen hessischen evangelischen Kirche“ störe sie, dass sie häufig „mehr Politik und weniger Evangelium“ seien.

Quelle: pro-medienmagazin.de

Markus Söder: „Wir sind ein christlich geprägtes Land und wollen das auch bleiben“

In einem aktuellen Interview mit der Berliner Morgenpost betonte der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit Blick auf ein klares Identitätsbewusstsein die christliche Prägung Deutschlands. Dazu sagte er:

„Es braucht aber auch ein Bekenntnis zu unserer Identität. Wir sind ein christlich geprägtes Land und wollen das auch bleiben.“

Quelle: morgenpost.de

Ein Ziel von Markus Söder im Landtagswahljahr ist es, das Bekenntnis zu Kreuz und Christentum zu stärken. So plädierte er kürzlich beim politischen Aschermittwoch in Passau dafür, die christliche Prägung Bayerns in der Landesverfassung zu verankern und in allen staatlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen:

„Ich möchte, dass wir uns mehr bekennen zu den Symbolen, die uns ausmachen.“

Er habe die Verfassung genau studiert, sagte Söder und betonte:

„Ein klares Bekenntnis zu der christlich-abendländischen Prägung gibt es derzeit nicht. Ich finde, wir sollten unsere Verfassung ergänzen, dass diese Prägung auch in der Zukunft erhalten werden soll.“

Söder bekannte sich in seiner gut einstündigen Rede zur Religionsfreiheit, hob aber die kulturgeschichtliche Prägung Bayerns durch das Christentum hervor.

Quelle: infranken.de und katholisch.de

Andrea Nahles: Ein „katholisches Mädchen“ für die SPD – Das Christsein als Kompass für Gerechtigkeitsfragen

Andrea Nahles soll auf einem Parteitag am 22. April in Wiesbaden zur Parteivorsitzenden der SPD gewählt werden. Mit diesem Ereignis beschäftigt sich katholisch.de aktuell in einem Artikel. Denn: Sollte Nahles tatsächlich Parteivorsitzende werden, wäre das gleich aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen wäre Nahles in der 155-jährigen Geschichte der SPD die erste Frau an der Spitze der Partei. Zum anderen wäre sie wohl die katholischste Vorsitzende, die die Sozialdemokraten je hatten.

Anders als die meisten ihrer Vorgänger ist Nahles – die sich selbst einst als „katholisches Mädchen vom Land“ bezeichnet hat – auch als Spitzenpolitikerin noch tief im christlichen Glauben verwurzelt. In der SPD, deren Verhältnis zum Christentum in den Anfangsjahren laut Mitbegründer August Bebel „wie Feuer und Wasser“ war, ist das immer noch etwas Besonderes.

Andrea Nahles bekennt sich offen zu ihrem Glauben und machte ihn auch zum Thema ihrer Biographie mit dem Titel „Frau, gläubig, links: Was mir wichtig ist“ und erkannte:

„Dass ich gläubig bin, finden manche überraschend.“

In Interviews zum Buch sagte sie u. a.:

„Mein Lebensoptimismus speist sich aus der Grundüberzeugung, dass es einen Gott gibt.“

Der Gott, der sich vor über 2000 Jahren in Jesus gezeigt hat. Dazu sagte die 47-jährige:

Mein Idol ist Jesus. (…) Mit keiner Person in der Geschichte habe ich mich so intensiv auseinander-gesetzt wie mit Jesus Christus. Es ist nicht leicht, Christus nachzufolgen, er ist kompromisslos anspruchsvoll. Und er ist radikal, was die Frage der Gerechtigkeit angeht.“

Eine hohe Wertschätzung zeigt sie auch aus eigener Erfahrung gegenüber dem Religionsunterricht und äußerte schon vor Jahren auf einer Veranstaltung des Religionspädagogischen Zentrums in Bayern:

Ich glaube nicht, dass ich den Sprung vom Kinderglauben zum Erwachsenenglauben geschafft hätte ohne den Religionsunterricht.“

Nahles wuchs in einem katholischen Elternhaus in der Eifel auf. Die Erziehung im katholischen Glauben prägte sie. Dazu sagte sie einmal:

„Mit 9 Jahren bin ich Messdienerin geworden, mit 14 in eine ökumenische Jugendgruppe gegangen. Das waren frühe Prägungen, sie haben meinen Wertekodex bestimmt. Und daraus leite ich mein politisches Engagement ab.“

Nach dem Abitur studierte sie Politik, Philosophie und Germanistik in Bonn. Parallel dazu stieg sie in der SPD auf: Bereits als 18-Jährige trat sie in die Partei ein, 1995 wurde sie Bundesvorsitzende der Jusos. Mitglied im SPD-Parteivorstand ist sie seit 1997, dem Präsidium gehört sie seit 2003 an. In den Bundestag kam sie erstmals 1998. Bevor sie Arbeitsministerin wurde, war sie vier Jahre lang SPD-Generalsekretärin.

Ihr christlicher Glauben gibt Nahles Orientierung für ihr politisches Handeln.

„Aus meinem Christsein lässt sich mein Kompass für Gerechtigkeitsfragen entwickeln“,

erklärte sie vor einigen Jahren in einem Interview. Und weiter:

„Im Grunde entstand das linke, das sozialdemokratische Engagement aus meinem Engagement in der katholischen Kirche.“

So war Nahles unter anderem Messdienerin und in einer ökumenischen Jugendgruppe aktiv. Mittlerweile ist sie Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Ihr Glaube habe sie als Mensch geprägt, lange bevor sie in die SPD eingetreten sei, betont sie. Damit „hausieren“ gehen wolle sie aber nicht. Trotzdem macht sie keinen Hehl daraus, dass im Bundestag bei ethischen Fragen ihr Glaube und das daraus abgeleitete Menschenbild eine wichtige Rolle spielen. Diesbezüglich sagte sie vor Jahren:

„Ich habe meinen Glauben nie vor mir hergetragen. Das ist für mich etwas, womit ich nicht hausieren gehen muss – und möchte. Aber es gibt Fragen, wo ich mich definitiv auch über die Fraktionsgrenzen als Christ positioniere, bei der Stammzellendiskussion oder bei der Frage, ob Gott in die EU-Verfassung soll. Das sind Punkte, bei denen ich mir sagen muss: Ja, da musst du dich jetzt als Christin bekennen.“

Genauso wie das Bekenntnis zum Nichtglauben akzeptiert werden sollte, erwartet sie aber umgekehrt, dass ihr religiöses Bekenntnis ebenso akzeptiert wird.

„Wenn Abgeordnete keine Angaben zur Religion machen, dann ist das ihr gutes Recht. Ich bin kein Missionar. Viele Leute wollen heute nicht mehr Mitglied einer Kirche sein. Ich erwarte allerdings, dass das religiöse Bekenntnis und das aktive Leben des Glaubens akzeptiert werden.“

Weiter äußerte sie:

„Und ich bin überzeugt: Christsein kann nie folgenlos bleiben, nicht privat und nicht politisch.“

Quellen: katholisch.de, bild.de, livenet.ch, rpz-bayern.de, chrismon.evangelisch.de und domradio.de

CDU-Generalsekretär Peter Tauber nach Not-OP: „Mein Glaube an Gott hat mir geholfen“

Eine schwere Darmerkrankung hat CDU-Generalsekretär Peter Tauber von den aktuellen Koalitionsverhandlungen fern gehalten. Sein Glaube an Gott gab ihm in dieser schwierigen Zeit Kraft, wie die Bild am Sonntag aktuell berichtet.

38 Tage lag Peter Tauber wegen einer schweren Darmentzündung im Krankenhaus, zwölf davon auf der Intensivstation. Während seine Partei in den GroKo-Verhandlungen mit der SPD stritt, musste der 43-jährige eine Not-OP überstehen. Inzwischen befindet sich der Politiker auf dem Wege der Besserung und hat das Krankenhaus am Donnerstag verlassen.

„Das war eine extrem harte Zeit“,

erzählte er BamS in einem exklusiven Gespräch.

Auf die Frage, was ihn durch die schwere Zeit geholfen habe, sagt Tauber:

„Die fachlich und menschlich tolle Begleitung durch Ärzte und Pfleger im Bundeswehrkrankenhaus, die vielen guten Wünsche und Nachrichten, und mein Glaube an Gott.“

Weiter betont er:

„Ich habe viel gebetet.“

Tauber beginnt kommende Woche eine mehrwöchige Reha. Sein nächstes Ziel:

„In der Sonne sitzen und eine eiskalte Cola trinken.“

Quelle: bild.de

Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht über Attentat: Angstfrei dank Gott

Henriette Reker war dem Tode nahe. Im Jahr 2015 wurde sie von einem Messerstecher attackiert und kämpfte um ihr Leben. In einem Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung schildert die Oberbürgermeisterin von Köln, wie sie die wohl dramatischten Minuten ihres Lebens erlebt hat und wie es ist, wenn der Tod so nahe ist wie nie zuvor.

Am Vortag zu ihrer Wahl als Kölner Stadtoberhaupt hatte ihr ein rechtsradikaler Attentäter ein 30 Zentimeter langes Bowiemesser in den Hals gestoßen und dabei ihre Luftröhre fast komplett durchtrennt. Als sich einen Tag später ihr bislang größter politischer Erfolg anbahnte, lag sie im künstlichen Koma und rang mit den Tod.

„Ich lag 14 Minuten auf dem Boden, bis man mich ins Krankenhaus fuhr. Lag da und fühlte mich hingerichtet. Abgestochen. Ich habe mich einfach hilflos gefühlt.“

Eine Notoperation hat ihr das Leben gerettet. Als sie aus dem Koma erwachte, hatte sie die OB-Wahl gewonnen.

Der Glaube an die Medizin „und mein Glaube an Gott“ hatten ihr in der Zeit nach dem Attentat Hoffnung gegeben,

so Henriette Reker im Interview mit der SZ. Trotz ihrer schweren Verletzungen konnte sie 5 Wochen später ihr Amt antreten. Ihr Glaube gab ihr Kraft mit dem Erlebten umzugehen und in die Normalität zurückzukehren. Über zwei Jahre nach dem Attentat fühlt Henriette Reker „Dankbarkeit, dass es mir so gut geht.“ Ängste, die sie blockieren, habe sie heute nicht mehr und fühle sich auch wieder wohl unter Menschen.

Quelle: sz.de und focus.de

 

Im RTL-Jahresrückblick 2015 verwies Henriette Reker im Gespräch mit Günther Jauch über die Verarbeitung des Erlebten bereits auf ihren Glauben. U. a. sagte sie:

„Ich habe ja so viel Glück gehabt. Der liebe Gott wollte mich noch nicht. Und deswegen bin ich auch jetzt verhältnismäßig angstfrei und mache meine Arbeit.“

Quelle: welt.de

Franz Müntefering über seine christliche Erziehung: „Das ist eine Sache, die im eigenen Leben nicht verloren geht“

Der SPD-Politiker Franz Müntefering hat die Politik zu Beginn des 21. Jahrhunderts entscheidend mit geprägt. Im Interview mit domradio.de spricht der ehemalige SPD-Vorsitzende über christliche Werte, seine katholische Prägung und wie sich die Gesellschaft verändern muss.

Dass Kindern eine moralische Orientierung im Elternhaus mitbekommen, hält Franz Müntefering für entscheidend:

„Es ist wichtig, dass Kinder und junge Menschen eine Orientierung in das Leben mit bekommen und natürlich auch, dass man hinterher eine Orientierung behält.“

Diesbezüglich verweist er auf die Werte des Grundgesetzes und die Menschenrechte darin, sagt darüberhinaus aber zur Rolle christlicher Werteorientierung in der heutigen Zeit:

„Ich glaube, dass die christlichen Werte – Nächstenliebe, Glaube und Hoffnung – durchaus mit dem, was unser Grundgesetz von uns fordert, übereinstimmen.“

Auf die Frage, welche Rolle der Glaube für ihn im Alltag spiele, sagt der 78-jährige:

„Keine große. Aber was mich mein Leben lang begleitet, ist das, was ich von meinen Eltern, besonders von meiner Mutter, gelernt habe: Glaube, Liebe und Hoffnung. Aber am größten davon ist die Liebe. Das ist eine Sache, die im eigenen Leben nicht verloren geht.“

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de

 

Bereits vor Jahren betonte Franz Müntefering in einem Interview mit dem Journalisten Hanno Gerwin die starke Prägung durch seine Mutter. Damals sagte er u. a.:

„Meine Mutter hat mir Grundvertrauen mitgegeben, damit ich zuversichtlich sein konnte, dass es gut vorwärts ging. Bei ihr war das Grundvertrauen tief im Glauben verankert. Sie war eine Katholikin mit hohem Bezug zum Religiösen. Bei mir ist das nicht so eng. Aber diese Erfahrung aus meiner Kindheit und Jugend möchte ich nicht missen. Ich bekam vieles mit, was einen mutig, ausdauernd und zuversichtlich sein lässt.“

Quelle: gerwintrifft.de

 

2005 hob er gegenüber dem Tagesspiegel explizit die Bedeutung des Religionsunterrichts für die Orientierung von Kindern hervor. Damals betonte er:

„Es ist richtig und wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, im Sinne ihres Elternhauses Religionsunterricht in der Schule zu haben. Was heute in der Politik Solidarität genannt wird, hätte meine Mutter Nächstenliebe genannt.“

Quelle: tagesspiegel.de

 

In Sachen Religionsunterricht scheint sich Franz Müntefering mit Bundeskanzlerin Angela Merkel einig zu sein:

Pater Anselm Grün: „Politik kann vom Christentum lernen“

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Der Autor und Pater Anselm Grün fordert die Politiker zu mehr Vertrauen auf. In der Politik „stellen wir bei jedem Fehler gleich die Vertrauensfrage. Das ist nicht nur unbarmherzig, sondern verleitet auch dazu, Fehler zu leugnen“, sagte der Benediktinerpater.

Grün äußerte sich in der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag) in einem Gespräch mit dem ehemalige Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider über die Vertrauenskrise in Politik und Kirche.

Grün betonte:

„Die Politik kann vom Christentum schon noch lernen.“

Gott habe gezeigt, dass niemand alleingelassen sei. „Deshalb sollten wir selber Mut haben, hinabzusteigen in die Abgründe und die Not.“

Mehr dazu unter domradio.de und zeit.de