In diesen Tagen erschien posthum ein Buch des britischen Astrophysikers Stephen Hawking, der am 14. März dieses Jahres verstarb, in dem er kurze Antworten auf große Fragen geben möchte. Dabei geht es auch um die Gottesfrage.

Bereits in seinem Buch „Der große Entwurf“ mutmaßte Hawking, dass ein Schöpfergott überflüssig sei und das Universum sich spontan aus dem Nichts selber erschaffen habe. Ursache der Ganzen sei ein Zufallsprozess, den Hawking in diesem Buch mit mathematischen Modellen über Paralleluniversen beschrieb, in denen andere Naturgesetze als in unserem Universum gelten würden. Dass er damit selbst einen Glaubensansatz kreierte und die wissenschaftliche Bühne damit verließ, kritisierten seinerzeit nicht zuletzt der Astrophysiker Harald Lesch sowie der Philosoph Wilhelm Vossenkuhl, als sie bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die großen Denker Lesch & Vossenkuhl beantworten Fragen“ danach gefragt wurden.

Harald Lesch kritisierte dabei den großen Kategorienfehler, den Hawking in seinem Buch „Der große Entwurf“ begehe, wenn er seine wissenschaftliche Kompetenz mit seinem Plädoyer für Atheismus vermische. Lesch weiter:

„Das sollte man nicht tun.“

Dadurch dass in Hawking’s Buch am Anfang „ordentliche Wissenschaft populär dargestellt“ werde und es dann zu dem „riesigen Kategorienfehler“ komme, auf einmal über etwas schreiben zu wollen, „was aber ansonsten in dem Buch nichts zu suchen hat“, so Lesch mit deutlichen Worten, entstehe ein falscher Eindruck. Weiter betonte Harald Lesch, der auch Philosophielehrer ist, bei dieser Diskussion:

„Ich glaube, dass es ganz schlimm ist, wenn Naturwissenschaftler auf einmal anfangen so zu tun, als hätten sie die Kompetenz über Begriffe zu reden, die mit ihrer Wissenschaft nichts zu tun haben.“

Dass, was Wissenschaftler wie Hawking und auch Richard Dawkins über Gott und die Welt schreiben, habe mit ihrer Wissenschaft nichts zu tun. Es werde aber der Marketingeffekt erzeugt, dass denjenigen, die sich über den Anfang des Universums Gedanken machen können, gleichzeitig die Kompetenz zukomme über Gott sprechen zu können. Dem sei aber nicht so, so Lesch weiter.

So definiert Stephen Hawking ‚Gott‘ als Begriff für etwas, was Menschen nicht verstehen. Diese Definition ist jedoch entfernt von der Liebe, die sich in dieser Welt in Jesus zeigt, weshalb Papst Benedikt XVI. einer Enzyklika über Gott den Namen gab: „Deus Caritas est (Gott ist Liebe)“.

Harald Lesch empfiehlt Wissenschaftlern wie Hawking und Dawkins, die meinen über Gott schreiben zu müssen, zuerst einmal bei einem Theologen oder Philosophen in die Lehre zu gehen. Weiter empfiehlt er: Um beim Leser keinen falschen Eindruck zu erwecken, sollten Naturwissenschaftler, wenn sie von ihrer wissenschaftlichen Kompetenz ausgehend über Gott schreiben, fairerweise folgenden Satz voranstellen:

„You are leaving the physical or biological sector of this book.“

Vossenkuhl betonte in dieser Diskussion, dass er den Atheismus für „viel zu fromm“ halte. An die Stelle Gottes trete nun der Wissenschaftler.

Welche Verwirrung dadurch entsteht, wird ersichtlich, wenn die Moderatorin Maybrit Illner in der Anmoderation zu Hawking’s Buch „Der große Entwurf“ tatsächlich Hawking als allwissend bis allmächtig darstellt und den Satz fallen lässt:

„Der Kosmos, den er in seinem neuen Buch entwirft, ist riesengroß. Fast so groß wie sein eigener.“

Vossenkuhl resümiert schmunzelnd mit Blick auf Hawking und Dawkins:

„Es ist eigentlich sehr erfrischend, wenn jemand mutig etwas sagt, auch wenn es völlig falsch ist.“

Im neuen Buch „Kurze Antworten auf große Fragen“ rudert dann Stephen Hawking in gewisser Weise posthum selber wieder etwas zurück. Das erste Kapitel trägt den Titel „Gibt es einen Gott?“. Dies sei „eine berechtigte Frage im Bereich der Wissenschaft“, erklärt Hawking abermals, drei Seiten nachdem er versichert hat:

„Dabei habe ich gar nichts gegen Gott. Auf keinen Fall möchte ich den Eindruck erwecken, in meiner Arbeit gehe es darum, die Existenz Gottes zu beweisen oder zu belegen.“

Genau diesen Eindruck hat er in seinen populärwissenschaftlichen Büchern aber erweckt, und das war auch ein Grund für seinen Ruhm.

Abermals wirft er auch in diesem Buch die Frage auf, ob „die Art und Weise, wie das Universum anfing, aus Gründen, die wir nicht verstehen können, von Gott gewählt oder durch ein wissenschaftliches Gesetz bestimmt“ worden sei. Dazu betont er, dass er „Letzeres“ glaube und führt fort:

„Wenn Sie wollen, können Sie die wissenschaftlichen Gesetze ‚Gott‘ nennen, aber das wäre dann kein persönlicher Gott, dem Sie begegnen und Fragen stellen könnten.“

Und weiter:

„Doch wenn es einen solchen Gott gäbe, würde ich ihn gerne fragen, ob er sich etwas so Kompliziertes wie die verallgemeinerte String-theorie oder die M-Theorie in elf Dimensionen ausgedacht hat.“

So ganz los ließ Hawking der Glaube an einen persönlichen Gott zeitlebens wohl doch nicht.

Quellen: promisglauben.de, YouTube.com, blick.ch und diepresse.com

 

Wir empfehlen an dieser Stelle unseren Beitrag Ist der Glaube an Got (ir)rational?“ sowie das Buch„Gott – eine kleine Geschichte vom Größten“ vom Psychiater und Theologen Manfred Lütz.

 

Hier der oben beschriebene 4-minütige Beitrag von Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl:

Der Astrophysiker und Naturphilosoph Prof. Dr. Harald Lesch besitzt die Gabe, Themen vom Klimawandel bis zur Künstlichen Intelligenz auf eine Weise so zu erklären, dass dies viele Menschen zum Mitdenken anregt. Zum 10-jährigen Bildschirmjubiläum im ZDF äußerte sich der gläubige Christ, der nach eigenen Angaben Protestant vom Scheitel bis zur Sohle ist, sehr besorgt um die Schöpfung, betont des Weiteren den „freien Willen“ des Menschen und plädiert für den Wert der Ruhe. Darüber sprach er mit dem Magazin Prisma.

Obgleich über den Klimawandel „viel“ berichtet werde, sei „die Größe des Themas bisher weder in unsere Hirne noch in unsere Herzen eingedrungen“, so Lesch im Interview mit dem Magazin Prisma. Mit einem dramatischen Appell formuliert er:

„Wenn wir nicht ganz schnell handeln, wird uns die Welt um die Ohren fliegen.“

Ein weiteres Thema, das seiner Ansicht nach in den Mittelpunkt der Diskussion rücken sollte, ist die synthetische Biologie, da die Wissenschaft „sehr bald“ in der Lage sein wird, künstlich Leben zu erzeugen, was „unsere Welt enorm verändern“ werde.

Einen Wissenschaftsbereich, den er für „am meisten überschätzt hält“ sei die Hirnforschung. Als Bespiel nennt er die Frage nach einem freien Willen des Menschen. Dazu betont er:

„Ich würde sie (Anm.: die Frage nach dem freien Willen) immer mit „ja“ beantworten.“

Diese Frage sei wissenschaftlich kaum zu beantworten,

„da die Innenperspektive eines Menschen nicht messbar ist“.

In diesem Bereich werde man durch Forschung nicht „nennenswert weiterkommen“, so der 58-jährige Professor für Physik an der TU München.

Was unserer Zeit heute abgeht, ist in den Augen von Lesch der Wert der Ruhe. Dazu führt er aus, dass neben Rationalitär auch die „Freude am Leben“ eine gute Gesellschaft ausmache. Rationalität und damit verbunden, rationale Entscheidungen zu treffen, brauche aber Ruhe. Das schneidet sich mit dem Phänomen unserer Zeit, dass viele Menschen heute „auf unterschiedliche Art ständig unter Druck“ seien. Dazu betont Lesch ein altes Sprichwort und sagt:

„‚Gut Ding will Weil haben‘ – heißt es. Die angesprochene Ruhe haben aber die meisten Menschen heute aber nicht mehr.“

Ein Problem sieht er diesbezüglich auch im stetigen Streben nach noch größerer Effizienz und plädiert dafür, sich „von jenen digitalen Diktatoren“ zu lösen, „die unser Leben im Griff halten“. In diesem Zusammenhang äußerte er weiter folgenden Wunsch:

„Schön wäre es, in einem Land zu leben, das großzügiger, langsamer und nicht so verrückt nach Geld wäre.“

Er selbst verschaffe sich einfach Ruhe. Ein unglaublicher Zeitgewinner sei es, dass er kein Smartphone besitze. Dabei ist ihm bewusst, dass er, der aus einfachen Verhältnissen stammt, heute priviligiert ist, wofür er sich im Prisma-Interview dankbar zeigt.

Bezüglich des Zusammenhalts einer heutzutage durch Neo-Liberalismus auseinanderdriftenden Gesellschaft betont Lesch den Wert der Solidarität und des ehrenamtlichen Engagements. Das Gefühl der Solidarität sei auch heute in der Gesellschaft immer wieder zu spüren, etwa bei Überschwemmungen. Solidarität werde nur „zu wenig belohnt“.

Für ehrenamtliche Tätigkeiten, die früher normal gewesen seien, fehle den Menschen heute einfach die Zeit. So habe er als Student noch schlendern können, während seine Studenten heute im Zuge der europäischen Studienreform von Bologna „keinerlei freie Zeit“ mehr hätten, was Stress erzeuge und unglücklich mache.

Diesbezüglich gibt Harald Lesch appellierend zu bedenken:

„Wir unterwerfen unser Leben immer mehr einer Taktung – und die Digitalisierung unterstützt diesen Prozess. Wir müssen daran arbeiten, dass wir unser Leben wieder weniger getaktet, sondern in freieren Rhythmen leben.“

Quellen: prisma.de, theologie-naturwissenschaften.de und zdf.de

Eine Hilfe bei der Lebensbewältigung könnte ein „Gefühl und Geschmack für das Unendliche“ sein. Dieses Bild von Gott diskutierte Harald Lesch mit dem evangelischen Theologen Dominik Metz:

Der Fossilienforscher Dr. Günter Bechly war zeitlebens Atheist und vertrat die Auffassung „Glaube heißt nichts wissen“, in dem Sinne dass es heute dafür, wo Menschen früher religiöse Erklärungen brauchten, wissenschaftliche Antworten gäbe. Eigene Forschungen brachten ihn zum Umdenken, so dass er heute gläubiger Katholik geworden ist. Über seinen Lebensweg vom Atheisten zum gläubigen Christen berichtete aktuell ERF Medien.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war Günter Bechly, der sich schon als Kind für Wissenschaft begeisterte, der festen Überzeugung, dass Religion nur ein Überbleibsel unserer primitiven Vorfahren sei, die sich durch Wundergeschichten die Welt zu erklären suchten. Er vertrat die Auffassung, dass Charles Darwin bewiesen habe, dass wir keinen Gott brauchen, um die Entstehung des Lebens zu verstehen. Bei Fernsehauftritten wie bei „Planet Wissen“ erklärte er den Zuschauern die Evolution. Gläubige Menschen hielt Bechly für ungebildete Trottel.

Immer wieder nutzte Bechly öffentliche Plattformen um die Überlegenheit der Naturwissenschaft über religiösen Aberglauben herauszustellen.

Doch irgendwann beginnt der heute 54-jährige sich mit Büchern von Wissenschaftler zu beschäftigen, die Zweifel an der Evolutionstheorie, wie sie heute dargestellt wird, hegten. Bechly forschte weiter und stellte nun selbst Schwächern der Evolutionstheorie fest.

Ein Beispiel: Bei bekannter Mutationsrate lässt sich berechnen, wie lange es bei einer bestimmten Populationsgröße dauert, bis eine Mutation an einer gewünschten Stelle auftritt. Für manche „Evolutionsschritte“ müssen aber nicht nur eine, sondern mehrere ganz bestimmte Mutationen gleichzeitig auftreten. Das Problem: Bei Säugetieren müsste man auf zwei gleichzeitige Mutationen länger warten als das ganze Universum existiert! Und um zum Beispiel ein Landlebewesen in einen Wal zu verwandeln, bräuchte es hunderttausende Mutationen. Laut Lehrbuch sollen sich die Wale jedoch innerhalb läppischer fünf Millionen Jahre entwickelt haben. Für Bechly lag auf der Hand, dass die Geschichte so nicht stimmen kann.

Auch ein atheistischer Kollege habe ihm hinter vorgehaltener Hand heimliche Zweifel anvertraut:

„Mensch Günter, in fünf Millionen Jahren vom Landlebewesen zum Wasserlebewesen – das ist doch unmöglich!“

Für Günter Bechly wurde die Frage, ob an der Sache mit Gott vielleicht doch etwas dran sein könnte, immer konkreter. Er begann auch in anderen Wissenschaftsbereichen nach Hinweisen zu forschen. In der Kosmologie zum Beispiel nach der sogenannten Feinabstimmung der Naturkonstanten: Die Naturgesetze in unserem Universum müssen teilweise bis auf die vierzigste Stelle hinter dem Komma genauso aufeinander abgestimmt sein, wie sie sind, damit intelligentes Leben möglich ist. Bei so unglaublichem Fine Tuning glaubt so gut wie niemand mehr an Zufall. Dazu betont Bechly:

„Mittlerweile sagen gestandene Wissenschaftler aus allen Bereichen, dass die einzige Alternative zu Gott ein Multiversum ist, in dem es unendlich viele Universen gibt. Dann könnte auch eines wie das unsere dabei sein.“

Aber es gab auch Phänomene, bei denen selbst ein Multiversum nicht als Erklärung half. Wie sollte zum Beispiel aus toter Materie Bewusstsein entstehen? In einer rein materiellen Welt prallen nur seelenlose Teilchen aufeinander. Wie auch immer sie zusammenprallen, sie bleiben genau so bewusstseinslos wie vorher. Dazu erläuter Bechly weiter:

„Deswegen wird sich das Bewusstsein auch in 200 Jahren nicht materialistisch erklären lassen. Das anzunehmen wäre ein Kategorienfehler: Es geht prinzipiell nicht. Die Wissenschaft kennt nur die Dritte-Person-Perspektive und kann daher niemals Aufschluss über eine Erste-Person-Perspektive geben.“

Günter Bechly suchte nach einem Weltbild, das all solche Phänomene erklären kann. Zeitweise vertrat er die sogenannte Prozessmetaphysik des britischen Philosophen Whitehead. Später versuchte er es mit Monismus und dem Objektiven Idealismus. Aber immer wieder entdeckte er Unstimmigkeiten in diesen Denksystemen. Irgendwann erstellte er sich eine Excel-Tabelle, in der er alle in Frage kommenden Philosophien gegenüberstelle und Punkte vergab. Seine Kriterien umreißt Günter Bechly etwa so:

„Wie erklären die Systeme Bewusstsein, freien Willen und Kausalität? Wie erklären sie verschiedene empirische Phänomene wie Quantenmechanik, Relativitätstheorie, Zeit usw.?“

Der Materialismus kam dabei am schlechtesten weg. Am besten schnitt der Glaube an einen Schöpfergott ab.

Widerwillig schaute Günter Bechly sich daraufhin verschiedene Religionen an und bekennt rückblickend:

„Da habe ich gemerkt: Verdammt, die Argumente für die Glaubwürdigkeit der Evangelien und die Auferstehung Jesu sind gar nicht so schlecht, wie ich dachte.“

Diese Erkenntnis führte dazu, dass sich der nun ehemalige Atheist Günter Bechly dem christlichen Glauben zuwandte, weil ihn die Fakten überzeugten. Dazu sagt er heute:

„Die Vorstellung, die Bibel fordere einen blinden Glauben ohne empirische Evidenzen, ist Quatsch. Der Glaube des Neuen Testaments ist ein Glaube, der durch Hinweise abgedeckt ist.“

Diesbezüglich erinnert Günter Bechly z.B. an Paulus, der auf fast 500 Augenzeugen für die Auferstehung Jesu verwies und seinen zeitgenössischen Lesern die Möglichkeit gab, seine Aussagen zu überprüfen.

Heute ist er gewiss, dass sich nicht jeder mit Quantenphysik beschäftigen müsse, um an Gott zu glauben. Für manche Leute seien die eigenen Kinder schon Gottesbeweis genug. Dazu führt er mit einem Schmunzeln weiter aus:

„Und mal ehrlich: Wer in die Augen seiner Kinder sieht und nicht glaubt, dass es da mehr geben muss – der ist doch irgendwie falsch verdrahtet, oder?“

So ist es ihm heute wichtig, mit seinen Kindern zu beten und ihnen das Angebot des Glaubens zu machen. Seine persönliche Hinwendung zum christlichen Glauben habe direkte Auswirkungen auf sein Leben gehabt. Dazu sagt der heute gläubige Katholik:

„Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass sich mein Verhalten im Straßenverkehr verändert hat seit ich Christ bin. Früher bin gefahren wie eine besengte Sau. Heute versuche ich mich an die Regeln zu halten.“

Günter Blechy scheint angekommen zu sein und im christlichen Glauben gefunden zu haben, was im Leben und darüber hinaus trägt, mehr als die Antworten auf intellektuelle Fragen. Dazu sagt er weiter:

„Ich hatte vorher eigentlich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Aber ich habe mir auch nicht bewusst gemacht, dass in einer Welt ohne Gott eigentlich alles für die Katz‘ ist.“

Weiter führt er zu dieser These aus:

„Wenn alles, was die Menschheit je hervorgebracht hat, irgendwann im Wärmetod des Universums verdampft und dann eine Ewigkeit von einem sich ins Nichts ausdehnenden, in Ruinen liegenden Universums folgt, ist völlig egal, ob da mal eine höherentwickelte Affenart irgendwelche Bildchen gemalt oder Geschichtchen erzählt hat. Dann ist alles wurscht. Dann kann auch jeder tun und lassen was er will.“

Viele Menschen machten sich das nicht klar und glaubten an hehre Werte wie zum Beispiel Menschenrechte, obwohl ihre Weltanschauung das gar nicht hergebe, resümiert der Forscher. Natürlich könnten sich auch Atheisten moralisch verhalten, nur hätten sie eigentlich keinen Grund dafür.

„Der eine ist zum Beispiel für Schwulenrechte und der andere dagegen. Na und? Der eine mag eben Vanilleeis und der andere Schokoladeneis. Ohne absoluten Maßstab sind Werte eine reine Geschmacksfrage.“

Nietzsches Konzept vom Übermenschen wäre laut Bechly die einzig logische Konsequenz: „Dann sähe ich keinen Grund, nicht zu sagen: Ich versuche in diesem Leben so viel Macht und Besitz zu kriegen, wie möglich und die anderen sind mir egal.“ Seit er Christ ist, habe sich seine Sicht komplett verändert, sagt Bechly:

„Ich habe einen wirklichen Sinn in meinem Leben und die Gewissheit, dass alles eine tiefere Bedeutung hat.“

Das spornt ihn an, anderen von seinem Glauben zu erzählen um wenigsten ein paar Menschen für Jesus zu gewinnen. Denn das habe eine bleibende Bedeutung für die Ewigkeit.

Seine Kritik an der Evolutionstheorie hatte für den einst angesehenen Wissenschaftler, der nach wie vor nicht an eine wörtliche Sechs-Tage-Schöpfung glaubt und die gemeinsame Abstammung der Arten bejaht, Konsequenzen. Er verlor seinen Job im Naturkundemuseum. Man wolle Gott mit Zähnen und Klauen draußen behalten, so Blechy.

Für ihn als Naturforscher wäre es persönlich kein Problem, wenn sich der Darwinismus doch als richtig erweisen würde. Für die Existenz Gottes sprechen so viele Gründe aus Physik, Kosmologie, Philosophie, dass das für ihn einfach gefestigt ist. Manchmal kommen noch Zweifel hoch. „Aber dann gucke ich mir wieder die Argumente an und weiß: Doch, es stimmt.“ Intelligent Design ist dabei nur ein Baustein.

In den akademischen Diskus möchte er die Fragen aber auch deswegen einbringen, weil sie wissenschaftlich interessant seien. Er gibt zu bedenken:

„Ich lehne die Evolutionstheorie ja nicht aus religiösen Gründen ab. Es sind wissenschaftliche Argumente, die mich davon überzeugen, dass sie falsch ist.“

Günter Blechy- früher überzeugter Anhänger von Richard Dawkins – heute lehnt er den Naturalismus und Materialismus ab und vertritt hinsichtlich biologischer Ursprünge die Intelligent-Design-Theorie.

Günter Blechy – früher Atheist – heute ein rational glaubender, katholischer Christ.

Dieser Artikel wurde zu großen Teilen vom ERF-Medien-Artikel „Glaube an Schöpfung fand ich primitiv“ übernommen.

Quelle: erf.de

 

 

Prof. Dr. Heino Falcke ist Radioastronom und Professor an der Radboud-Universität Nijmegen. In der ERF-Sendung „Gott sei Dank“ sprach der 52-jährige aktuell über schwarze Löcher und die Bedeutung des Menschen im Universum. Dabei legte er auch seine persönliche Vorstellung von Gott dar.

In der Sendung gab er u. a. zu bedenken, dass der Mensch ein Sandkorn auf dieser Erde ist und die Erde wiederum ein „Sandkorn in den Meeren des Universums“. Ob wir Menschen hier seien oder nicht, mache dem Weltall überhaupt nichts aus, so Heino Falcke.

Und weiter:

„Die Erde könnte morgen explodieren und im Weltall würde nichts passieren. Aber Glaube, Liebe und Hoffnung würden fehlen, wie mal mein Kollege Harald Lesch gesagt hat. Was würde ohne den Menschen da sein bzw. fehlen in diesem Weltall?“

An dieser Stelle helfe ihm der Gottesbezug, der sein Leben auf ein tragfähiges Fundament stellt. Dazu sagt Heino Falcke:

„Mir ist es wichtig zu glauben, dass da ein Gott ist, für den wir wichtig sind. Ein Gott, der hinter und in diesem Weltall steckt, aber für den jeder einzelne Mensch wichtig ist. Das würde ich vermissen, wenn ich meinen Glauben nicht hätte.“

Als „Berufskrankheit von uns Physikern“ beschreibt Heino Falcke, dass die Wissenschaftler von Berufs wegen „nur auf die Materie schauen und was da ist“. Es bleibe dann aber oft bei einem Staunen über die Naturgesetze und die Größe und Schönheit des Universums, ohne sich zu trauen, in dieser Beziehung weiter zu gehen und dann Mehr zu erfahren und zu erleben. Zu seiner Vorstellung von Gott sagt Falcke, der gläubiger Christ ist:

„Ich glaube, dass Gott nicht nur etwas ist, sondern jemand.“

Das komplette Interview, in dem Prof. Dr. Heino Falcke seine persönliche Gottesvorstellung weiter beschreibt und auch darauf eingeht, ob es einen Widerspruch zwischen Glaube und Naturwissenschaft gäbe, gibt’s im folgenden YouTube-Clip der immer wieder sehr sehenswerten ERF-Sendung „Gott sei Dank“:

 

In einem beeindruckenden Essay mit dem Titel „Reli, Gott sei Dank“ stellte der evangelische Pfarrer Paul Bräuchle auf schwaebische.de in klarer Weise heraus, welche unermessliche Leistung der Religionsunterricht in der Schule und für die Stabilität die Gesellschaft in unseren Breitengraden erbringt.

Pfarrer Bräuchle betont, dass es unbestritten sei, dass Bildung immer ein Thema sei und dass zur Vielfalt der in der Schule unterrichteten Fächer auch das Fach Religion, evangelisch und katholisch, gehöre. Daran, dass das Fach Religion das einzige Fach ist, das in der Landesverfassung Baden-Württemberg wie auch Bayern und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich erwähnt ist,  erkenne man das Anliegen des Staates. Dazu führt er weiter aus:

„Bildung ist nicht nur Fachwissen, sondern auch Orientierungswissen. Gibt es Werte, die von allen als eindeutig und unumstritten angesehen werden? Werte wie Nächstenliebe, Solidarität, Barmherzigkeit, Demut, Opferbereitschaft? Oder klingt das zu weich?“

Daran anknüpfend schreibt Pfarrer Bräuchle weiter:

„Im Fach Religion wird den Lernenden der Blick geweitet für das, was eine Gesellschaft zusammenhält und es wird fest gemacht, dass dies aus der Wurzel christlichen Denkens und Handelns kommt. Es ist an Jesus Christus orientiert, der ein ganz neues Menschenbild in die Welt gebracht hat. Die erwähnten Begriffe sind Merkmale der Stärke. Sie sind gut für uns alle.“

Und das genau das in Bayern und Baden-Württemberg (noch) uneingeschränkt berücksichtigt wird, ist gut so!!

Den kompletten, sehr lesenswerten Beitrag von Pfarrer Bräuchle zum Religionsunterricht in der Schule gibt’s unter schwaebische.de

 

Hier ein Impuls vom Theologen und renommierten Ethiker Wolfgang Huber zum Wert religiöser Bildung:

 

Hintergrund: In Berlin scheiterte im Jahr 2009 ein u. a. von Günther Jauch und Arne Friedrich unterstützes Volksbegehren zur Einführung des Religionsunterrichts als gleichberechtigtes, ordentliches Lehrfach an Berliner Schulen.

Auch in Luxemburg legt man keinen Wert mehr auf Jesus im Lehrplan. Mehr dazu hier

Am gestrigen Freitag feierten katholische, orthodoxe und evangelische Christen den Ökumenischen Tag der Schöpfung, der seit dem Jahr 2010 von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) jährlich am ersten Freitag im September gefeiert wird. Es gelte, die Schöpfung als Geschenk Gottes wahrzunehmen, „das man pflegen und bewahren muss“, so Mitorganisator Bischof Karl-Heinz Wiesemann.

Im Mittelpunkt dieses Tages stehen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz. Die Idee, diesen Tag zu feiern, stammt aus der Orthodoxen Kirche. Im Jahr 1989 lud der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitrios „die ganze orthodoxe und christliche Welt“ ein, am 1. September „zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung“.

Ist es heutzutage aber nicht naiv einen ‚Tag der Schöpfung‘ mit Blick auf die biblische Schöpfungsgeschichte zu feiern, wo wir doch naturwissenschaftlich so weit fortgeschritten sind?

Das ist ein Trugbild, das vor allem von Atheisten geschürt wird. Heutzutage sehen vernünftige Wissenschaftler wie auch Theologen keinen Widerspruch zwischen dem Glauben an einen Schöpfer und der Wissenschaft. Glaube und Naturwissenschaft widmen sich vielmehr unterschiedlichen Erfahrungsbereichen.

So ist die Bibel keine Schrift zur Erklärung physikalischer oder biologischer Zusammenhänge. In der Bibel wird deutlich: „Deus Caritas est (Gott ist Liebe)“, wie es Papst Benedikt XVI. in einer Enzyklika beschrieb.

Als 2012 durch Physiker am CERN das Higgs-Bosons entdeckt wurde, gratulierte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick dem internationalen Physiker-Team zu seiner neuen Erkenntnis, die vermutlich wegweisend für die Forschung sein werde und sagte:

„Es ist begrüßenswert, dass die Wissenschaft mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuche, immer tiefer in die Geheimnisse unserer Welt einzudringen und sie für die Menschen verständlich zu machen“.

Der Erzbischof betonte, dass auch durch neue Erkenntnisse „kein Widerspruch zwischen christlichem Glauben und Wissenschaft“ entstehe.

Gleichermaßen gelte für die Theorie des „Urknalls“ wie auch für das Higgs-Boson, dass ihnen ein göttlicher Schöpfungsakt zugrunde liegen müsse.

Zugleich müsse sich der Mensch aber auch immer seiner Grenzen bewusst sein und anerkennen, „dass unser Verstand niemals die Größe Gottes mit einer naturwissenschaftlichen Formel auf den Punkt bringen“ werde. Bischof Schick erinnerte an den Heiligen Augustinus, der den Versuch, die Unergründlichkeit Gottes zu verstehen, damit verglich, das Meer mit einer Muschel auszuschöpfen.

Die Theologin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Margot Käßmann brachte es in einem Interview im Oktober 2017 sehr schön auf den Punkt und sagte:

„Die Schöpfungsgeschichte ist ein wunderbares Bild. Sie ist die großartige Erzählung eines frommen Menschen, der die Schöpfung durch Gott beschreibt. Aber natürlich ist klar, dass der physikalische Vorgang nicht in sieben Tagen stattgefunden hat. Nur, ich kann das zusammendenken. Der verstorbene Physiker Hans-Peter Dürr hat gesagt, dass kein Mensch erklären kann, woher die Energie des Urknalls kam. Es gibt ja auch ein Staunen über die Welten des Kosmos, die wir überhaupt nicht kennen und entdeckt haben. Also, ich kann in der Schöpfung trotzdem göttliche Kraft sehen.“

Auch Naturwissenschaftler, wie u. a. Max Planck, John Lennox, Francis Collins oder Harald Lesch, sehen keinen Widerspruch zwischen Glauben und Naturwissenschaft und waren bzw. sind bekennende Christen (wir berichteten). Dazu betonte Harald Lesch einmal:

„Auf das Argument, Glaube und Naturwissenschaft schlössen sich aus, antworte ich: Mein Freund, du hast keine Ahnung von Naturwissenschaft.“

In seiner ZDF-Sendung ‚Lesch-Kosmos‘ nahm der Astrophysiker und Philosoph Prof. Harald Lesch mit Fragen wie „Wieso kann es kein ‚Null-Energie-Universum‘ geben?“ oder „Warum gibt es nicht Nichts?“ die Zuschauer mit auf eine Reise an die Grenze zwischen Kosmologie und Philosophie.

 

 

Die Schöpfungsgeschichte sagt uns nun, dass dieser Anfang in Gott liegt: „Gott sprach, es werde Licht!“ Die Bibel bringt weiter zum Ausdruck, dass unsere Welt eben kein Zufall ist bzw. aus dem Chaos / Nichts entstanden ist, sondern dass die Welt, in der wir leben, eine Ordnung und eine Struktur hat, dass sie eine Gutheit hat und dass sie eine gegebene Schönheit hat, die wohl jedem schon mal tief bewusst wurde, z. B. auf dem Gipfel eines Berges oder bei einem Blick auf das Meer usw.

Die Naturwissenschaften der Neuzeit entstanden ungefähr um das Jahr 1600 n. Chr. und entwickelten sich rasant. Die Schöpfungsgeschichte der Bibel zu widerlegen, indem man sie naturwissenschaftlich durchleuchtet, ist bestenfalls interessant, aber, um es mit den Worten des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder auszudrücken, „albern und dem Thema nicht angemessen“ (das sagte er im Exklusiv-Interview mit PromisGlauben).

Auf die Frage, warum nicht Nichts ist, liefert die Bibel eine hoffnungsvolle und den Menschen tragende Antwort! Dies bekennen auf unserer Seite prominente Persönlichkeiten von heute und seit 2000 Jahren die unterschiedlichsten Menschen in allen Teilen der Erde.

 

Mehr zum Thema „Glaube & Naturwissenschaft“ gibt’s auch in unserem Beitrag „Ist der Glaube an Gott (ir)rational?“

 

Quellen: domradio.de, katholisch.de, welt.de und promisglauben.de

 

Autor: Markus Kosian

Der Wirtschaftsethiker Professor Nils Ole Oermann sprach in einem Interview mit mitunter religiösen Anklängen in der Wirtschaftswoche mit dem Journalisten Christopher Schwarz u.a. über Werteorientierung im Unternehmen, sein Bild vom Menschen sowie eine erfolgreiche Haltung von Unternehmern. Dabei verwies er auf eine „spirituelle Verarmung“.

Martin Luther sagte einst mit Verweis auf das erste Gebot:

„Woran Du Dein Herz hängst, das ist Dein Gott“,

Darauf bezugnehmend betonte Oermann mit Blick auf Wirtschaftsunternehmer u.a.:

„Im Kreativen lebt ihr Gott. (…) Mein Rat an die Unternehmer wäre allerdings, sich ihren Gott gut auszusuchen.“

Bezüglich Werteorientierung in der Wirtschaft sagte Oermann u.a., dass heute erfolgreiche Unternehmer „meist die alten Tugenden“ wie z.B. Selbstdisziplin leben würden, „aber ohne Heilserwartung“, also ohne an eine „Alles-gut-Lösung“ zu glauben. Darin sieht er eine „spirituelle Verarmung“ und sagte wörtlich:

„Das kann man als die professionellere Haltung ansehen, aber es hat auch etwas von spiritueller Verarmung, denn die Alten glaubten ja an ihr Ethos.“

Als guten Unternehmer bezeichnet Hochschullehrer und Wirtschaftsethiker Nils Ole Oermann denjenigen, der einen Plan hat, das will, „das ihm gut erscheint“, mit „Hingabe“ arbeitet und Wertschätzung für den Beitrag anderer hat.

Den Menschen definiert er als „zusammengebacken“ aus „Sinn und Sinnlichkeit, aus Vernunft und Gefühl, aus ‚ratio‘ und ‚emotio'“.

Im weiteren Verlauf des Interviews waren auch Thema: „Apostel des digitalen Kapitalismus“ und eine „Besessenheit“ in der Wirtschaft, hinter der womöglich der Traum vom Übermenschen, der sich selber zum Schöpfergott macht, stecke.

Das komplette Interview gibt’s in der Wirtschaftswoche.

Quelle: wiwo.de

 

Der Physiker Dr. Andreas Heesemann spricht in der ERF-Sendung „Mensch Gott“ über seinen Weg vom wissenschaftsgläubigen Atheisten zum gläubigen Christen. Früher bezeichnete er sich als strenggläubigen, missionarischen Atheisten. Dazu sagt er heute:

„Ich war davon überzeugt, dass der Glaube und dieses Religionsgebäude nur für Leute da ist, die nicht in der Lage sind zu verstehen, warum es gut ist, ein vernünftiges Leben zu führen.“

Und weiter:

„Es gibt nichts, was ich nicht beweisen kann.“

Existenzielle Fragen spielten in dieser Phase seines Lebens keine Rolle.

Mit 18 wünscht er sich eine Begegnung mit sich selbst. Er sucht die Einsamkeit. Nach 3.000 km Fahrt mit dem Mofa und ohne Dusche wirkt er sehr verwahrlost. Ein Geschäftsmann bietet ihm überraschend eine Bibel an. Heesemann hat keinerlei Interesse als strenggläubiger Atheist und stellt im Gespräch mit diesem Geschäftsmann verwundert fest:

„Was ist das für eine Sprache, mit der er redet?“

Er habe ihm von einer persönlichen Gottesbeziehung erzählt, und dass Jesus ihn liebe und er Jesus annehmen solle. Andreas Heesemann nimmt anschließend die Bibel aber trotzdem an und liest darin, um Christen zu zeigen, welchen Schwachsinn sie glauben.

Nach und nach kommt ihm der Gedanke:

„Das ist eine Welt, von der ich keinen Schimmer habe. Ich merke nur: Da ist irgend etwas, das ist so seltsam, aber es ist da und beschäftigt Leute.  Aber ich habe keine Ahnung, was das ist. Ich verstehe es nicht.“

Er stellt sich die Frage „Warum glauben weltweit so viele Menschen an das, was in der Bibel steht?“. Diese Frage beschäftigt ihn so sehr, dass er regelmäßig in den Jugendkreis gläubiger Jugendlicher geht, um mehr über diese Menschen zu erfahren. Das führt ihn zu der Erfahrung:

„Es ist schön hier, aber ich glaube nicht an diesen Kram. Warum lesen die in der Bibel und es gibt ihnen etwas?“

Im Zivildienst im Altenpflegeheim sieht er dann, wie gläubige Menschen sterben und solche ohne jegliche Hoffnung. Er sieht Menschen voller Verbitterung, die in ihrem Leben auf Dinge gebaut haben, die nicht tragen. Dazu sagt er:

„Alles das, was uns die Werbung sagt ‚mein Haus, mein Auto, mein Boot‘ ist eine Lüge. Es trägt nicht.“

Er begreift für sich:

„Es macht keinen Sinn darauf zu bauen, erfolgreich zu sein, reich zu sein und wahnsinnig wissend zu sein. Das ist nichts, was trägt.“

Die Erfahrungen im Altenpflegeheim bringen ihm die Erkenntnis:

„Ich wusste, dass dieses Christentum gut ist.“

Letztlich überzeugt ihn das Leben der Christen und weniger deren bessere Argumente. Die „Momente des Glaubens“ wurden in seinem Leben immer mehr und die des Zweifelns immer weniger. Das führt ihn zu der Entscheidung:

„Ich will daran glauben.“

Einen Disput zwischen Glauben und Naturwissenschat bezeichnet Andreas Heesemann heute als „Missverständnis“. Dazu sagt er:

„Je mehr ich im Physikstudium gelernt habe, desto faszinierter war ich von der Schöpfung Gottes.“

Und weiter:

„Die Idee, dass ich die Welt immer mehr verstehe und die Welt, die ich nicht verstehe, immer kleiner wird, ist falsch. Je mehr ich von der Welt verstehe, desto größer wird das, worüber ich nur staunen kann.“

Dazu liegt Andreas Heesemann dar, was Naturwissenschaft kann und was sie nicht kann und warum ein liebender Gott nicht beweisbar sein kann.

Heute bekennt Heesemann:

„Ich glaube nicht, dass ich ohne Gott und seine Nähe so leben könnte. Ich brauche Seine Liebe und Seine Nähe. Ich brauche Seinen Zuspruch. Ich erlebe IHN auch sehr viel durch andere Menschen.“

Die Bibel bezeichnet Andreas Heesemann heute als „Liebesbrief Gottes an mich“.

Quelle: erf.de

 

Hier das vollständige, sehr beeindruckende Video zum Interview:

David Hilmers, der heute als Arzt in der Nothilfe nach Katastrophen arbeitet, folg früher als Astronaut viermal für die NASA in den Weltraum. Weltraum und Medizin führten dazu, dass er heute Gottes Schöpfung noch wunderbarer finde.

Seine Aufenthalte im All beeindruckten ihn sehr und brachten ihn noch näher zu Gott. Dazu sagt er heute:

„Der Ausblick ist einzigartig, sowohl jener in den Kosmos wie auch der hinunter auf die Erde. Es gibt einem eine völlig andere Perspektive und Hinweise über Gottes Majestät. So wie es in Psalm, Kapitel 19 steht: ‚Der Himmel verkündet Gottes Hoheit und Macht, das Firmament bezeugt seine großen Schöpfungstaten.‘ Es gibt keinen besseren Ausdruck, um das zu beschreiben.“

Er habe Gott gebeten, ihm den richtigen Weg für sein Leben zu zeigen. Dazu sagt er:

„Es ist manchmal schwierig zu wissen, was der richtige Weg ist. Es gibt keine Formel, von der ich sagen kann, dass sie die richtige ist.“

Wichtig sei das Gebet.

Dass er zum Astronaut auserwählt wurde, ist für ihn bei retroperspektivischer Betrachtung kein Zufall gewesen. Dazu sagt er:

„Wenn ich zurückschaue, denke ich, dass Gott das so gemacht hat.“

Und weiter:

Könnte man einen Computer programmieren und dieser würde dann die richtige Antwort ausspucken, wie man handeln soll und was zu tun ist, dann wäre das Leben sehr einfach – doch nicht halb so spannend.“

Wichtig sei es, dankbar und demütig zu sein.

Seine Einblicke in den Weltraum und die Medizin haben ihn nachhaltig beeindruckt. Das bringt David Hilmers mit folgenden Worten zum Ausdruck:

„Dadurch finde ich Gottes Schöpfung noch wunderbarer. Wenn man im Weltraum ist, gibt es daran keinen Zweifel. Jemand musste all das in einer intelligenten Weise geschaffen haben. Jeden Tag wird Neues entdeckt. Ich glaube, dass eine unbeschreiblich intelligente Macht in der Lage war, all das zu tun und das stärkt meinen Glauben.“

Er rate dazu, Träume zu haben und diese zu verfolgen. Denn:

„Mein Leben ist ein Beispiel dafür, was Gott tun kann.“

Quelle: livenet.de

Der Münchner Merkur berichtet aktuell über die beeindruckende Geschichte vom ehemaligen Atheisten und rein wissenschaftsgläubigen Havard-Professor Dr. Eben Alexander. Im Münchner Merkur ist folgendes zu lesen:

„Es ist ein Wunder, dass er noch lebt – doch ein größeres Wunder ist wohl das, was Alexander in dieser Zeit erlebt hat. Denn eigentlich hätte er es gar nicht dürfen – schließlich arbeiteten sein Herz und sein Hirn während der sieben Tage im Koma überhaupt nicht selbstständig.“

Heute ist der Neurochirurg Dr. Eben Alexander überzeugt, dass es ein Jenseits gibt – und sorgte in den USA mit seinem Buch „Proof of Heaven – A Neurosurgeon’s Journey into the Afterlife“ („Blick in die Ewigkeit: Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen“) für Wirbel. Alexander berichtet darin über Nahtod-Erfahrungen, die er gemacht hat. Die Erlebnisse seien so beeindruckend und nachhaltig gewesen, dass er auch als Wissenschaftler sagen kann:

„Es gibt einen Himmel und ein Leben nach dem Tod.“

Auslöser für seinen Sinneswandel war eine Hirnhautentzündung im Jahr 2008. Sieben Tage lang lag er im Alter von damals 54 Jahren im Koma. Dazu berichtete er rückblickend:

„Mein Körper zeigte keinerlei Reaktionen, meine höheren Gehirnfunktionen waren ,offline‘.“

Sein Neocortex war lahmgelegt, der Teil der Großhirnrinde, der für Sinneseindrücke, Gedanken und Gefühle zuständig ist und den Menschen zum Menschen macht, so Alexander. Doch dann, am 7. Tag des Komas, während Ärzte noch über Sinn von Behandlungsmaßnahmen diskutiert hätten, habe er die Botschaft empfangen:

„Du wirst für immer geliebt und wertgeschätzt. Du musst nichts fürchten. Du kannst nichts falsch machen.“

Dazu sagte er weiter:

„Sie kam aus einer Dimension, von der ich nicht wusste, dass es sie gibt.“

Es sei die gleiche, die andere Patienten bei Nahtod-Erfahrungen gemacht hatten. Dies zeige, dass es ein Bewusstsein außerhalb der körperlichen Wahrnehmung gebe. Diese Botschaft habe ihn mit unendlicher Erleichterung erfüllt.

Er habe eine „göttliche Brise“ gefühlt,

eine Dunkelheit, die gleichzeitig hell leuchtete.

Seit er wieder gesund ist, hat Eben Alexander eine völlig andere Sicht auf die Dinge und sagt:

„Ich weiß, dies klingt alles sonderbar. Früher hätte ich all dies als Hirngespinste abgetan. Doch was ich erlebt habe, war real. Alles im Universum hängt mit allem zusammen, alles ist miteinander verbunden und von Liebe bestimmt. Einstein und Jesus sprachen von derselben Sache, auf ihre eigene, unterschiedliche Weise.“

Alexanders Kollegen in Harvard und auch seine Familie haben auf seine Jenseits-Erinnerungen eher befremdet reagiert. Denn Dr. Eben Alexander hatte zuvor nichts mit Glauben am Hut:

„Als Neurochirurg glaubte ich nicht an Nahtoderfahrungen. Ich glaubte immer, dass es gute Erklärungen für himmlische Reisen außerhalb des Körpers gebe.“

Der Professor, der Zeit seines Lebens nur an Wissenschaft glaubte, sagt heute:

„Es gibt den Himmel, wir kommen alle dorthin.“

Im aktuellen Artikel im Münchner Merkur ist weiter zu lesen, dass sein kurzer Trip in den Himmel den überzeugten Neurowissenschaftler gelehrt habe, dass es ein Leben nach dem Tod gebe. Eben Alexander wird zitiert mit den Worten:

„Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass der Tod des Körpers und des Gehirns nicht das Ende des Bewusstseins ist – dass die menschliche Erfahrung über das Grab hinausgeht.“

Deshalb wolle der bekehrte Alexander nun die Welt über seine Erlebnisse informieren, um alle an der Wahrheit hinter seiner Reise teilhaben zu lassen.

Der Merkur-Artikel schließt dann allerdings mit der Sichtweise der Zweifler an der Geschichte von Prof. Dr. Eben Alexander, deren Sichtweise „Fakt“ sei. Man darf dies natürlich auch glauben.

Quellen: merkur.de, bild.de, bz-berlin.de, pro-medienmagazin.de und welt.de

Der Astrophysiker, Naturphilosoph und Moderator Professor Dr. Harald Lesch war Vortragsgast in der Münsterkirche St. Alexandri in Einbeck. Dort sprach er auch darüber, dass Wissenschaft und Religion für ihn zusammenpasst. Schon in der Vergangenheit betonte Harald Lesch einmal:

„Auf das Argument ‚Naturwissenschaft und Glauben schlössen sich aus‘ antworte ich: ‚Freund, du hast keine Ahnung von Naturwissenschaft‘.“

Grenzfragen zu Philosophie und Theologie interessierten ihn, stellte der gläubige Protestant fest

„Ist die Welt gewollt oder Zufall?“

Bei den Fragen, die naturwissenschaftlich geklärt werden, sei nicht eine einzige Frage des Lebens betroffen. Ein Individuum stelle sich Fragen, die in der Naturwissenschaft nicht vorkämen. Dazu sagte er weiter: „Bei Messwerten sind wir richtig gut“, die Physik sei eine sinnfreie Angelegenheit. Wenn aber der Mensch eine Ansammlung von Elementar­teilchen sei, unterscheide er sich nicht von dem Material, auf dem er sitze.

Wenn man glaube, dass die Welt gewollt sei und von Mit- statt von Umwelt spreche, „das wäre ein Hammer: Das gibt der Natur Würde“.

Wissenschaft bilde aber nur einen winzigen Teil ab.

„Sie sind der Messapparat des eigenen Lebens“,

so Lesch zu den Zuhörern, und da gebe es Dinge, die völlig unmessbar seien: Erfahrungen, Erlebnisse, Hoffnungen, Wünsche.

„Die Welt muss mehr sein als Messbares.“

Jede Persönlichkeit könne sich im Rahmen der Naturgesetze frei entscheiden, und das sollte sie sich nicht nehmen lassen, auch nicht durch Algorithmen.

Außerdem betonte er: Die Natur sei nach Gesetzen strukturiert, und sie seien die Voraussetzung dafür, dass es die Menschen gebe. Bei dessen Rolle verwies Lesch auf den Korintherbrief des Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel:

Der Mensch stehe für Glaube, Liebe, Hoffnung, ohne ihn würden diese drei wichtigen Dinge im Universum fehlen.

Die Auseinandersetzung mit dem Glauben an Gott sei fruchtbar. Die Existenz Gottes sei nicht ausgeschlossen und nicht bewiesen, aber sie sei auch nicht nicht bewiesen. Zum Satz „Ich glaube an Gott“ gehöre für ihn auch „Gott glaubt an mich“. Man sollte ruhig mal mit dem christ­lichen Pfund wuchern: „Fürchtet euch nicht.“

Der Zwiespalt zwischen Naturwissenschaften und Religion sei aufgebaut worden.

Mehr dazu unter einbecker-morgenpost.de

 

 

Mehr zum Thema „Glaube und Naturwissenschaft“ gibt’s hier in unserem Beitrag „Ist der Glaube an Gott (ir)rational?“

Der Astrophysiker und Radioastronom Prof. Dr. Heino Falcke berichtete am zweiten PROCHRIST LIVE-Abend der Themenwoche „Unglaublich?“ von seiner Arbeit als Naturwissenschaftler, von Erkenntnissen über das Weltall und was beides mit dem christlichen Glauben zu tun hat.

„Das Universum hat einen Anfang und ein Ende. Aber: Wo kommt denn alles her?“

Diese Frage kann nach Überzeugung von Heino Falcke nicht allein mit den Naturgesetzen beantwortet werden.

Es gebe mehr Sterne im Weltall als Sandkörner im Meer. Der Mensch sei also nur ein verschwindend kleiner „Partikel“ auf einem anderen etwas größeren Partikel – genannt „Erde“ – im vermutlich endlosen All. Dennoch gälten überall die gleichen Naturgesetze. Auf die Frage, wo alles herkommt, gebe die Bibel eine Antwort.

„Für mich ist der Schöpfer all dessen Gott, der alles in Händen hält und mit dem ich direkten Kontakt aufnehmen kann.“

Doch zu Gottes Schöpfungswerk gehöre nicht nur das Weltall mit seiner unglaublichen Schönheit.

„Als Krönung seiner Schöpfung hat Gott uns Menschen geschaffen mit unseren Gefühlen und der Fähigkeit, zu denken und unseren Verstand einzusetzen.“

Falke fordete die 700 Gäste in der Kongresshalle am Zoo Leipzig auf, mit dem Denken und Hinterfragen nie aufzuhören.

Glauben, Wissen und Denken gehörten zusammen,

so der Wissenschaftler von der Radboud-Universität im niederländischen Nijmegen.

Quelle: jesus.de

Er war überzeugt, das Universum habe sich „spontan“ selbst geschaffen – einen Gott brauchte es nicht. Jetzt ist der berühmte britische Astrophysiker Stephen Hawking mit 76 Jahren gestorben.

Hawking zählte zu den brillantesten und bekanntesten Wissenschaftlern der Welt. Berühmt wurde der langjährige Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge durch seine Theorien über Schwarze Löcher und seine populärwissenschaftlichen Bücher; etwa den Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von 1988. Darin hatte Hawking einen göttlichen Einfluss auf die Schöpfung noch in Erwägung gezogen.

In seinem 2010 erschienenen Buch „Der große Entwurf“ vertrat er dann die These, dass sich das Universum selbst aus dem Nichts geschaffen habe, ohne göttlichen Schöpfungsakt. „Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen. […] Spontane Schöpfung ist der Grund, warum es statt des Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren“, schrieb er. Deshalb sei es „nicht notwendig, sich auf Gott zu berufen“.

Dabei definierte er Gott als einen Begriff für das, was die Menschen (noch) nicht verstehen.  Weiter konstruierte er in seinem Buch mit mathematischen Modellen Paralleluniversen, in denen die Naturgesetze nicht gelten würden, was eben aber auch keine exakte Wissenschaft mehr ist, sondern in den Bereich der Metaphysik gehört.

Den Glauben an ein Leben nach dem Tod nannte Hawking 2011 im Guardian „ein Märchen für Leute, die Angst vor dem Dunkeln haben“. Wörtlich und umfassend sagte er:

„Ich sehe das Gehirn als einen Computer, der die Arbeit einstellt, wenn seine Komponenten versagen. Es gibt keinen Himmel für kaputte Computer. Das ist ein Märchen für Menschen, die sich vor der Dunkelheit fürchten.“

Dieser Glaubensansatz hatte prompt den Widerspruch gläubiger Wissenschaftler hervorgerufen. Der Biophysiker Markolf Niemz von der Uni Heidelberg betonte:

„Ich bin überzeugt, dass es eine Seele gibt, die unseren Körper mit dem Tod verlässt – und sie ist unsterblich.“

Auch der Astrophysiker und Naturphilosoph Harald Lesch und der Philosoph Wilhelm Vossenkuhl äußerten sich kritisch zu den Theorien von Stephen Hawking über Gott:

 

Mehr dazu gibt’s auf unserer Seite im Beitrag „Ist der Glaube an Gott (ir)rational?“

 

Hawkings Gotteskritik hinderte die katholische Kirche nicht, ihn 1986 in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften aufzunehmen. Als er 2016 gemeinsam mit einigen Dutzend Akademiemitgliedern von Franziskus empfangen wurde, segnete ihn der Papst – und dankte ihm für sein „stetiges Engagement“ für die Akademie.

Das Leben von Stephen Hawking war so einzigartig, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis es verfilmt wurde. Dies gelang 2014 eindrücklich in dem britischen Kinofilm „The Theory of Everything“ („Die Entdeckung der Unendlichkeit“).

Jetzt ist Stephen Hawking tot.

Quelle: domradio.de

 

Der deutsche katholische Physiker Michael Grün würdigte Stephen Haking in einem Interview. Dieses gibt’s unter domradio.de

Einen weiteren Artikel zum Tod von Stephen Hawking gibt’s unter katholisch.info

Die Schlagzeile ging um die Welt: Papst Benedikt XVI. betet für eine gute Sterbestunde. Viele Menschen hat der Palliativmediziner Dr. Dirk Hennesser bereits in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Er weiß, was beim Sterben geschieht. Im Interview mit domradio.de spricht er aktuell über seine Erfahrungen.

Das Gebet in dieses Lebensphase ist für Hennesser durchaus von Bedeutung. Dazu sagt er u. a.:

„Als Katholik muss ich sagen: Natürlich ist das Erbitten einer guten Sterbestunde etwas Sinnvolles. Wir alle knüpfen doch an ein Gebet die Hoffnung, erhört zu werden und – in diesem besonderen Fall – friedlich von der einen Lebenswirklichkeit in die andere übergehen zu können.“

Zum Thema Sterbehilfe hat er eine klare Haltung. Denn das scheint ihm heutzutage „ein verdammt kommerzialisiertes Problem geworden zu sein“.

„Dabei kann auch ein Leben mit Krankheit sinnerfüllt sein.“

Lebensqualität bemesse sich nicht nur an der Tatsache, ob man gesund oder krank und Letzteres womöglich in fortgeschrittenem Stadium sei. Es bleibe oft noch eine Zeitspanne, in der – wenn man es positiv sieht – das Leben auch noch gestaltet werden könne. Im Wissen und Vertrauen auf die vielen Möglichkeiten der Palliativmedizin würde sich für manchen Menschen der Gedanke an Sterbehilfe gar nicht stellen. Für Hennesser müsse der öffentliche Fokus für ein würdiges Sterben klar in Richtung Sterbebegleitung gehen:

„Wenn wir uns in Talkshows und auf politischer Bühne so sehr um das sogenannte Wohl kranker Menschen kümmern, dann verstehe ich darunter den Auftrag, hier Betreuungsmöglichkeiten zu erweitern und die Menschen darüber aufzuklären, aber nicht, ihnen ein letztes Glas anzureichen.“

Der Palliativermediziner Dirk Henneser erkennt, dass der Tod einer jeden Menschen höchst individuell sei und den Zeitpunkt Gott bestimme.

„Jeder Mensch stirbt anders, und doch sind die letzten 24 bis 48 Stunden bei vielen Patienten ähnlich.“

Bis zum letzten Atemzug bleibe es unkalkulierbar, wie viel Zeit wirklich noch bleibe.

„Oft genug haben wir auf Station erlebt: Der Tod liebt die Überraschung. (…) wann es dann wirklich soweit ist, weiß nur der liebe Gott. Und manchmal ist es auch gut, nicht alles zu wissen.“

Das komplette Interview über die vielen Gesichter des Todes gibt’s unter domradio.de

 

Einen Bericht über einen Patienten von Dirk Hennesser im Sterbeprozess gibt’s unter ksta.de

 

Zum Theologischen Aschermittwoch hielt der Physiker Dr. Tobias Lapp in der evangelischen Kirche von Gimte einen Vortrag über die Vereinbarkeit von Glaube und Naturwissenschaft. Physik zum Theologischen Aschermittwoch habe es in den zehn Jahren, seit denen diese Veranstaltung in der Gimter Kirche stattfindet, noch nie gegeben, sagte Pastor Matthias Lüskow.

Lapp skizzierte die Urknall-Theorie und veranschaulichte, aus welchen Beobachtungen und Messungen heraus sie entwickelt wurde. Gerade, weil sein Wissen über das Universum so detailliert ist, weiß er auch gut, wo die Wissenschaft an ihre Grenzen stößt:

Was vor dem Urknall war, wisse keiner.

Und: Man gehe zwar davon aus, dass die physikalischen Gesetze, wie wir sie kennen, überall gelten, aber das sei nicht überprüfbar. „Hier überschreiten wir die Grenze zur Weltanschauung“, so Lapp, und da biete sich die christliche Weltanschauung an.

Die Schöpfungsgeschichte der Bibel sieht er nicht als historisches Protokoll der Welterschaffung an, dennoch glaube er daran. Wenn dort stehe, dass Gott Sonne, Mond und Sterne schuf, dann sei das eine Revolution. Denn bis dahin wurden die Himmelskörper als Götter verehrt, nun seien sie lediglich Lichter. Die zweite Revolution sei die, dass Gott alle Menschen nach seinem Ebenbild schuf – das galt vorher nur für gottähnlich verehrte Herrscher wie den ägyptischen Pharao.

Und schließlich garantiere Gott in seiner Schöpfung einen Naturrhythmus und eine Regelmäßigkeit, die nachgerade den Menschen dazu einlüden, die Welt naturwissenschaftlich zu untersuchen.

Wenn man genau das tut, dann komme man ins Staunen, dass man die Welt mathematisch beschreiben könne, was er als Indiz dafür nimmt, dass es eine Rationalität dahinter gebe. Damit Leben auf der Erde entstehen konnte, habe eine Fülle von Bedingungen, minutiös aufeinander abgestimmt, stimmen müssen –

„da hat sich jemand etwas dabei gedacht“.

Quelle: hna.de

Man hört eher selten, dass ein Wissenschaftler bei Atheismus und Materialismus ins Zweifeln gerät und auf der Suche nach einem schlüssigeren Weltbild den christlichen Glauben entdeckt. Günter Bechly war Atheist und überzeugter Anhänger Richard Dawkins‘. Heute ist er gläubiger katholischer Christ. Er ist Paläontologe, den philosophische und naturwissenschaftliche Argumente zu Gott geführt haben. Über seine spannende „intellektuelle Bekehrung“ berichtete der Katholik aus Böblingen im evangelischen Gemeindehaus in Sulz am Eck.

Es war eine Ausstellung im Darwin-Jahr 2009, die ihn ins Zweifeln gebracht hatte. Damals wurde auch die Kritik an der Evolution thematisiert, die vermeintlich aus leicht zu widerlegenden Argumenten bestand. Bechly nahm sich diese Argumente vor – und fand sie überzeugend.

Allein in seinem Spezialgebiet, den fossilen Insekten, entdeckte er Widersprüchlichkeiten. Trotz einer reichen Fülle an Fossilien sind kaum Übergangsformen zu beobachten, sondern deutlich gegeneinander abzugrenzende Arten. Auch die Zeit, die nach genetischen Berechnungen für die Entwicklung der Arten erforderlich wäre, steht der Evolution nicht zur Verfügung, so der Naturwissenschaftler.

Für die Kritik am Materialismus nahm Bechly die Zuhörer mit auf eine anspruchsvolle Reise in die Philosophie, Kosmologie und Quantenmechanik. So sei die Tatsache, dass die Mathematik nützlich ist, genauso wenig zu erklären wie der Ursprung der Naturgesetze. Es müsse mehr geben als nur Materie und Energie.

„Was einen Anfang hat wie das Universum, muss auch eine Ursache haben.“

Und diese Ursache könne nur geistiger Art sein, eine Art „Gottesbeweis“, wie er schon im Mittelalter angeführt worden ist. Aus dem Nichts habe sich das Universum nicht „sich selbst erschaffen“ können, wie dies von renommierten Physikern wie Stephen Hawkins behauptet werde.

Dies sei genauso eine metaphysische Glaubensaussage, wie der Glaube an Gott.

Wenn Berühmtheiten wie der Tesla-Gründer Elon Musk die Meinung vertreten, unser Dasein sei Teil einer gigantischen Computersimulation, sei dies viel weniger rational, als es dem Christentum oft vorgeworfen werde.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags legte Bechly aus naturwissenschaftlicher Sicht überzeugende Argumente für einen intelligenten Schöpfer dar. Darüberhinaus seien aber auch Landschaften, die menschliche Kreativität und die Augen von Kindern eindrückliche Beweise dafür, dass eine übernatürliche Schaffenskraft in dieser Welt existiere.

Bechly selbst ist überzeugter Christ. Diesbezüglich äußerte er, dass er in der christlichen Lehre die überzeugendste Lösung für das Problem des Leidens, auch die Verzahnung von Altem und Neuem Testament sieht und die historischen Argumente für die Auferstehung seiner Ansicht nach für den dreieinigen Gott sprechen. Und weiter:

„Das Leiden und Sterben Jesu ist wesentlich besser überliefert als das Leben Alexander des Großen – und an dessen Existenz zweifelt niemand.“

Die Zweifel und später öffentlich geäußerte Ablehnung der Evolutionslehre führten dazu, dass Günter Bechly seine Tätigkeit am Naturkundemuseum aufgeben musste. Es gibt keine Ursprungstheorie, die in der Biologie als Alternative zum Darwinismus dienen könnte, daher seien die Biologen gegenüber Kritik weniger gelassen als beispielsweise Physiker, so Bechly.

Quelle: schwarzwaelder-bote.de

 

Mehr zum Thema „Ist der Glaube an Gott (ir)rational?“ gibt’s auch hier auf PromisGlauben.de

Wer hat eigentlich angefangen? Woher kommen die Naturgesetze? Und wie passen die Naturphänomene mit dem Glauben zusammen? Diese und andere spannende Fragen stellte der Physiker und Christ Thomas Schimmel, der seit 1996 am Institut für Angewandte Physik der Universität Karlsruhe lehrt, bei seinem Vortrag „Der Urknall und die Gottesfrage“ im Gemeindehaus am Schlossberg Neuenbürg, wie in der Pforzheimer Zeitung berichtet wird.

Prof. Dr. Schimmel legte los mit Zahlen und Zitaten von Physikern wie Paul Davies, Stephen Hawking und Werner Heisenberg, mit Fragen und fabelhaften Bildern der Nasa und Esa von Mars, Milchstraße und Galaxien. Er sprach über die „verrückten Genauigkeiten“ der Naturkonstanten, über die kleineren Welten des Atomkerns und die größeren des Universums und der rätselhaften dunklen Materie.

„Wir finden die Naturgesetze vor, ohne sie zu machen“,

sagte Schimmel. Von Anfang an seien sie da gewesen.

Doch wer hat sie gemacht? Die Wunder und Ordnung der Natur ließen staunen, könnten auch ein Hinweis auf das Wirken eines Schöpfers sein. „Ihn erkennen kann die Naturwissenschaft aber nicht“, so der Referent. Sie beschränke sich darauf, die Natur zu verstehen und Experimente mit ihr zu machen, könne die Schöpfung erfassen, nicht aber den Schöpfer. Auf die Frage, wie Gott nun zu finden sei, nannte Schimmel die Botschaft der Bibel:

„Nicht wir müssen Gott finden, sondern Gott findet uns.“

Wie zu Beginn seines lebendigen Vortrags zitierte er den Begründer der Quantentheorie, Max Planck, und nannte damit seine wichtigste These:

„Wissenschaft und Glaube sind keine Gegensätze, sondern sie ergänzen und bedingen einander.“

Quelle: pz-news.de

 

Hier gibt’s einen Vortrag von Prof. Dr. Schimmel auf youtube mit Aussagen wie:

„Wir sind nicht verloren in den endlos großen Weiten des Universums. Mein kleines Leben liegt in Gottes großer Hand. Ich bin so froh, das zu wissen.“

 

Die Wochenzeitschrift Die Zeit hat für die Serie „Jung und Gott“ den Theologieprofessor Dirk Evers gefragt: „Kann man beweisen, dass Gott existiert?“ Einen Beweis für Gott im naturwissenschaftlichen Sinne gebe es nicht, erklärt Evers, dennoch sei es sinnvoll, an ihn zu glauben.

Auf die Aussage des Anthropologen Robert J. Priest ‚Für Akademiker ist es ganz einfach, sich zu diskreditieren. Sie müssen nur sagen, dass sie religiös sind.‘ antwortet Dirk Evers:

„Zwischen der Naturwissenschaft und dem Glauben gibt es eine ungeheure Spannung. Der eine Wissenschaftler löst sie auf, indem Gott auch in seinem Privatleben keine Rolle mehr spielt. Für andere ist das gut miteinander vereinbar.“

Das komplette Interview gibt’s unter zeit.de

Eine Zusammenfassung findet sich unter pro-medienmagazin.de

 

Unser Beitrag mit Videos zum Thema „Glaube und Naturwissenschaft“ findet sich auf unserer Seite hier

Der Astrophysiker Heino Falcke erhielt den höchsten niederländischen Wissenschaftspreis, und vor einem Jahr wurde er zum „Ritter im Orden vom niederländischen Löwen“ ernannt. Gerade für einen Deutschen ist das eine große Ehre. Falcke ist gläubiger Christ und Prädikant in seiner evangelischen Gemeinde in Frechen. Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro mit dem Titel „Wenn das Unsichtbare sichtbar wird“ sagt der Radioastronom u. a., dass Glaube und Naturwissenschaft für ihn ganz natürlich zusammengehören.

Hier geht’s zum Videointerview mit Heino Falcke unter pro-medienmagazin.de

Hoffnung als ein auf Zukunft ausgerichteter Grundvollzug des christlichen Glaubens ist auch in der säkularisierten Gesellschaft nicht obsolet und eine „Tugend für den aufgeklärten Menschen“. Diese These hat der Wiener Theologe und Bioethiker Matthias Beck am Freitag bei der Pastoraltagung in Salzburg mit dem lapidaren Hinweis untermauert:

Wer angesichts der eigenen Endlichkeit keine „letzte große Hoffnung“ hat, für den seien letztlich auch die vielen kleinen Hoffnungen unbegründet und sinnlos; „es wartet nur das dunkle Grab“. Christen dagegen hätten die Hoffnung, dass das Leben nicht ins Leere läuft, „wie ein Skispringer“ könnten sie sich davon als „Luftpolster“ tragen lassen.

Beck sprach vor 320 Teilnehmenden der diesjährigen größten kirchlichen Seelsorge-Fortbildungsveranstaltung in Österreich, die dem Thema „Der Hoffnung Räume öffnen“ gewidmet ist.

In einem kulturellen Umfeld, in dem Kirche und Christentum an Bedeutung verloren, hat sich nach den Worten Becks „innerweltlicher Ersatz“ für eine religiös begründete Hoffnung herausgebildet: Der Theologe und ausgebildete Mediziner nannte den auch in der Genetik gebräuchlichen Begriff „Enhancement“, der für „Verbesserung“ etwa des menschlichen Genpools stehe und auf Lebensverlängerung, Krankheitseliminierung und „Human-Design“ steht. „Verbessern“ wollten sich auch US-Studenten, die Drogen zur Leistungssteigerung bei Prüfungen nehmen.

Eine vielfach zu beobachtende materialistische Ausrichtung – „mehr haben statt mehr sein zu wollen“ – trägt laut Beck dazu bei, dass innere Leere, Sinnlosigkeitsgefühle und Depressivität in der modernen Gesellschaft zunehmen. Im Hintergrund stehen seiner Überzeugung nach auch spirituelle Defizite, denn die vermeintliche „Fremdbestimmung“ durch die Bitte im Vaterunser, dass nicht der eigene, sondern Gottes Wille geschehe, verleihe inneren Frieden und Trost.

Aus ihrer Gelassenheit und Lebensfreude heraus stünden Christen freilich vor dem Auftrag, die Welt im Sinn des Evangeliums zu gestalten, sich nicht zu verkriechen, sondern ihren Glauben selbstbewusst zu leben, betonte Beck, der selbst neben seiner Lehrtätigkeit an der Uni Wien Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben und der österreichischen Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt ist.

Matthias Beck griff das Sprichwort „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ auf – und nannte es „Unfug“. Viele Hoffnungen erwiesen sich als unerfüllt, wer seinen letzten Sinn etwa in der Familie sehe, könne nach einem Schicksalsschlag jederzeit vor dem Nichts stehen. „Im Letzten gibt es eine Hoffnung, die nicht stirbt: Jesus Christus“, so Beck.

Quelle: kathpress.at

Willi Hüll ist Vorsitzender des Astronomievereins Heidenheim. Für ihn stellen Wissenschaft und Glaube keine Gegenpole dar, im Gegenteil. Im Interview mit der Südwestpresse sprach er aktuell über Gott und Kant, Quantenphysik und den Stern von Bethlehem.

Willi Hüll glaubt an Gott und betont, dass jeder Mensch – unabhängig von Bildung und anderen Interessen – sich regelmäßig die Frage stellen würde, woher wir kommen, was der Sinn des Lebens ist, und wohin es uns führt. Die atheistische Sichtweise überzeugt ihn dabei nicht:

„Ich würde aber jedem Atheisten widersprechen, der die Materie als das einzig Existierende annimmt.“

Hüll bezweifelt, „dass die Materie im Laufe der Erdgeschichte das Bewusstsein mit seinen nichtmateriellen Begleiterscheinungen wie Freude, Liebe, Leid, Hoffnung durch Mutation und natürliche Selektion hervorgebracht hat“.

Weiter sagt er:

„Wenn ich weit entfernt von den Lichtern der Stadt irgendwo allein auf weiter Flur den nächtlichen Sternenhimmel betrachte, drängt sich mir förmlich der Gedanke auf, dass sich hinter der gesamten Schöpfung eine Idee, eine Absicht, ja ein Zweck verbirgt.“

Ob es Gott wirklich gibt, ist für ihn eines Sache des Glaubens genauso wie die Annahme, dass es ihn nicht gibt. Dazu sagt er:

„Niemand weiß es. Auch nicht die Religionen, die ihre Lehren auf die Existenz eines göttlichen Wesens aufbauen, nicht die Atheisten, die von seiner Nichtexistenz überzeugt sind, und vor allem nicht die Wissenschaft.“

Eine Ahnung von Gott erhält er in der Kirche, wo er in seiner Gemeinde sonntags oft an der Orgel sitzt und an Weihnachten Gottesdienste mitgestaltet:

„In der Kirche, während dem Gottesdienst, sehe ich, was der Glaube den Gläubigen gibt, wie sie ihr Leben danach ausrichten, wie sie darin aufgehen. Ich bin überzeugt, dass der christliche Glaube seinen Zweck erfüllt.“

Im Interview geht er weiter auf den Zusammenhang zwischen Glaube und Wissenschaft ein und darauf, warum Kant den Religionen einen Dienst erwiesen hat, warum heute im Gegensatz zu früher viele Wissenschaftler und Philosophen atheistisch sind und ob es den Stern von Bethlehem gegeben hat.

Das komplette Interview gibt’s unter swp.de

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn diagnostiziert pünktlich zur Adventszeit den Deutschen in einem exklusiven Essay „religiöse Ahnungslosigkeit“, die zum Bedeutungsverlust des Religiösen führt. Das Christentum sei weitgehend zur Folklore verkümmert.

Nur noch eine Minderheit der deutschen und westeuropäischen Christen wisse, warum Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert werden und was der Advent – außer dem Adventskranz – bedeutet. Es herrsche religiöse Ahnungslosigkeit. Die Mehrheit der Deutschen sei religiös-christlich eher analphabetisch.

Wolffsohn betont dabei:

„Wer diese Geschichten beziehungsweise Bilder als ‚Kinderkram‘ verkennt (das sind heute die meisten), erkennt nicht ihre tiefe Botschaft und wendet sich gelangweilt und sogar verprellt ab, weil ‚für dumm gehalten‘.“

Religiöser Analphabetismus mache zudem den interreligiösen Dialog unmöglich, was einem friedvollem Miteinander im Weg stehe:

„Christen, die ihre eigene Religion nicht kennen und verstehen, können keinen ‚interreligiösen Dialog‘ führen.“

Den kompletten, sehr lesenswerten Artikel gibt’s unter schwaebische.de

Der Direktor des vatikanischen Observatoriums Guy Consolmagno sagt, dass einige bekannte Wissenschaftler vorgeben, sie wären Atheisten, um Glaubwürdigkeit zu erhalten.

„Die Wissenschaftler, die ihr im Fernsehen seht, lassen verlauten, dass sie Atheisten sind, weil sie denken, dass sie dadurch als glaubwürdiger wahrgenommen werden – obschon neun von zehn Menschen sich selbst nicht Atheisten nennen.“

Weiter ist er der Meinung, dass ein Forschungsauftrag unabhängig vom Weltbild vergeben werden sollte. Dazu sagt er:

„Ich will nicht, dass irgendjemand sagt: ‚Du kannst diese Recherche nicht machen, weil du religiös falsch liegst.‘ Wissenschaft ist nicht nur für alte, weisse Männer, die Atheisten sind.“

Auch zum Thema ‚außerirdisches Leben‘ hat er ein Meinung und sieht dieses nicht im Widerspruch zum christlichen Glauben:

„So weit ich das sehe, gibt es kein Problem damit.“

Es sei eher ein humanistischer Gedanke, den Menschen als Gipfel des Universums zu sehen.Und weiter sagt er:

„Christen glauben an Gott und glauben, dass es Engel gibt. Was kann denn mehr Science Fiction sein als das?“

Quelle: livenet.de

Vor der Weltklimakonferenz, die seit dem 6. bis 17. November stattfindet und zu der über 25  000 Teilnehmer erwartet werden, sprach der Autor Thomas Pfundtner vom Magazin stadtgottes mit Professor Dr. Anders Levermann in einem ausführlichen Interview über den Klimawandel, die Ursachen und die Folgen.

Zur Rolle der Religionen bezüglich Klimaschutz sagt Levermann:

„Fakt ist: Unser Planet ist nur zu retten, wenn die ganze Welt an einem Strang zieht. Die Religionen können hier eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Schöpfung spielen.“

Auf die Frage, ob ihm die rasante Entwicklung im technologischen Bereich Angst mache, antwortet der Klimaexperte u. a.:

„Wir alle müssen aufpassen, dass die Menschlichkeit nicht verloren geht. Da sind wir gefordert. Jeder Einzelne! Jeden Tag!“

Das komplette Interview gibt’s unter stadtgottes.de

Anders Lervermann ist Klimawissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für die Dynamik des Klimasystems am Institut für Physik der Universität Potsdam. Er war Koautor des vierten Sachstandsberichts des UN-Weltklimarats (IPCC), der 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Anders Levermann berät Vertreter aus Politik und Wirtschaft in Bezug auf Fragestellungen zum Klimawandel.

Zum 500. Reformations-Jubiläum sendet das ZDF gleich zwei Filme über Martin Luther! Zum einen am 30.10. um 20.15 Uhr das Drama „Zwischen Himmel und Hölle“ mit dem gläubigen Katholiken Maximilian Brückner in der Hauptrolle, und zum anderen die Doku „Das Luther-Tribunal“ am 31. Oktober um 20.15 Uhr mit dem Agnostiker Roman Knizka als Luther.

Für Schauspieler Roman Knizka passen Bibel und wissenschaftliche Erkenntnisse nicht zusammen. Er äußerte aktuell gegenüber bild.de:

„Für mich widerspricht die Schöpfungsgeschichte der Evolution.“

Weiter sagte der Schauspieler, dass er eigentlich nur vor Elfmeterschüssen beim BVB bete und:

„bei der Geburt meiner Söhne habe ich gebetet. Stoßgebete. Sicherheitshalber.“

Auf die Frage, wie er seinen Kindern Gott erklären würde, antwortet er:

„Ich habe versucht, ihnen Gott als das zu erklären, was es für mich selbst ist. Nämlich eher eine Form der Nächstenliebe. Etwas, was uns Menschen verbindet. Mehr etwas Sphärisches, Metaphysisches. Auf jeden Fall mehr als das Bild vom bärtigen Mann im Himmel.“

Quelle: bild.de

 

Papst Benedikt XVI. veröffentlichte 2006 die Enzyklika Deus caritas est („Gott ist [die] Liebe“), in der er sich der grundlegenden Botschaft des christlichen Glaubens zuwendete und gleichsam bei der „Kernkompetenz“ der Kirche ansetzte: der Botschaft von der liebevollen Zuwendung Gottes zu den Menschen und der menschlichen Antwort in Gottes- und Nächstenliebe.

 

Dass die Bibel keine Schrift zur Erklärung physikalischer oder biologischer Zusammenhänge ist, sehen Theologen wie z. B. die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Margot Käßmann oder der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick genauso.

Für Schick entsteht durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse

„kein Widerspruch zwischen christlichem Glauben und Wissenschaft“.

Gleichermaßen gelte für die Theorie des „Urknalls“ wie auch für das Higgs-Boson, dass ihnen ein göttlicher Schöpfungsakt zugrunde liegen müsse.

Quelle: welt.de

 

Margot Käßmann antwortete aktuell, gefragt nach der Schöpfung der Welt an sieben Tagen:

„Die Schöpfungsgeschichte ist ein wunderbares Bild. Sie ist die großartige Erzählung eines frommen Menschen, der die Schöpfung durch Gott beschreibt. Aber natürlich ist klar, dass der physikalische Vorgang nicht in sieben Tagen stattgefunden hat. Nur, ich kann das zusammendenken. Der verstorbene Physiker Hans-Peter Dürr hat gesagt, dass kein Mensch erklären kann, woher die Energie des Urknalls kam. Es gibt ja auch ein Staunen über die Welten des Kosmos, die wir überhaupt nicht kennen und entdeckt haben. Also, ich kann in der Schöpfung trotzdem göttliche Kraft sehen.“

Quelle: mallorcamagazin.com

 

Der Astrophysiker und Philosoph Harald Lesch wurde gefragt „Was sagen Sie zu dem Argument, Naturwissenschaft und Glaube schlössen sich aus?“. Seine Antwort:

„‚Freund, Du hast keine Ahnung von Naturwissenschaft.‘ Das ist eine Methode, die sehr gut funktioniert, aber die liefert in erster Linie ein Naturbild, kein Weltbild.“

Quelle: evangelisch.de

 

Oft hängt die Zuwendung zum christlichen Glauben davon ab, inwieweit sich Menschen mit dem christlichen Gottesbild und der Intension der biblischen Botschaft tatsächlich beschäftigen.